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Freistoßkracher bringt zumindest einen Punkt

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Der Löchgauer Mittelfeldspieler Salvatore Langella (links) hat abgezogen, sein Wangener Gegenspieler Alexandros Nikolaidis dreht sich schützend ab.  Foto: 

Der FV Löchgau und der FC Wangen tragen zwar jeweils das Etikett „Aufsteiger“, doch könnten beide Vereine kaum unterschiedlicher sein – zumindest, wenn man den bisherigen Saisonverlauf in der Fußball-Verbandsliga zum Maßstab nimmt. Bei den Partien der Löchgauer fallen die mit Abstand wenigsten Tore (im Schnitt 1,6), bei denen der Oberschwaben die meisten (im Schnitt 4,0). Zudem stellte der FVL bis Samstag mit acht erzielten Toren die schwächte Offensive der Liga, während Wangen mit der schlechtesten Abwehr (36 Gegentreffer in 13 Begegnungen) anreiste. Am 14. Spieltag standen sich die zwei  Mannschaften nun direkt gegenüber – und trennten sich am Ende schiedlich friedlich 1:1.

Während der Gast sein Abwehrproblem offenbar allmählich in den Griff bekommt, leiden die Löchgauer weiter an ihrem alten Manko: der Chancenverwertung. Denn Tormöglichkeiten, um die Partie für sich zu entscheiden, hatten die Mannen von Trainer Thomas Herbst auch am Samstag wieder mehr als genug. Trotz des verpassten Heimsiegs und der Flaute im Angriff sind die Löchgauer weiter auf dem aufsteigenden Ast. Aus den vergangenen drei Duellen haben sie sieben Punkte geholt und sich so auf dem elften Rang, einem Nichtabstiegsplatz, etabliert.

Die 22 Kicker auf dem Kunstrasen legten bei dem ungemütlichen Regenwetter einen zerfahrenen Start hin. Die Oberschwaben erwiesen sich als unangenehmer Gegner. Sie attackierten früh und erstickten das Löchgauer Aufbauspiel oft schon im Keim. Dennoch hatte die Herbst-Elf schon in den ersten 45 Minuten zwei gute Chancen. Zuerst scheiterte Tom Kühnle nach Salvatore Langellas Freistoßflanke am Wangener Keeper Julian Hinkel (30.). Dann traf Philipp Sturm vom Torraum­eck nur den Außenpfosten (39). Auf der Gegenseite entschärfte FVL-Schlussmann Markus Brasch einen Schuss von Okan Housein nach einem kurz ausgeführten Freistoß.

In der 53. Minute fiel die überraschende Gästeführung. Kurz, nachdem er bei einem Standard von Langella mit einem Kopfball an Hinkel gescheitert war, traf Löchgaus Innenverteidiger Tobias Baus doch noch ins Netz – ins eigene. Er fälschte einen Schuss von Yannick Huber unhaltbar zum 0:1 ab. „Das war ein unglückliches Eigentor. Der Ball wäre eigentlich fünf, sechs Meter neben das Tor gegangen“, stellte Coach Herbst später fest.

Sein Team ließ sich von dem Rückstand aber nicht entmutigen, sondern legte eine „Jetzt-erst-recht“-Mentalität an den Tag. Die gute Moral wurde bereits in der 62. Minute belohnt: Dominik Wolter knallte einen 26-Meter-Freistoß an den Innenpfosten, von wo die Kugel zum 1:1 ins Netz flog. „Wir haben uns mehrere Freistoßschützen aufgeschrieben. Der Trainer hat vor dem Spiel gemeint, dass sich derjenige, der sich am wohlsten fühlt, den Ball schnappen soll – und in dem Fall bin eben ich vorangegangen“, kommentierte Wolter seinen Kunstschuss und gab bescheiden zu. „Da war auch etwas Glück dabei.“

Danach hatte der FVL noch mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß, blieb aber bei drei weiteren guten Gelegenheiten ohne Fortune. Patrick Griebel scheiterte an Hinkel, Sturm schoss freistehend aus elf Metern drüber, und Dominik Wolter köpfte einen Freistoß knapp vorbei. So gab es am Ende ein Remis, über das sich die Wangener letztlich mehr freuen konnten als die Löchgauer.

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