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Die Nullachter nutzen ihre Chancen nicht und fliegen raus

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Der Bissinger Alexander Götz (links) bei seiner Chance in der 33. Minute. Seinen Schuss parierte der Großaspacher Torwart Maximilian Reule. Michael Vitzthum (Mitte) und Kai Gehring können nur zuschauen.  Foto: 

Ausgerechnet der eingewechselte Alexander Aschauer schoss den FSV 08 Bissingen aus dem Pokalwettbewerb. Mit seinem Tor in der 81. Minute sorgte der 25-jährige Österreicher für den 1:0-Sieg des Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. Vor ein paar Wochen hatte Aschauer eine Ausleihe zum Oberligisten abgelehnt. „Es freut mich für Alexander Aschauer, dass er dieses Tor erzielt hat. Damit hat er sich belohnt“, meinte hinterher Großaspachs Trainer Sascha Hildmann über den Stürmer, der in der laufenden Drittliga-Saison noch nicht zum Einsatz gekommen ist.

Während der 92 Minuten vor den 700 Zuschauern wurde deutlich, dass die Großaspacher einen durchschlagskräftigen und treffsicheren Stürmer gebrauchen können. Die robusten Mario Rodriguez, Timo Röttger und dessen Nachfolger Saliou Sané bemühten sich zwar mit hohem Körpereinsatz, in Schussposition zu kommen, doch Anel Sarak und Maurizio Macorig leisteten wieder ausgezeichnete Defensivarbeit. Dass von den schnellen und trickreichen Außenbahnspielern Makana Nsimba Baku und Claude-Joseph Gyau wenig kam, lag an den defensiven Außenposten der Nullachter, Pierre Williams und Mario Di Biccari. „Er hatte sich den Einsatz einfach verdient“, lobte 08-Trainer Alfonso Garcia hinterher den routiniertren Di Biccari, der den zweimaligen US-Nationalspieler Gyau gut unter Kontrolle hielt.

08 steht defensiv kompakt

Nach der ersten Halbzeit verzeichneten die Gastgeber ein Chancenplus und hätten durchaus mit einer Führung in die Erfrischungspause gehen können. Die zwei Klassen höher spielenden Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten daraus aber wenig torgefährliche Szenen kreieren. Die Nullachter standen defensiv kompakt und konnten sich immer wieder befreien. Vor allem Kapitän Oskar Schmiedel mit seiner Technik und Übersicht inszenierte die Konter. Da mussten die beiden Großaspacher Innenverteidiger Julian Leist und Kai Gehring häufig in Zweikämpfe am Boden und in der Luft.

Der Großaspacher-Pokaltorwart Maximilian Reule musste seine Mannschaft mehrfach vor einem Rückstand bewahren. In der neunten Minute war Simon Lindner der SG-Abwehr entwischt, scheiterte aber an Reule. Gehring erledigte den Rest und entsorgte den abprallenden Ball vor dem anstürmenden Peter Wiens. Der rackerte sich als vorderste Spitze ab und leistete ebenso wie Lindner ein Riesenlaufpensum. Unterstützung erhielt Wiens auch von den nachrückenden Alexander Götz und Luca Wöhrle. Die beiden spielten in der elften Minute die nächste 08-Chance heraus. Den Schuss von Gätz parierte erneut der SG-Schlussmann. Auch für die Chancen drei und vier waren die beiden verantwortlich. In der 30. Minute verfehlte Wöhrle mit einen Bogenlampe aus 28 Metern knapp das SG-Gehäuse. Drei Minuten später tauchte Götz frei vor dem Tor auf und schob den Ball knapp am Pfosten vorbei ins Aus. Diesen Führungsmöglichkeiten der Nullachter stand eine dicke Chance der Gäste gegenüber. Nach einer Flanke von Baku erwischte Röttger am langen Pfosten den Ball nicht optimal mit dem Kopf.

In der ersten Viertelstunde der zweiten ´Halbzeit waren zunächst die Nullachter am Drücker. Dann aber übernahm der Drittligist das Kommando auf dem miserablen Rasenspielfeld am Bruchwald. Hinein in die Drangphase der SG Sonnenhof platzte Lindner mit einem herrlichen Solo über die linke Seite, vorbei an Sebastian Schiek und in den Strafraum. Den Schuss aus etwas ungünstigem Winkel parierte Großaspachs Keeper Reule.

Burkhardt verhindert das 0:2

Gästetrainer Hildmann legte Offensivpersonal nach, darunter auch den in der Liga bislang verschmähten Aschauer. Mit seiner zweiten Ballberührung setzte sich der Österreicher im Bissinger Strafraum durch und schob den Ball unhaltbar ins Netz (81.). Die mit hohem Kraftaufwand und enormer Laufarbeit auftretenden Bissinger konnten nicht mehr zulegen. Sie öffneten zwar ihre Defensive, kamen aber nicht mehr zu torgefährlichen Situationen, Die hatte auf der anderen Seite noch zweimal der Torschütze. Er scheiterte aber frei vor dem 08-Tor an Schlussmann Sven Burkhardt, der auch den Kopfball von Aschauer über die Latte lenkte.

„Jetzt heißt es regenerieren,  dann fahren wir am Samstag mit dem Selbstvertrauen aus diesem Spiel nach Ravensburg“, meinte nach dem Pokalaus Trainer Garcia im Hinblick auf den Liga-Alltag in Oberschwaben.

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