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Außenseiter triumphiert

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Rui Caldas De Carvalho (links) wird hier im Spiel gegen Böblingen abgedrängt. Beim Ludwigsburger 1:0-Sieg gegen Freiberg verwandelte der Portugiese den entscheidenden Elfmeter.  Foto: 

Der KSK-Amateur-Cup nahm am Samstagabend ein bitteres Ende: Im letzten Turnierspiel zwischen dem Gastgeber SGV Freiberg und dem FSV Hollenbach, bei dem es noch um den zweiten Platz ging, blieb SGV-Talent Pascal Seil nach einem Zusammenprall schwer verletzt auf dem Rasen liegen. Die Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Mit dem Notarzt musste der 19-Jährige schließlich ins Krankenhaus. Das Duell wurde aufgrund des Zwischenfalls nach 16 Minuten abgebrochen und mit 1:0 für Freiberg gewertet – so stand es nach einem Tor von Marcel Sökler. Doch das war letztlich Nebensache. „Wenn sich niemand verletzt hätte, wäre ich rundum zufrieden gewesen. So bleiben bittere Erkenntnisse“, sagte SGV-Trainer Ramon Gehrmann, der bei Seil mit einer Ausfallzeit von mindestens fünf Wochen rechnet. Mit Sven Schimmel (Nasenbeinbruch) und Jan Nagel (Rote Karte) hatte der Oberliga-Aufsteiger im Laufe des Turniers zwei weitere Ausfälle zu verkraften.

Den Fußball-Wettstreit im Wasen-Stadion entschied überraschend die Spvgg 07 Ludwigsburg aus der Landesliga für sich  – vor den favorisierten Freibergern, den A-Junioren des SGV, Hollenbach, Böblingen und Neckarrems. Der bereits zehnte Ludwigsburger Triumph bei dem seit 1985 ausgetragenen Vorbereitungsturnier war verdient. Denn die Schwarz-Gelben hatten in ihren fünf Spielen à 30 Minuten einen starken Eindruck hinterlassen. Nur im letzten Duell gegen Böblingen (0:0), bei dem den Nullsiebenern ein Remis zum Cup-Gewinn reichte, war die Luft etwas raus. Das Ludwigsburger Team musste den hohen Temperaturen sowie den kräftezehrenden ersten Duellen Tribut zollen. So ging es allerdings auch den anderen fünf Mannschaften – das Niveau ließ zum Ende des Turniers merklich nach.

Guter Einstand von Ivanusa

„Für einen neuen Trainer ist es eine schöne Sache, mit einem Erfolg zu starten. Dadurch gewinnt die Mannschaft Vertrauen“, sagte Spielertrainer Marcel Ivanusa und sprach von einem „verdienten Turniersieg“: Dennoch wollte er den ersten Platz nicht überbewerten: „Das war nur ein Vorbereitungsturnier. Auf den Sieg dürfen wir uns nichts einbilden.“ Der frühere Profi Ivanusa (Stuttgarter Kickers) war zu dieser Saison aus Freiberg an den Ludwigsburger Fuchshof gewechselt. 07 ist seine erste Station als Chefcoach – und der 32-Jährige nimmt seine Schützlinge in der Vorbereitung gleich hart ran. Bereits einen Tag nach der Teilnahme am KSK-Cup stand für seine Kicker gegen den Bezirksliga-Neuling TSV Höfingen (3:1) ein weiterer Test auf dem Programm.

Das Kräftemessen mit seinem Ex-Klub SGV Freiberg war für Ivanusa und seine Schützlinge das Schlüsselspiel für den Turniersieg. Mit 1:0 schlug der Landesligist den zwei Klassen höher kickenden Gastgeber, der in dieser Begegnung seinen ersten und einzigen Gegentreffer kassierte. Das entscheidende Tor gelang Rui Caldas De Carvalho in der 21. Minute mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter. Jan Nagel hatte den durchgebrochenen Portugiesen im Strafraum zu Fall gebracht, worauf der Schiedsrichter dem bereits mit Gelb verwarnten SGV-Neuzugang die Rote Karte zeigte.

SGV hat Personalprobleme

Dabei sind die Freiberger personell derzeit ohnehin schwach auf der Brust. Denn abgesehen von den Turnier-„Opfern“ Seil, Schimmel und Nagel sind derzeit auch Denis Zagaria (Muskelfaserriss), Alexandru Popescu (Wadenbeinbruch), Clemens Schlimgen und Savino Marotta (beide angeschlagen) außer Gefecht. „Jetzt wird es langsam eng“, sagt Gehrmann. Der Fußball-Lehrer hält allerdings nichts von Notverpflichtungen und schaut sich lieber im eigenen Nachwuchsbereich nach geeigneten Alternativen um: „Aus unserer U 19 kommt sicher der eine oder andere Spieler in Frage, der bei uns aushelfen könnte.“

Besagte A-Junioren zogen sich bei dem Aktiventurnier einmal mehr gut aus der Affäre. Die Mannschaft von Trainer Torsten Schlegel gewann sogar die letzten beiden Partien gegen Böblingen (1:0) und Neckarrems (3:0) – und wurde am Ende mit sieben Punkten überraschend Dritter.

Pischorn doppelt im Einsatz

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