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Zwei Torpremieren und ein Topgoalie

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Steelers-Stürmer Marcus Sommerfeld (hinten) hat die Scheibe an der Bande fest im Blick. Der Freiburger Verteidiger Gabriel Federolf kommt ihm mit viel Dynamik entgegen.    Foto: 

Die Bietigheim Steelers haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) den ersten Sieg in der regulären Spielzeit eingefahren und so zum ersten Mal in dieser Hauptrunde die vollen drei Punkte erbeutet. Sie schlugen am Sonntagabend den EHC Freiburg nach einem harten Kampf mit 3:1 und entschieden damit auch das zweite Heimspiel für sich. In den ersten drei Saisonpartien hatte der Vizemeister aus dem Ellental jeweils in die Verlängerung gehen müssen. Diesmal blieb dem Team von Trainer Kevin Gaudet eine Extraschicht erspart. Nervenaufreibend war das Duell aber dennoch – weil der Außenseiter aus Freiburg überraschend stark und unbekümmert aufspielte.

Bei den Steelers feierte Kapitän Adam Borzecki nach auskurierten Leistenbeschwerden ein Comeback. Zwischen den Pfosten stand erneut Ilya Sharipov, der schon am Freitag beim 3:2-Sieg in Bad Nauheim das Gehäuse bewacht hatte – und da einen starken Eindruck hinterlassen hatte.

Der Bietigheimer Dauerdruck zu Beginn des Baden-Württemberg-Duells mündete in der vierten Minute in die 1:0-Führung. Nach Vorarbeit von Justin Kelly überwand Norman Hauner den neuen Freiburger Stammkeeper Miroslav Hanuljak mit einem Schuss ins lange Eck und verbuchte so sein erstes Pflichtspieltor im SCB-Trikot.

Die Wölfe steckten den frühen Rückstand aber gut weg und kamen von Minute zu Minute besser ins Spiel. Dabei profitierten sie von den drei Strafzeiten, die sich die Gastgeber einhandelten. In den 63 Sekunden doppelter Unterzahl lag der 1:1-Ausgleich in der Luft. So trafen der Tscheche Radek Duda und der Slowake Roman Tomanek kurz hintereinander nur das Außennetz. Auf das Glück und das in dieser Saison herausragende Penaltykilling – Erfolgsquote bisher 93 Prozent – war Verlass. Bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis, hatten die Steelers ohnehin Vorteile in puncto Spielkultur und Torchancen.

Der zweite Durchgang begann wie der erste – mit einem Bietigheimer Treffer. Just als Hallensprecher Andreas Lausch via Mikrofon verkündete, dass Freiburg wieder komplett sei, schlug Benjamin Zientek zu und schloss eine Kombination über Kelly und Kodi Schwarz mit dem 2:0 ab (23.). Doch nun begannen die Steelers das Ergebnis selbstzufrieden nur noch zu verwalten, überließen dem EHC mehr Raum – und gerieten prompt in Bedrängnis. Nikolas Linsenmaier war  so frei und verkürzte aus kurzer Distanz auf 1:2 (31.). Die Wölfe witterten nun ihre Chance und beschworen mehrere gefährliche Situationen vor dem Bietigheimer Tor heraus, doch der aufmerksame Sharipov ließ sich kein zweites Mal überwinden.

McNeely vollendet ins leere Tor

Dem eher schwächeren Mitteldrittel ließen die Mannen in den grünen Trikots ein wieder etwas stärkeres Schlussdrittel folgen. Die Begegnung blieb aber bis zum Schluss eine spannende Angelegenheit. Denn der EHC zeigte sich in der EgeTrans-Arena weiterhin aufmüpfig und bot dem Favoriten die Stirn. 72 Sekunden vor Spielende nahm Freiburgs Trainer Alexej Sulak eine Auszeit und dann auch seinen Goalie Hanuljak vom Eis. Im Spiel sechs gegen fünf hatte Linsenmaier noch ein letztes Mal den 2:2-Ausgleich auf dem Schläger, verzog ab. Im Gegenzug traf Tyler McNeely nach einem Zuspiel von Shawn Weller zum 3:1-Endstand ins leere Wölfe-Gehäuse – exakt 21 Sekunden vor Schluss. Wie  Hauner durfte sich auch der 30-jährige Kanadier über seinen ersten Treffer im Bietigheimer Trikot freuen. Der Mann des Abends war aber der 22-jährige SCB-Torhüter Sharipov, der in seinen bisher 125 Minuten Einsatzzeit erst drei Gegentore kassiert hat.

DEL 2, 4. Spieltag
Bietigheim – Freiburg

3:1

Drittel: 1:0, 1:1, 1:0.
Tore: 1:0 Hauner  (4.), 2:0 Kelly (23.), 2:1 Linsenmaier (31.), 3:1 McNeely (60./Empty Net).
Strafminuten: 12 (6 Strafen) – 8 (4 Strafen).
Schiedsrichter: Daniel Kannengießer (Rosenheim), Jens Steinecke (Brotterode); Zuschauer: 2756.

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