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Die Mission "oben bleiben" beginnt

Die Mission Klassenerhalt des SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga unter dem Motto "Kurve kriegen - oben bleiben" beginnt an diesem Samstag mit dem Nachholspiel gegen den SSV Reutlingen. "Wir brauchen Punkte in rauen Mengen", sagt SGV-Trainer Marcus Wenninger.

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Schwere Aufgabe: Trainer Marcus Wenninger (links) und sein Assistent Mario Wildmann sollen den SGV Freiberg aus schwieriger Lage noch zum Klassenerhalt in der Oberliga führen.  Foto: 
Hinter den Kulissen haben die Verantwortlichen des Oberligisten SGV Freiberg ihre personellen Rochaden durchgezogen, auf dem Trainingsplatz und in den Testspielen hat Trainer Marcus Wenninger seinen teilweise neu formierten Kader, der drei Torhüter und 22 Feldspieler umfasst, seit dem 5. Januar auf die 16 ausstehenden Spielen in der Saison 2015/2016 vorbereitet. Es kann also losgehen mit der vom Verein ausgerufenen Mission Klassenerhalt unter dem Motto "Kurve kriegen - oben bleiben". Der Spielplan sieht für die auf dem drittletzten Platz stehenden Freiberger zunächst zwei Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz beim Wasenstadion vor: an diesem Samstag um 15 Uhr die Nachholpartie gegen den SSV Reutlingen, der sechs Punkte mehr aufweist, sowie eine Woche später das Gastspiel von Spitzenreiter FC Nöttingen. Der doppelte Heimvorteil, Gegner und Zeitpunkt spielen für Trainer Wenninger eine eher untergeordnete Rolle, er sieht die Sache pragmatisch und sagt: "Wir müssen sowieso gegen alle spielen, egal wann. Wir brauchen vom Gegner unabhängig Punkte in rauen Mengen. Am Ende schauen wir dann, zu was es reicht." Schon zu Beginn der Vorbereitung auf die 16 "Endspiele" hatte der Coach davon gesprochen, "wie ein Aufsteiger punkten und vieles richtig machen zu müssen", um dem Abstieg noch zu entgehen. Der Oberliga drohen je nach der Zahl der baden-württembergischen Klubs, die die Regionalliga Südwest verlassen müssen, bis zu sechs Absteiger. Abgeschlagen am Tabellenende sind der SC Pfullendorf mit vier Punkten und der FC Germania Friedrichstal mit sieben. 15 Zähler und damit sechs weniger als die davor platzierten FC 08 Villingen und SSV Reutlingen weist der SGV Freiberg auf. Eine Niederlage gegen Reutlingen hätte da unter Umständen schon fatale Auswirkungen. Freibergs Trainer Wenninger, der als vierter Coach des SGV in der laufenden Saison die Mannschaft noch in zwei Spielen vor der Winterpause betreut und mit dem 3:0-Erfolg beim SC Pfullendorf die Horrorserie von 14 Spielen ohne Sieg beendet hat, berichtet von einer guten Vorbereitungsphase. "Die Trainingsbeteiligung war sehr, sehr hoch, witterungsbedingt konnten wir unser Programm durchziehen und hatten auch keine größeren Verletzungen. Die Mannschaft ist näher zusammengerückt", streicht das SGV-Urgestein die positiven Dinge heraus.

 

Dazu gehört auch die Integration der fünf Neuzugänge. Savino Marotta und Serdal Kocak taten sich in den Testspielen als mehrfache Torschützen hervor. "Dafür haben wir Kocak geholt. Aber er hat wie jeder andere noch Verbesserungspotenzial", so Wenninger über den Neuzugang von den Sportfreunden Schwäbisch Hall, der sich Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen darf. Das gilt wohl auch für die beiden regionalligaerfahrenen Neuen Marcel Ivanusa und Thomas Gentner, die nach langen Verletzungspausen wieder eingestiegen sind und das Übungsprogramm weitgehend störungsfrei absolvieren konnten. "Beide haben eine hohe Trainingsquote, aber auch noch Luft nach oben", so Wenninger. In den Vorbereitungsspielen hat der SGV-Trainer viel gewechselt und seine Optionen für das Spiel gegen Reutlingen getestet. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die ersten Elf", verrät Wenninger, dem bis auf den bis zum 2. April gesperrten Demir Januzi alle Akteure zur Verfügung stehen - auch die zuletzt pausierenden Spetim Muzliukaj (muskuläre Probleme) und Michael Deutsche (Erkältung) sowie Denis Zagaria (Trainingsrückstand). Festgelegt hat sich der Freiberger Trainer auf der Torhüterposition und sich für den langjährigen Stammkeeper Henning Bortel entschieden. In den Tests hatten auch Moritz Welz und Simon Wagner ihre Einsatzzeiten. Einen festen Platz im Kader gesichert hat sich A-Junior Niklas Pollex. Ob auch Fabio Morello dauerhaft dabei bleibt oder wie Berkan Yürükoglu zu den A-Junioren zurückkehrt und einmal in der Woche mit dem Oberliga-Kader trainiert, will Wenninger nach dem Reutlingen-Spiel entscheiden.

Ähnlich wie der SGV Freiberg hat auch der SSV Reutlingen seinem Aufgebot fünf Neue zugeführt. Gekommen sind der 1,94 Meter große Stürmer Sergio Uyi aus der dritten finnischen Liga, Valentin Gjokaj vom FC Gateshead aus der fünften Liga in England, Zvonimir Kovac von NK Lokomotive Zagreb, Eric Yahkem vom Regionalligisten FC Kray sowie Marvin Büyüksakarya, der zuletzt pausiert hat. Bei der 3:4-Niederlage am Wochenende bei der Spvgg Neckarelz trafen von den Neuzugängen Yahkem und Kovac. Dass die Reutlinger in dieser Saison in die Bredouille kommen und sich um den Klassenerhalt sorgen müssen, war nicht zu erwarten mit dem neuen Trainer Georgi Donkov und dem als Sportlicher Leiter eingestiegenen Maurizio Gaudino. Vor allem nicht nach dem 3:0-Sieg gegen den Zweitligisten Karlsruher SC in der ersten DFB-Pokalhauptrunde Das Pokal-Abenteuer war nach einer Niederlage gegen Eintracht Braunschweig beendet.

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