Partner der

Burkhardts Zauberhand rettet 08 Bissingen einen Punkt

|
Vorherige Inhalte
  • Kein Durchkommen: Marius Kunde hatte am Samstag im Oberliga-Heimspiel gegen Reutlingen einen schweren Stand. Hier bedrängt SSV-Innenverteidiger Rouven Wiesner den Bissinger Stürmer von hinten. Rechts verstellt ihm Pierre Eiberger den Weg.  1/2
    Kein Durchkommen: Marius Kunde hatte am Samstag im Oberliga-Heimspiel gegen Reutlingen einen schweren Stand. Hier bedrängt SSV-Innenverteidiger Rouven Wiesner den Bissinger Stürmer von hinten. Rechts verstellt ihm Pierre Eiberger den Weg. Foto: 
  • Sven Burkhardt.  2/2
    Sven Burkhardt. Foto: 
Nächste Inhalte

Selbst beim besten Bundesliga-Torhüter wäre dieser Ball wohl ins Netz gegangen. Nicht aber bei Sven Burkhardt, dem Schlussmann des FSV 08 Bissingen. In der 87. Minute kam Manuel Fischer nach einer Hereingabe von Dirk Prediger aus acht Metern zum Schuss. Die Direktabnahme näherte sich mit viel Tempo dem 08-Gehäuse, doch aus dem Stand heraus und wie von Zauberhand wehrte Burkhardt den Ball in letzter Sekunde noch ab. Damit rettete der 34-Jährige der Bruchwald-Elf zumindest einen Punkt im Oberliga-Heimduell gegen den SSV Reutlingen. Am Ende trennten sich die beiden Klubs leistungsgerecht 0:0.

Lechner lobt Torhüter Burkhardt

„Das war überragend gehalten“, lobte der Bissinger Trainer Andreas Lechner nach der Partie seinen Torwart mit Blick auf dessen spektakuläre Parade. „Das war ein Reflex. Ich habe gesehen, er schießt, und der Rest hat meine linke Hand gemacht“, stellte Burkhardt selbst fest. Er bleibt somit auch nach dem zweiten Spieltag ohne Gegentor – und der FSV 08 damit zugleich ohne Niederlage. Am Mittwoch (18.30 Uhr) tritt das Team um Kapitän Oskar Schmiedel beim Aufsteiger TSG Weinheim an. Am Samstag (15.30 Uhr) ist dann der Bahlinger SC am Bruchwald zu Gast.

Die neu formierte Reutlinger Mannschaft erwies sich für den Vizemeister als unbequemer Gegner und erstickte das gewohnte schnelle Bissinger Kombinations- und Umschaltspiel meist schon im Keim. Gleich acht Neuzugänge standen beim früheren Zweitligisten in der Startelf. Unter den 13 Fußballern, die 08-Coach Lechner am Samstag einsetzte, war dagegen nur ein neuer Mann: Der vom türkischen Drittligisten Tuzlaspor gekommene Anil Sarak bildete mit Luca Wöhrle die Innenverteidigung.

In der ersten Hälfte hatten die Nullachter vor den 700 Zuschauern noch ein Übergewicht – und zwei dicke Chancen. Nach einem Traumpass von Schmiedel hatte Peter Wiens freie Bahn zum SSV-Tor, doch in letzter Sekunde ging der Ex-Freiberger Filip Milisic dazwischen und klärte zur Ecke (8.). In der 18. Minute scheiterte der von Marius Kunde freigespielte Patrick Milchraum am Reutlinger Keeper Milan Jurkovic ­– und Kundes Nachschuss verfehlte, von einem Abwehrbein noch abgefälscht, ebenfalls das Gästetor.

Die Reutlinger spielten zwar munter mit, richtig gefährlich waren sie im ersten Durchgang aber nicht, abgesehen von einem abgefälschten Schlenzer von Pierre Eiberger, der knapp am Bissinger Kasten vorbeiflog. Der SSV hielt vor allem mit Einsatz, Aggressivität und kompromissloser Härte dagegen und überspannte in einigen Situationen auch mal den Bogen. So in der 29. Minute, als Eiberger den ihm eigentlich bereits entwischten Kunde umpflügte – Oberliga-Debütant Sascha Kief beließ es bei einer Gelben Karte. „Das war für mich eher Rot als Gelb“, bewertete Burkhardt später das grobe Foulspiel. Die rustikale Spielweise der Gäste fand er aber „bis auf zwei überharte Aktionen okay“.

Trainer muss in den Fanblock

Als nicht okay beurteilte das Schiedsrichtergespann allerdings das Verhalten von Jochen Class. Der SSV-Trainer hatte am Spielfeldrand eine Markierung weggekickt und wurde daraufhin in der 34. Minute auf Intervention des Assistenten von Kief der Coaching-Zone verwiesen, so dass er die Oberliga-Begegnung fortan im Reutlinger Fanblock verfolgen musste – und seinen Schützlingen eben von dort aus lautstarke Anweisungen gab.

Class konnte das Geschehen in den zweiten 45 Minuten relativ gelassen verfolgen, denn seine Elf ließ sich nun nicht mehr so weit zurückdrängen, sondern suchte selbst verstärkt ihr Heil in der Offensive. Fischer hätte in der Schlussphase zweimal zum Reutlinger Matchwinner werden können. Der Mittelstürmer, der für den VfB Stuttgart früher sogar schon in der Champions League aufgelaufen war, kam nach einer Eiberger-Ecke zum Kopfball, aber der am Pfosten stehende Kunde rettete auf der Torlinie (78.). Und vier Minuten vor dem Abpfiff wurde dann Burkhardt mit seiner Glanzparade zum Reutlinger Spielverderber.

Den Nullachtern fehlte im Angriff hingegen die Durchschlagskraft – wohl auch, weil die Offensivkräfte Milchraum (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Simon Lindner (Verletzung am Schienbein) vorzeitig ausgewechselt werden mussten. Die noch beste Bissinger Möglichkeit in Hälfte zwei vergab Manuel Sanchez, der den Ball aus zwölf Metern über die Latte schaufelte (84.).

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Nach Bamberger kandidiert auch Chef nicht mehr

Die Gemmrigheimer Bürgermeisterin tritt nach 24 Jahren nicht mehr an. Am 4. März wird in Gemmrigheim und am 15. April in Bönnigheim gewählt. weiter lesen