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Zwei Topfavoriten und ein Rekordetat

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SC Bietigheim-Bissingen Steelers. Foto: Helmut Pangerl  Foto: 

Die 14 Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) gehen mit einem Rekordetat von offiziell 31,6 Millionen Euro in die am Freitag beginnende Saison 2017/2018. Begleitet wird die neue Spielrunde von der weiter anhaltenden Unsicherheit über einen sportlichen Auf- und Abstieg, den die DEL erneut abgelehnt hat, weil nach ihrer Ansicht einer der sechs DEL-2-Standorte keine vertragskonforme Unterlagen über die geforderte Bürgschaft vorgelegt hat.Dagegen hat die DEL 2 Klage beim Deutschen Sportschiedsgericht eingereicht. Mit einer Entscheidung ist frühestens Ende November 2017 zu rechnen. Es ist also davon auszugehen, dass es auch am Ende der neuen Spielzeit lediglich darum geht, den Meister zu küren – und nicht auch noch einen Aufsteiger.

Nahezu alle Vereine sehen den amtierenden Meister Löwen Frankfurt und den Vizemeister Bietigheim Steelers als Topfavoriten auf den Einzug ins Playoff-Finale. Gehandelt werden auch die Kassel Huskies und die Ravensburg Towerstars. Steelers-Coach Kevin Gaudet hebt die beiden hessischen Ex-DEL-Klubs auf den Favoritenschild, die sich nach ihrem Absturz im Unterbau stabilisiert haben und wieder zurück in die DEL streben.

Vier neue Trainer

Vier Klubs gehen mit neuen Trainern in die neue Spielzeit.  Mit Kim Collins bei den Eispiraten Crimmitschau und Jiri Ehrenberger bei den Towerstars kehren zwei erfahrene Coaches in die Zweite Liga zurück, in der sie jahrelang ihre Spuren hinterlassen haben. Die bayerischen Traditionsvereine SC Riessersee und Aufsteiger EC Bad Tölz setzen auf Übungsleiter, die im Profibereich bislang nicht in dieser Funktion tätig waren. In Bad Tölz rückte der bislang im Nachwuchsbereich erfolgreich arbeitende Rick Böhm auf. Der SC Riessersee beförderte den bisherigen Co-Trainer Toni Söderholm zum Chefcoach. Dessen Vorgänger Tim Regan ist jetzt Sportlicher Leiter.

Der SC Riessersee hat sich zahlenmäßig bei den Neuzugägen erneut zurückgehalten und setzt auf seine eingespielte Mannschaft. Von den vier Neuen gelten aber gleich zwei als „Königstransfers“ und einer als Top-Verstärkung. Vom Meister Löwen Frankfurt kam Riechie Müller nach Garmisch und erzielte in den Vorbereitungsspiele ein Toir nach dem anderen. Zum dritten Mal zum SCR gewechselt ist nach diversen Versuchen in der DEL Lubor Dibelka. Mit Wolfsburg wurde er in de beidne vergangenen Jahren jeweils Vizemeister. Regelmäßig getroffen hat der mittlerweile 34-Jährige aber immer nur in seinen Zeiten beim SC Riessersee. Erstmals seit Jahren wird ein Kontingentspieler beim SCR in einer der Verteidigungsreihen auflaufen. Dafür hat sich Regan den in der Vorsaison für Bad Nauheim herausragend spielenden Schweden Joel Johansson ausgesucht. Der SC Riessersee könnte mit seiner Besetzung die Rolle des Überraschungsteams spielen und ganz oben in der Tabelle mitmischen.

Dort erwartet werden  neben den Bietigheim Steelers – in erster Linie die Löwen Frankfurt. Trainer Paul Gardner und Sportdirektor Rich Chernomaz ist es gelungen, die Abgänge der Schlüsselspieler des Meisterteams Müller, Christoph Gawlik, Lukas Laub und Matt Tomassoni zu kompensieren. Die Topspieler Tyler Gron, Wade McLeod, Vldislav Filin und Tim Schüle haben sich schnell ins eingespielte und taktisch fein abgestimmte Team integriert. Der aus dem Bietigheimer Nachwuchs stammende Schüle hat über 300 Einsätze in der DEL absolviert und soll den Löwen in der Defensive Stabilität verleihen und sie von der blauen Linie noch ein Stück weit gefährlicher machen. Mac Leod sollte schon in der Vorsaison für Frankfurt stürmen, musste aber krankheitsbedingt ein Jahr pausieren. Er wird wohl mit Gron und Nils Liesegang die zweite Reihe bilden, die dritte Reihe mit Clarke Breitkreutz und Patrick Jarrett ergänzt Filin. In unveränderter Besetzung spielt die Paradereihe mi Brett Breitkreutz, Matt Pistilli und C.J. Stretch.

Defensive Qualität für Huskies

Trainer Rico Rosi hat seinen Kassel Huskies vor allem in der Defensive Qualität zugefügt und damit die größte Problemzone der Vorsaison behoben.  Nach einem Jahr in der DEL kehrte Mike Little, 2016 Meister mit Kassel, nach Nordhessen zurück. John Rogl sorgt mit seinen 1,94 Meter Körpergröße für Präsenz und Robustheit, und Andy Reiß bringt Erfahrung aus knapp 550 DEL-Spielen ein. Mit Markus Keller haben die Huskies ohnehin einen der besten Torhüter der Liga. Im Sturm hängt viel davon ab, wie oft die Förderlizenzspieler Phil Hungerecker und Kevin Maginot von den Mannheim Adlern in der DEL benötigt werden. Hoffnungsträger im Sturm sind neben den bewährten Kräften wie Manuel Klinge und Braden Pimm aus der ersten Reihe die Neuzugänge Lukas Koziol aus Krefeld und der NHL-erfahrene (sieben Einsätze) Kanadier Stefan Della Rovere.

Neuzugänge wie der schnelle Knaadier Mathieu Pompei, Jakub Svoboda vom starken Angriff der Lausitzer Füchse, David Zucker von den Fischtown Pinguins, Robin Just von den Bietigheim Steelers und Verteidiger Thomas Supis vom DEL-Klub Krefeld machen die Ravensburg Towerstars zu einem Kandidaten auf einen der ersten vier Tabellenplätze nach der Hauptrunde. Vor allem im Tempospiel haben die Oberschwaben erheblich zugelegt.

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