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8:0 – Freiberg lässt es krachen

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Gleich acht Treffer durfte der SGV Freiberg gegen Sindelfingen bejubeln. Hier freuen sich David Kienast, Thomas Gentner, Torschütze Sven Schimmel und Marcel Sökler (von links) über das 3:0. Foto: Avanti  Foto: 

Selten war ein Verbandsliga-Gipfelduell so einseitig wie das am Samstag im Wasenstadion. Mit 8:0 schickte der Spitzenreiter SGV Freiberg den Tabellenzweiten VfL Sindelfingen auf die Heimfahrt in den Landkreis Böblingen und baute den Vorsprung auf nun bereits fünf Zähler aus. 8:0! Ein Ergebnis, das auf beiden Seiten nach der Partie keiner so wirklich fassen konnte.

Während beim SGV in der Offensive fast alles klappte, ging bei Sindelfingen fast alles schief. Die Abwehr präsentierte sich desolat und hilflos, während das Team im Angriff seine durchaus vorhandenen hochkarätigen Chancen versiebte. So stand am Ende ein Debakel für den bis dato auswärts noch ungeschlagenen VfL. Die Freiberger hatten dem Verfolger eine bittere Lektion in Sachen Effektivität erteilt.„Wir hatten jetzt schon einige Spitzenspiele, und die waren immer eng“, sagte SGV-Flügelspieler Sven Schimmel, der wie Stürmer Marcel Sökler dreimal erfolgreich war. „Acht Tore muss man gegen den Zweiten erst einmal schießen.“

Freiberg legt einen Blitzstart hin

Wer mit vier Minuten Verspätung im Stadion eintraf, hatte schon zwei Tore verpasst. In der dritten Minute köpfte der völlig alleingelassene Sökler eine Flanke von Michael Deutsche zum 1:0 ein. Keine 60 Sekunden später pennte die Sindelfinger Abwehr erneut. Nach Thomas Gentners Flanke chippte Schimmel den Ball in den Strafraum zu David Kienast, der schlug einen Haken um den aus dem Kasten geeilten Keeper David Kocyba und traf aus sieben Metern – 2:0.

Den Gästen fehlte dagegen das Abschlussglück. Zunächst setzte Oliver Glotzmann den Ball aus vier Metern Entfernung in Rückenlage deutlich über die Latte (6.). Dann tropfte Glotzmanns Heber über den nur zögerlich aus seinem Gehäuse gekommenen SGV-Schlussmann Thomas Bromma auf das Torgestänge (18.). Bis zum nächsten Höhepunkt verflachte das Topspiel. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte die Wasen-Elf dann auf 3:0: Gentners Freistoßflanke verlängerte Kienast Richtung Tor, und Schimmel setzte den Ball elegant ins lange Eck (45.).

Im zweiten Durchgang dauerte es nur 26 Sekunden bis zum nächsten Freiberger Treffer – nach einem weiten Pass von Sebastian Bortel vollstreckte Sökler mit einem Flachschuss. Danach fiel die Sindelfinger Mannschaft vollends wie ein Kartenhaus in sich zusammen, und der SGV tat etwas für sein Torverhältnis. 53. Minute: Nach einem weiteren Freistoß von Gentner köpfte der aufgerückte Kapitän Marco Pischorn die Kugel nach innen, und Sökler musste nur noch den Fuß hinhalten – das 5:0 und der dritte Treffer des Torjägers an diesem Nachmittag. 77. Minute: Wieder glänzte Gentner als Vorbereiter, diesmal köpfte Schimmel aus zwölf Metern ins lange Eck ein. 79. Minute: Nach einem langen Ball ging Deutsche auf und davon, überlief auch Kocbya und schob die Kugel zum 7:0 ins leere Tor. 88. Minute: Nach einem Freistoß des eingewechselten Mahir Savranlioglu landete ein Abwehrversuch von Alexander Wetsch als Querschläger bei Schimmel, der nun ebenfalls ein drittes Mal zuschlug. „So viele Tore in einem Spiel habe ich noch nie gemacht“, bekannte der ehemalige Drittliga-Profi des SV Wehen Wiesbaden. Für den am Samstag schier unersättlichen Torhunger seiner Mannschaft hatte Schimmel eine einfache Erklärung: „Wir wären ja keine richtigen Fußballer, wenn wir nicht Tore schießen wollten.“

Zum Sindelfinger Auftritt passte der vergebene Foulelfmeter in der 67. Minute: SGV-Keeper Bromma wehrte den Strafstoß mit dem Fuß an den Innenpfosten ab, von dort sprang die Kugel zurück ins Feld. Zuvor hatte Tobias Fausel den durchgebrochenen Frederick Mohr nur mit einem Foul bremsen können.

Das letzte 8:0-Schützenfest der Freiberger Kicker liegt übrigens gar nicht mal so lange zurück: In der Verbandsliga-Aufstiegssaison 2011/2012 watschte die Wasen-Elf am 26. Mai 2012, dem vorletzten Spieltag, eine Verlegenheitself des FV Ravensburg mit dem gleichen Resultat ab – und machte dann kurz darauf den Aufstieg in die Oberliga perfekt. Beim SGV hätte sicher niemand etwas dagegen, wenn dies auch in dieser Runde wieder so laufen würde.

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