Partner der

„Wir geben in jeder Partie Vollgas“

|
Der Bietigheimer Linksaußen Martin Marcec (Mitte) beim Esslinger Marktplatzturnier im direkten Duell mit Torhüter Peter Johannesson von HBW Balingen-Weilstetten. Die beiden treffen auch in der Liga wieder aufeinander.  Foto: 

Martin Marcec teilt sich bei der SG BBM Bietigheim die Linksaußenposition mit Jan Döll. Nach dem Wechsel von Jonathan Scholz zum Bundesliga-Aufsteiger Die Eulen Ludwigshafen konnten auf Vermittlung des ehemaligen Bundestrainers Vlado Stenzel, der die deutsche Nationalmannschaft 1978 zum Weltmeisterschaft geführt hat, SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger und Trainer Hartmut Mayerhoffer die freie Stelle mit dem Kroaten rasch füllen.

Herr Marcec,haben Sie sich in Ihrer neuen Heimat schon eingelebt und etwas von Bietigheim-Bissingen und der Umgebung kennengelernt?

Martin Marcec: Ich bin jetzt seit etwa vier Wochen in Bietigheim und fühle mich schon jetzt wie zuhause. Bietigheim ist eine sehr schöne Stadt – kleiner als mein Heimatort, aber es gefällt mir wirklich gut. Es hat eine interessante Geschichte und eine wunderschöne Natur, über die ich mich immer wieder freue, wenn ich durch die Stadt laufe.

Wie klappt es mit der Verständigung?

Ich beherrsche inzwischen die Grundlagen der deutschen Sprache und verstehe bereits sehr viel. Wenn ich mal etwas nicht verstehe, helfen mir meine Mitspieler oder das Trainerteam. Aber mein Deutsch wird jeden Tag besser und die Verständigung klappt daher gut.

Wie läuft es mit der Mannschaft?

Das Team hier in Bietigheim ist einfach super. Die SG wirkt insgesamt sehr familiär und alle sind total hilfsbereit. Meine Mitspieler tun alles dafür, mich zu integrieren – und das funktioniert bestens.

Sie haben vor einem Jahr Ihr Heimatland Kroatien verlassen und eine Saison in Mazedonien gespielt. Wie kam jetzt der Wechsel zur SG BBM Bietigheim zustande?

Mein Verein in Mazedonien hat das Budget für die kommende Saison gekürzt – daher sind wir getrennte Wege gegangen. Mein Manager, Vlado Stenzl, ist daraufhin auf die SG BBM zugegangen, die nach dem Wechsel von Jonathan Scholz auf der Suche nach einem Linksaußen war. Dann war ich vier Tage im ,Probetraining’, und es hat für beide Seiten optimal gepasst. Jetzt bin ich hier – und sehr glücklich, ein Teil der SG zu sein.

Kannten Sie die SG BBM Bietigheim schon vorher?

Ich kannte die SG bereits vor meinem Wechsel – Bietigheim ist immerhin einer von zwei Klubs in Deutschland, der sowohl mit den Männern als auch den Frauen in der Bundesliga spielt. Die SG ist sehr gut organisiert und agiert professionell. Ich habe im Vorfeld nur Gutes über Bietigheim gehört, und dieser Eindruck hat sich bisher absolut bestätigt.

Ist der Handball hier mit dem in Kroatien und Mazedonien vergleichbar?

Handball in Kroatien und Mazedonien ist in diversen Aspekten vergleichbar – beispielsweise in der Geschwindigkeit, dem Körperkontakt sowie in der Qualität der Spieler und der Liga.

Wo gibt es Unterschiede?

Für mich besteht der Hauptunterschied zu deutschen Klubs in der Professionalität. Deutsche Klubs sind bestens organisiert, da können die kroatischen und mazedonischen nicht mithalten.

Wie beurteilen Sie Ihr neues Team?

Unser Team in Bietigheim ist großartig. Wir sind jung und haben Spaß – sind aber gleichzeitig sehr diszipliniert und ehrgeizig. Wir spielen schnellen Handball und jeder einzelne Spieler will immer besser werden.

Sie sind technisch stark und erzielen auch gerne mal außergewöhnliche Tore. Was sind Ihre weiteren Stärken, wo sehen Sie Ihre Schwächen?

Meine großen Stärken liegen in meiner Schnelligkeit und meiner Explosivität. Dadurch liegt mir auch das Konterspiel mit schnellen Tempogegenstößen. Manchmal muss ich noch lernen, etwas Geschwindigkeit herauszunehmen, um einfache Fehler zu vermeiden.

Mussten Sie sich sehr auf den Spielstil der SG BBM umstellen?

Natürlich musste ich mein Spiel dem Team hier in Bietigheim anpassen. Jede Mannschaft hat eine eigene Spielweise und einen eigenen Spielrhythmus. Das wichtigste ist daher Konzentration und Disziplin in jedem Spiel. Von Anfang bis zum Ende.

Wie bewerten Sie den Leistungsstand kurz vor dem Start in die Pflichtspiele?

Hinter uns liegen vier intensive Trainingswochen und wir hatten zahlreiche Testspiele. Wir haben uns gut aufeinander eingespielt und ich denke, wir können mit der Vorbereitung sehr zufrieden sein. Wir sind bereit für die neue Saison und freuen uns jetzt auf das Pokal First-4 am kommenden Wochenende und das erste Heimspiel am 27. August in der EgeTrans Arena.

Was ist für Bietigheim in der neuen Saison drin?

Wir haben in der kommenden Saison viele Spiele gegen starke Gegner. Wir schauen daher einfach von Spiel zu Spiel. Aber ich verspreche, dass wir in jeder Partie Vollgas geben und unseren Fans auf jeden Fall hochklassigen Handball bieten werden.

Herr Marcec, vielen Dank für das Gepräch.

Nach einer Saison beim mazedonischen Spitzenklub Metalurg Skopje wechselte Martin Marcec zur neuen Saison zur SG BBM Bietigheim. Der am 24. November 1992 im kroatischen Varazdin geborene Linksaußen spielte in seinem Heimatland für RK Varteks, RK Vidovec und GRK Varazdin. Er kam mehrfach in Spielen in der Champions League und in der Europa League zum Einsatz. Bei der SG BBM trägt der 1,82 Meter große Rechtshänder auf dem Trikot die Nummer 73. Im Oktober folgt ihm seine Lebensgefährtin nach Bietigheim-Bissingen. cp

In Nußloch bei Heidelberg spielt der Zweitligist SG BBM Bietigheim am Samstag um 17 Uhr in der ersten Pokalrunde gegen den Drittligisten Longericher SC Köln. Im zweiten Spiel der Vierergruppe stehen sich ab 19.30 Uhr der Bundesligist HC Erlangen und der Drittliga-Meister SG Nußloch gegenüber. Die Nußlocher verzichteten trotz Platz eins auf einen Aufstieg in die Zweite Liga. Die beiden Sieger der Halbfinals vom Samstag spielen am Sonntag ab 18 Uhr in der Nußlocher Olympiahalle um den Einzug in die zweite Runde des deutschen Pokalwettbewerbs. Der Bietigheimer Gegner aus Köln beendete die Vorsaison in der Staffel West der Dritten Liga auf Platz drei. Nach dem Weggang von fünf Stammkräften befindet sich das Team im Aufbau, hat aber für die neue Runde Ambitionen auf einen Spitzenplatz. Ein hochkarätiger Gegner wäre für die SG BBM eine Woche vor dem Saisonstart in die Zweite Liga der Erstligist HC Erlangen. Die Erlanger wurden in der vergangenen Saison als Aufsteiger Neunter und waren damit der beste Neuling der vergangenen zehn Jahre in der Bundesliga. Kopf der Mannschaft ist Ex-Nationalspieler Michael Haaß. Nicht mehr dabei ist Torjäger Ole Rahmel, der künftig für den THW Kiel spielt. Bei der SG BBM Bietigheim sind alle Mann des Kaders einsatzfähig. Die fünf Neuzugänge haben bewiesen, dass sie das Team verstärken. cp

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Expertenhilfe von Ruheständlern

Über den Senior-Experten-Service geben Rentner und Pensionäre ihr berufliches Wissen und Können im Inland und im Ausland weiter. So wie der ehemalige Bietigheimer Chefarzt Michael Butters. weiter lesen