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Defensiv sicher, offensiv zu harmlos

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Duc Thanh Ngo (links) überzeugte bei seinem Startelf-Saisondebüt in der Bissinger Innenverteididung. Hier ist er einen Schritt schneller am Ball als der Spielberger Phil Weimer.  Foto: 

Der FSV 08 Bissingen hat ein Problem vor dem gegnerischen Tor. Der Vizemeister erzielt in dieser Saison zu wenig Treffer, oder, wie am Samstag beim SV Spielberg, gar keinen. „Wenn wir uns weiter so präsentieren, werden wir in dieser Saison nicht mehr so viele Tore schießen“, stellte 08-Trainer Andreas Lechner nach der Nullnummer fest. Nur fünf Mannschaften in der Oberliga haben nach dem achten Spieltag weniger als jene neun Tore erzielt, die auch den Null­achtern bislang gelungen sind. Die Kehrseite der Medaille ist dagegen erfreulicher: Mit vier Gegentreffern weisen die Bissinger die wenigsten im 18er-Feld auf. Die umkämpfte und intensiv geführte Partie vor den 250 Zuschauern im Karlsbader Stadtteil Spielberg bestätigte die nackten Zahlen. Der FSV 08 bot defensiv wie gewohnt eine starke Vorstellung, Schlussmann Sven Burkhardt rettete zudem zweimal. Für die Spielberger zählte am Ende der erste Heimpunkt im vierten Heimspiel der laufenden Runde.

Spielberg geht kein Risiko ein

Allzu viel hatte das Team von Trainer Peter Hogen mit der eigenen Offensive nicht am Hut, wichtiger war, dass hinten die Null stand. Die langen Bälle auf Torjäger Alexander Zimmermann waren von den Null­achtern gut zu verteidigen und die Distanzschüsse von Phil Weimer oder Riccardo Di Piazza verfehlten ihr Ziel. Hogen ging auch in der Schlussphase kein Risiko mehr ein und ließ weitere frische Offensivkräfte draußen. Einzig Philipp Leimenstoll war nach 60 Minuten für Di Piazza aufs Feld gekommen und hatte zwei, drei gute Szenen. Das Plus an Möglichkeiten in einer insgesamt chancenarmen Partie lag bei den Gästen. Die bekamen den Ball aber nicht im Spielberger Tor unter.

In der 43. Minute scheiterte Marius Kunde nach einem Zuspiel von Peter Wiens frei vor dem SVS-Tor an Keeper Yannick Dressler. Nach einer Spielverlagerung von Alexander Götz von der linken auf die rechte Seite spielte Lukas Buck den Ball vor Tor. Dort war Pierre Williams eher dran als ein Spielberger, scheiterte aber mit seinem Schuss an Dressler, der Glück hatte, dass die Kugel noch vom Pfosten ins Toraus sprang (70.). Die dickste Chance bot sich vier Minuten vor Schluss Duc Thanh Ngo. Da hatte Götz den Ball von links auf den kurzen Pfosten gespielt, doch Ngo war zu überrascht und schob die Kugel vorbei.

Ngo war für den angeschlagenen Maurizio Macorig ins Team gekommen und überzeugte bei seinem Saisondebüt in der Start­elf auf Anhieb an der Seite von Anil Sarak. Durch mehrere Ausfälle war das Aufgebot der Bissinger in Spielberg überschaubar. Bis zum Heimspiel am Freitag gegen die TSG Backnang kehren wahrscheinlich Simon Lindner und Yannick Toth in den Kader zurück. Dann könnte allerdings der auch in Spielberg wieder zuverlässig spielende Mario Di Biccari fehlen. In der 80. Minute zog er sich nach einem dummen und überflüssigen Foul von Zimmermann an der Eckfahne eine Verletzung am Sprunggelenk zu und musste ausgewechselt werden. Die Spielberger wirkten nach den drei Heimpleiten trotz des Überraschungscoups in der Vorwoche in Ravensburg (3:2-Sieg nach 0:2-Halbzeitrückstand) verunsichert und leisteten sich im Spielaufbau Fehlpässe. Darunter litt auch das Spiel des um Struktur bemühten Phil Weimer.

Burkhardt ist auf dem Posten

Dennoch kamen die Gastgeber zu einer Doppelchance. In der 23. Minute verfehlte Dominic Riedel das 08-Tor nur knapp, 120 Sekunden später rutschte der Ball nach einem Pass von Di Piazza der Bissinger Defensive durch, und Zimmermann tauchte frei vor dem Gästetor auf. Doch  Burkhardt parierte gegen den bislang dreifachen Torschützen des SVS. In der 35. Minute war der Schlussmann erneut gefordert und rettete an der Strafraumgrenze vor dem anstürmenden Zimmermann. Damit hatte es sich mit den klaren Möglichkeiten der Badener. Denn die Gäste übernahmen mit viel Laufarbeit und ihren spielerischen Vorteilen mehr und mehr das Kommando. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren sie am Drücker. Was am Ende fehlte, waren Zielstrebigkeit und Entschlossenheit im Strafraum. Allerdings stellten die Spielberger mit Florian Benz, Stefan Müller und dem in der Defensive gebundenen Weimer eine zweikampf- und kopfballstarke sowie stellungssichere Innenverteidigung.

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