Partner der

Die Regionalliga rückt am Bruchwald in den Focus

Der FSV 08 Bissingen spielt in der Fußball-Oberliga um den Aufstieg mit. Sollte der Erfolg anhalten, wollen sich die Nullachter für einen Aufstieg bewerben.

|
Der Nullachter Peter Wiens (vorne) jubelt, Bahlingens Torhüter Dennis Müller muss den Ball aus dem Netz holen. Die Bissinger Oberliga-Fußballer spielen bislang eine glänzende Saison und um den Aufstieg mit.  Foto: 

Sportlich läuft es beim Oberligisten FSV 08 Bissingen prima. Hält das Hoch an, gehören die Nullachter zu den potenziellen Aufstiegskandidaten.

„Wenn es so weit kommt,  würden wir es machen“, sagt Steffen Vahldiek, einer von drei Vorständen, Teammanager und Sponsor beim FSV 08 Bissingen, zu einer möglichen Bewerbung für die Regionalliga. Dazu eingeladen werden in der Regel zum Jahresende die in der Oberliga-Tabelle auf den Plätzen eins bis sechs oder acht platzierten Vereine. Der Meister steigt am Ende der Saison direkt auf, der Zweite spielt in einer Runde mit einem Heim- und einem Auswärtsspiel mit den Vizemeistern der Hessenliga und der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland einen weiteren Aufsteiger aus. In der vergangenen Saison verzichteten die Bissinger noch auf einen Antrag für die Regionalliga.

In der höchsten Liga Baden-Württembergs kristallisierten sich nach elf Spieltagen der aktuelle Spitzenreiter SC Freiburg II, der Tabellenzweite FSV 08 Bissingen, der 1. CfR Pforzheim und der FV Ravensburg als aussichtsreiche Anwärter auf die beiden ersten Plätze heraus. Möglich, dass auch der Bahlinger SC trotz seiner bislang eher geringen Punktausbeute noch in die Spitzengruppe vorstoßen wird. Die Bahlinger sind ebenso wie der SV Spielberg nach nur einer Saison in der Regionalliga wieder abgestiegen. Auch der SC Freiburg II musste in die Oberliga.

Mit den gezeigten Leistungen, der Spielstärke und der Konstanz sowie eines akribisch zusammengestellten Kaders, mit dem nahezu jede Position doppelt besetzt werden kann, haben die Bissinger das Zeug, bis zum Saisonende ganz oben mitzuspielen. Die Vorsaison schlossen die Nullachter als Aufsteiger auf Rang drei ab. Das bis auf wenige Ausnahmen komplett zusammengebliebene Aufgebot, das kein Leistungsträger verlassen hat, wurde punktuell und mit jungen Spielern ergänzt und verstärkt.

Wenn der FSV 08 spätestens bis zum 15. März 2017 um 15.30 Uhr als Regionalliga-Bewerber seine umfangreichen Hausaufgaben mit der wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit sowie seine Kaution beim Süddeutschen Fußballverband (SFV) hinterlegt, muss für die vierthöchste deutsche Spielklasse, dem Vorzimmer zum Profifußball, eine Spielstätte mit gewissen Standardbedingungen nachgewiesen werden.

Anforderungen können steigen

Die Anforderungen können für einen Neuling auch mit nach und nach steigenden Anforderungen  verknüpft sein.  In den zurückliegenden Jahren wurden die anfangs stringenten Vorgaben gelockert. Plätze für mindestens 2500 Zuschauer, eine angemessene Infrastruktur wie Kabinen für Mannschaften und Schiedsrichter, ein abgetrennter Gästeblock, ein Medienbereich und eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage müssen es sein.

Auf ihrem Sportplatz am Bruchwald, mitten in einem Wohngebiet und ohne  Platzangebot für eine Ausdehnung, gäbe es die theoretische Möglichkeit, auf dem kleinen Kunstrasenplatz oder auch gegenüber eine Stahlrohrtribüne zu erstellen, auch könnte im Bereich des Vereinsheims der Zugang zum Spielfeld für Mannschaften und Referees abgesichert werden. Allerdings würde dann ein Trainingsfeld für die Nachwuchskicker des FSV 08 wegfallen. Ein abgetrennter Gästebereich besteht, wäre aber zu klein, wenn Traditionsvereine wie die Offenbacher Kickers, der SV Waldhof Mannheim, der 1. FC Saarbrücken oder der SSV Ulm mit seinen Fanscharen auftauchen würden. Sollten die Nullachter die Genehmigung für den Bruchwald-Platz erhalten, müssten sie ein Ausweichstadion mit entsprechender Kapazität anbieten. So wie in der Vorsaison der Bahlinger SC die Arena des Erstligisten SC Freiburg und der SV Spielberg das Wildparkstadion in Karlsruhe.

Bei einem Termin im November wollen nach Auskunft des 08-Vorsitzenden Vahldiek Verantwortliche des Vereins und Vertreter der Stadt mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing an der Spitze die Situation um die Anforderungen  eines möglichen Aufstiegs in die Regionalliga generell erörtern.

So spielten sie

Oberliga 08 Bissingen – FSV Hollenbach

3:1

Torschützen: Vorname Nachname (29.), Vorname Nachname (35.), Vorname Nachname (57.), Vorname Nachname (78.).

Die Beschränkung auf 1000 Zuschauern pro Heimspiel des Fußball-Oberligisten 1. CfR Pforzheim gilt auf dem Papier schon  seit Januar 2013. Von diesem Passus im Vertrag zwischen den Stadtwerken als Eigentümer und der Stadt als Mieterin wusste der Verein angeblich bis vor wenigen Tagen nichts. Die Obergrenze mächtig überschritten wurde beim Oberliga-Aufstiegsspiel im Juni 2015. Da waren gegen den 1. Göppinger SV 3150 Besucher da. Der Grund für die Beschränkung sollen Wildpinkler sein, die sich in den nahen Enzauen, einem hochgradig eingestuften Wasserschutzgebiet, erleichtern. Von dort bezieht die Stadt Pforzheim einen Teil ihres Trinkwassers. Bis Ende 2017 soll die Generalsanierung des Stadions im Brötzinger Tal und der Neubau einer Tribüne mit Sanitäranlage abgeschlossen sein. Dann kann der 1. CfR dort seine Heimspiele austragen. cp

So spielten sie

Oberliga 08 Bissingen – FSV Hollenbach

3:1

Torschützen: Vorname Nachname (29.), Vorname Nachname (35.), Vorname Nachname (57.), Vorname Nachname (78.).

Die Beschränkung auf 1000 Zuschauern pro Heimspiel des Fußball-Oberligisten 1. CfR Pforzheim gilt auf dem Papier schon  seit Januar 2013. Von diesem Passus im Vertrag zwischen den Stadtwerken als Eigentümer und der Stadt als Mieterin wusste der Verein angeblich bis vor wenigen Tagen nichts. Die Obergrenze mächtig überschritten wurde beim Oberliga-Aufstiegsspiel im Juni 2015. Da waren gegen den 1. Göppinger SV 3150 Besucher da. Der Grund für die Beschränkung sollen Wildpinkler sein, die sich in den nahen Enzauen, einem hochgradig eingestuften Wasserschutzgebiet, erleichtern. Von dort bezieht die Stadt Pforzheim einen Teil ihres Trinkwassers. Bis Ende 2017 soll die Generalsanierung des Stadions im Brötzinger Tal und der Neubau einer Tribüne mit Sanitäranlage abgeschlossen sein. Dann kann der 1. CfR dort seine Heimspiele austragen. cp

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

FSV 08 Bissingen

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Protest ist gewollt

Direkte Demokratie und die Folgen: Das Ringen um Mehrheiten kann man auch verlieren, sagt Umweltminister Untersteller. weiter lesen