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Steelers nehmen einen Punkt mit

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Der US-Amerikaner Shawn Weller (links) bleibt hier am Frankfurter Torhüter Hannibal Weitzmann hängen. Der Steelers-Stürmer schoss Bietigheim bei den Löwen früh in Front. Dennoch verlor seine Mannschaft am Ende mit 3:4 nach Verlängerung.  Foto: 

Nils Liesegang hat den Bietigheim Steelers den Saisonstart in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) vermiest. Der 30-jährige Stürmer erzielte für seine Löwen Frankfurt in der Verlängerung den Siegtreffer zum 4:3, nachdem er im Schlussdrittel bereits für den 3:3-Ausgleich zuständig gewesen war. In einem hochklassigen Duell zwischen den beiden Topteams gaben am Freitagabend Nuancen den Ausschlag über Sieg und Niederlage.

Die Bietigheimer lagen bereits nach knapp zweieinhalb Minuten mit zwei Toren, die in doppelter Überzahl fielen, vorne. Erst schloss Shawn Weller eine Kombination über Dominic Auger und Justin Kelly mit dem 1:0 ab (2.). Nach einem Querpass von Auger erhöhte Marcus Sommerfeld 37 Sekunden später per Schlagschuss auf 2:0 (3.). Zweimal war der Puck bis dahin auf seinen Kasten gekommen, zweimal hatte Löwen-Goalie Hannibal Weitzmann das Nachsehen.

Beide Mannschaften hatten zum Auftakt offenbar keine Lust auf ein taktisches Geplänkel. Sie gaben gleich Vollgas und ließen es auch an der gebotenen Zweikampfhärte nicht fehlen. Allein im ersten Drittel verteilte das Schiedsrichtergespann Martin Holzer und Florian Zehetleitner zehn Strafzeiten – vier für Frankfurt und sechs für Bietigheim.

Steelers-Schlussmann Sinisa Martinovic verhinderte im ersten Drittel mit mehreren Glanztaten den Anschlusstreffer der Hessen. Noch in der Anfangsphase parierte er einen Penalty von Brett Breitkreuz (5.). Und in der 13. Minute rettete „Silo“ auch gegen den durchgebrochenen Frankfurter Kapitän Patrick Jarrett mit einem sensationellen Reflex.

Im zweiten Drittel legten die Löwen noch einen Zahn zu – und egalisierten bis zur 28. Minute. Der aus Heilbronn verpflichtete Tyler Gron verkürzte nach einer gelungenen Kombination auf 1:2 (24.). Und bei einer chaotischen Situation vor dem SCB-Gehäuse behielt Wade MacLeod den Überblick und schob die Scheibe zum 2:2 ins leere Tor – Martinovic hatte sich zu dem Zeitpunkt nach einem Schuss von C.J. Stretch ans Außennetz und einem Rempler hinter seinem Kasten befunden.

Dubios war, als bei einer eigentlich gegen Frankfurt angezeigten Strafe Weller das 2:3 erzielte – und die Referees den Treffer nicht gaben, sondern nach langen Diskussionen Benjamin Zientek wegen einer Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank schickten (34.). Ins Bild passte da auch das kuriose dritte Gästetor – bei seinem Rettungsversuch hämmerte Löwen-Verteidiger Dalton Yorke den Puck aus kurzer Distanz zum 2:3 ins eigene Netz. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, durfte sich der in der Nähe stehende Zientek diesen Treffer gutschreiben lassen (38.). Der formstarke SCB-Angreifer war kurz zuvor noch am grandios reagierenden Weitzmann hängengeblieben.

Liesegang entscheidet Topspiel

Auch zu Beginn des letzten Drittels dominierte der Titelverteidiger aus Frankfurt und drängte auf den Ausgleich. Dieser glückte Liesegang, der einen Querpass von Vladislav Filin mit dem 3:3 veredelte. Fortan stand das Spiel zwischen den zwei gleichwertigen Mannschaften auf des Messers Schneide. Die besseren Chancen hatte in der Endphase der Meister, allen voran Brett Breitkreuz. Doch die beherzt kämpfenden Steelers retteten sich in die Verlängerung. Dort allerdings kam für den Vizemeister aus dem Ellental das dicke Ende: Liesegang traf nach 39 Sekunden mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 4:3 (60.+1) – und durfte sich vor den 5369 Zuschauern als Matchwinner feiern lassen.

DEL 2, 1. Spieltag
Frankfurt – Bietigheim

4:3 n.V.

Drittel: 0:2, 2:1, 1:0; 1:0.
Tore: 0:1 Weller (2./doppelte Überzahl), 0:2 Sommerfeld (3./doppelte Überzahl), 1:2 Gron (24.), 2:2 MacLeod (28.), 2:3 Zientek (38.), 3:3 Liesegang (44.), 4:3 Liesegang (60.+1).
Strafminuten: 12 (6 Strafen) – 14 (7 Strafen).
Schiedsrichter: Martin Holzer, Florian Zehetleitner; Zuschauer: 5369.

Am Sonntag (17 Uhr) ist bei der Bietigheimer Heimpremiere in der EgeTrans-Arena ein weiterer Topklub aus Hessen der Gegner: die Kassel Huskies. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi war in der Spielzeit 2015/2016 der Widersacher der Steelers im Playoff-Finale – und schnappte dem SCB damals den Titel weg. Am Freitag setzte sich Kassel am ersten Spieltag gegen die Dresdner Eislöwen mit 3:1 durch. Für alle Unterstützer der Steelers aus der „stillen Beteiligung“ findet am Sonntag eine Sonderaktion statt: Im Fanshop, der um 16 Uhr öffnet, können sie gegen Vorlage des „Unterstützer-Ausweises“ ein Sitzplatzticket für zehn Euro und eine Stehplatzkarte für fünf Euro kaufen. ae

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