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Breier trifft gegen seinen Ex-Klub VfB - SG Sonnenhof verliert zur Saisoneröffnung

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach hat erstmals in der Vorbereitung verloren. Vor 5200 Zuschauer gab es ein 1:2 gegen den VfB Stuttgart.

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Der Aspacher Kapitän Daniel Hägele (rechts) luchst VfB-Mittelfeldspieler Georgios Spanoudakis den Ball ab.  Foto: 

„Habt Spaß“ – mit dieser Aufforderung hatte Oliver Zapel, der neue Trainer der SG Sonnenhof Großaspach, seine Drittliga-Kicker zum Saisoneröffnungsspiel gegen den VfB Stuttgart auf den Rasen geschickt. Und Freude und Vergnügen hatte der Außenseiter in den 90 Testspiel-Minuten tatsächlich – trotz der 1:2-Niederlage, die er vor den 5200 Zuschauern in der Mechatronik-Arena kassierte. „Das Spiel hat viel Spaß gemacht“, bestätigte SG-Stürmer Pascal Breier, der in der zweiten Hälfte per Strafstoß den 1:1-Ausgleich erzielt hatte. Speziell für ihn war das Kräftemessen mit dem Bundesliga-Absteiger aus Cannstatt eine ganz besondere Angelegenheit. Schließlich trug der 24-Jährige zwischen 2006 und 2015 selbst das Trikot der Roten. „Da ist man dann schon nochmal etwas motivierter als sonst“, bekannte Breier.

Beide Trainer wechselten am Sonntag munter durch. Bei der SG Sonnenhof absolvierten nur Torhüter Kevin Broll, Abwehrchef Kai Gehring und Kapitän Daniel Hägele die vollen 90 Minuten. Der neue VfB-Coach Jos Luhukay beorderte gar für jede Halbzeit eine völlig neue Mannschaft aufs Feld. Im ersten Durchgang durften die Arrivierten ran wie Keeper Mitch Langerak, Kevin Großkreutz, Christian Gentner und Alexandru Maxim. Nach der Pause kannten dafür wohl selbst die mitgefahrenen Stuttgart-Fans nur wenige Spieler ihres Klubs – bis auf zwei Ausnahmen standen nur Akteure auf dem Rasen, die in der vergangenen Runde noch bei der U 19 oder der U 23 gekickt hatten.

„Für uns Trainer sind solche Spiele eine gute Gelegenheit, die Jungs besser kennenzulernen. Sie sind unglaublich engagiert und zeigen eine hohe Bereitschaft. Ich habe den Eindruck, dass sie manchmal etwas übermotiviert sind und dann Fehler machen“, sagte Luhukay über die junge Garde des VfB. Den Stellenwert der ersten Vorbereitungspartie relativierte der 53-jährige Niederländer: „Ich denke noch nicht in Systemen und Positionen, denn wir sind noch nicht komplett. Es werden noch Neuzugänge kommen.“

Luhukay freute sich vor allem darüber, dass beide VfB-Treffer auf das Konto von Angreifern gingen: „Tore sind Medizin für Stürmer. Sie geben Selbstvertrauen.“ Beim 1:0 zeigte der aus Bochum an den Neckar gewechselte Simon Terodde, warum er in der Vorsaison mit 25 Treffern Zweitliga-Torschützenkönig geworden ist: Nach einem feinen Steilpass von Maxim und Dijon Ramajs Hereingabe stand der Mann mit der Nummer neun goldrichtig und bugsierte den Ball ins Netz (33.). Das Siegtor zum 2:1 gelang dann Teroddes Ablösung: Der eingewechselte Borys Tashchy vollendete aus der Drehung ins lange Eck (78.). Zwischendurch hatte Breier einen Foulelfmeter, den er selbst gegen VfB-Linksverteidiger Matthias Zimmermann herausgeholt hatte, zum Aspacher 1:1-Ausgleich verwandelt (51.).

SG-Übungsleiter Zapel attestierte seinem Team nach dem Schwabenderby ein „tolles Spiel, schöne Ballstafetten und einen ganzen Blumenstrauß an Torchancen“. Kritik übte er allerdings an der seiner Meinung nach zu wenig ausgeprägten Kommunikation untereinander. „Wir sind noch zu leise auf dem Platz und müssen mehr kommunizieren. Es kann nicht sein, dass ich der Lauteste bin und dann heiser aus dem Spiel gehe“, stellte Zapel fest.

Am kommenden Dienstag (18 Uhr) bestreitet die SG Sonnenhof beim Oberliga-Spitzenklub FSV 08 Bissingen ihr viertes Testspiel innerhalb von 13 Tagen. Am Bruchwald werden dann auch die Probespieler Michael Klauß (VfR Aalen) und Nico Gutjahr (Würzburger Kickers) dabei sein. Beide empfehlen sich beim Dorfklub derzeit für einen Vertrag. Bis Mitte nächster Woche will der Verein laut Sportdirektor Joannis Koukoutrigas außerdem einen neuen Torhüter verpflichtet haben.

SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Schiek (79. Stüber), Leist (79. Hoffmann), Gehring, Landeka (79. Damaschek) – Hägele – Sohm (64. Vecchione), Jüllich (74. Ballas), Lorch (64. Binakaj) – Aschauer (46. Breier), Röser (64. Ngankam).

VfB Stuttgart (erste Halbzeit): Langerak – Großkreutz, Baumgartl, Kaminski, Heise – Dijon, Spanoudakis, Gentner, Caniggia (21. Kliment) – Maxim – Terodde.

VfB Stuttgart (zweite Halbzeit): Uphoff – Zimmer, Sunjic, Sama, Zimmermann – Ristl – Sonora, Wanitzek, Özcan – Tashchy, Kliment.

Splitter vom Spiel

Gute Tat
Die SG Sonnenhof Großaspach zeigt ein Herz für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Braunsbach: Pro verkauftes Ticket für das VfB-Spiel spendet der Drittligist einen Euro an den TSV Braunsbach. Die Anlagen des Vereins aus dem Kreis Schwäbisch Hall waren aufgrund des Hochwassers Ende Mai und Anfang Juni stark beschädigt worden und müssen nun teilweise komplett neu gebaut werden.

Neuer Trikotsponsor
Im Rahmen der Saisoneröffnung hat die SG am Sonntag ihr neues Trikot präsentiert. Auf der Brust der Spieler macht sich gegenüber der Vorsaison ein neuer Name breit: die Biermarke Sanwald. Die Aspacher haben die Stuttgarter Familienbrauerei Dinkelacker, die den Klub bereits seit der Gründung 1994 unterstützt, als neuen Brustsponsor gewonnen. Als Gegenleistung fließt ein niedriger bis mittlerer sechsstelliger Betrag. In den vergangenen Jahren prangte der Mineralwasserhersteller Urbacher Mineralquellen auf dem Sonnenhof-Dress. Beim ersten Drittliga-Heimspiel zeigt sich Dinkelacker gleich großzügig. „Als Einstandspräsent auf der Trikotbrust der SG geben wir jedem Besucher in der Mechatronik-Arena ein erfrischendes Weizenbier von Sanwald aus“, kündigte Geschäftsführer Bernhard Schwarz an.

In Zugzwang
Die U-13-Mannschaft des VfB Stuttgart hat die Profis im Vorfeld der Testbegegnung unter Druck gesetzt. Denn sie gewann das Einlagespiel gegen die Altersgenossen von der SG Sonnenhof Großaspach auf dem Kunstrasen im Fautenhau nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1. Da wollte das Team von Trainer Jos Luhukay offenbar nicht zurückstehen – und zog dank der Tore von Simon Terodde und Borys Tashchy mit einem 2:1 nach.

Werfen und Schießen
Fast genauso spannend wie das Elfmeterschießen beim EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien war der Elfmeter-Wettbewerb während der Halbzeitpause zwischen den Funktionären der Aspacher Fußballer und denen des Handball-Clubs Oppenweiler/Backnang. Für das Duell hatten sich die Organisatoren eine tückische Verschärfung einfallen lassen: Die Handballer mussten vom Strafstoßpunkt schießen – und die SG-Fußballer aus elf Metern Entfernung mit der Hand werfen. Am Ende trennten sich die Vertreter der beiden Vereine schiedlich-friedlich 3:3. Übrigens: Das DFB-Maskottchen „Paule“, das außer Konkurrenz antrat, verwandelte ebenfalls einen Elfmeter.

So spielten sie

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