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Club L’Italiano bestreitet erstes Pflichtspiel seiner Geschichte

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Die Fußballer des Club L‘Italiano Großbottwar sind bereit für ihre Premiere im regulären Spielbetrieb.  Foto: 

Gespannt und voller Vorfreude fiebert man beim Club L‘Italiano Großbottwar dem Sonntag entgegen. Wenn um 15 Uhr die Begegnung gegen die TSG Steinheim angepfiffen wird, startet nicht einfach nur die Saison in der Fußball-Kreisliga B 2. Vielmehr beginnt ein völlig neues Kapitel der Vereinsgeschichte. Dem 2009 gegründeten Klub gehörten bislang nämlich nur Freizeitkicker an. Die Herren-Abteilung entstand erst vor zwei Monaten, die Partie gegen Steinheim ist somit die Pflichtspiel-Premiere der Großbottwarer. „Viele unserer Gründungsmitglieder kannten sich schon ewig. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken und Kartenspielen entstand die Idee, einen Verein zu gründen“, erzählt Martin Murgo, der 2. Abteilungsleiter.

Seit 2010 richtet der Verein alljährlich den Stockbrunnen-Cup für Freizeitkicker aus, bei dem auch immer zahlreiche Vereinsmitglieder aktiv sind. Ähnlich wie der Gedanke einer Vereinsgründung kam bei gemeinsamen Unternehmungen nun auch die Idee auf, eine Herrenmannschaft für den regulären Spielbetrieb zu melden. „In den zwei Monaten, seitdem die Abteilung besteht, haben wir schon eine Menge erreicht. Wir haben zum Beispiel einen Kader von 30 Akteuren zusammenbekommen, die alle bereits Pflichtspiel­erfahrung haben“, stellt Murgo fest.

Manch ein Verein, erst recht in der Kreisliga B, wird den Club L’Italiano um einen solch großen Kader beneiden, zumal zu den 30 Spielern zwischen 18 und 32 Jahren noch vier ältere Akteure kommen, die im Notfall einspringen wollen. „So ein großer Kader bringt natürlich einen Konkurrenzkampf um die Stammplätze mit sich. Das war von uns so beabsichtigt und wird von den Spielern auch angenommen“, sagt Martin Murgo. Aus dem weiteren Umkreis von Großbottwar, von Beilstein bis Ludwigsburg, haben Spieler den Weg zum jungen Verein gefunden. Einige von ihnen, wie Kapitän Marco Montesano, haben früher in Pleidelsheim ihre Kickstiefel geschnürt. Der Großteil der Akteure hat italienische Wurzeln, doch sind auch andere Nationalitäten vertreten.

Eine Jugendabteilung als Ziel

In der ersten Saison wollen sich die Großbottwarer erst einmal in der Kreisliga B 2 etablieren. „Wir haben die wohl stärkste Staffel erwischt. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre in der ersten Saison ein schöner Erfolg. Wir planen aber langfristig und wollen irgendwann den Sprung in die Kreisliga A schaffen“, so Martin Murgo. Der 37-jährige Einzelhandelskaufmann unterstützt, neben seiner organisatorischen Tätigkeit im Abteilungsvorstand auch Trainer Giuseppe Ierardi. Neben dem mittelfristig angestrebten Aufstieg der Herren soll irgendwann auch eine Jugendabteilung entstehen. Wann das möglich sein wird, ist noch nicht absehbar. „Es ist uns aber sehr wichtig, zu zeigen, dass wir es ernst meinen und wir keine Eintagsfliege sind“, betont Murgo. Die Zusammenarbeit mit Stadt und Vereinen klappe sehr gut. „Bürgermeister Zimmermann war von Beginn an angetan von der Idee eines italienischen Fußballvereins. Und mit dem VfR arbeiten wir sehr gut zusammen. Die Abstimmung, wer den Platz zwecks Training nutzen kann, funktioniert hervorragend“, so der 2. Abteilungsleiter. Kein Wunder, denn viele der knapp 90 Club-L’Italiano-Mitglieder gehören auch dem VfR an oder sind ihm zumindest verbunden.

Eine Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Traditionsverein könnte auch der Schlüssel beim Thema Jugendarbeit sein, eine Spielgemeinschaft liegt im Bereich des Denkbaren. Der VfR erlaubt es dem jungen Club auch, bei Heimspielen den Verkaufsstand zu benutzen. Neben Pizza werden dort dann auch andere italienische Spezialitäten angeboten. Obwohl Vieles für die Großbottwarer Verantwortlichen, die ohne Ausnahme ehrenamtlich tätig sind, noch neu ist, haben sie schon viel bewegt. Nicht nur, dass sie einen großen Kader zusammengestellt, einen Sponsor gefunden und die Platzfrage geklärt haben. Auch am kulturellen Leben der Stadt nimmt der Club L’Italiano Anteil. Neben dem Stockbrunnen-Cup, der auch künftig ausgerichtet wird, ist man in diesem Jahr erstmals beim Mittelaltermarkt mit einem Stand vertreten. „Beim Straßenfest sind wir schon mehrere Jahre dabei, nun auch bei diesem traditionellen Fest“, berichtet Murgo.

Zunächst steht am Sonntag die Heimspielpremiere gegen die TSG Steinheim auf dem Plan. Murgo: „Wir hoffen auf viele Zuschauer. Vielleicht gelingt uns sogar ein Sieg. In dieser ausgeglichenen Staffel kann ein guter Start sehr viel ausmachen.“

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