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Steelers glänzen in Überzahl

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Die Scheibe liegt im Iserlohner Tor, Shawn Weller dreht jubelnd ab: Die Bietigheim Steelers überwanden Roosters-Schlussmann Mathias Lange (links) am Sonntag beim Spiel um Platz drei ein halbes Dutzend mal.  Foto: 

Es bleibt dabei: Die Bietigheim Steelers haben auch im vierten Anlauf den Ice-Cup im heimischen Ellental nicht gewinnen können. Der Vizemeister der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) wurde bei seinem Vorbereitungsturnier Dritter – dank eines 6:3-Erfolgs über die Iserlohn Roosters. Damit hat der SCB nach zwei zweiten Plätzen und Rang vier aus dem Vorjahr jetzt alle Platzierungen beim Ice-Cup durch – bis auf eben jenen verflixten ersten Platz. Diesen belegten diesmal die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Sie setzten sich am Sonntagabend im Finale gegen den Schweizer Zweitligisten EHC Olten mit 4:2 durch.

McNeely setzt am Sonntag aus

„Wir sind eben gute Gastgeber“, sagte Volker Schoch mit Blick auf den erneut verpassten Turniersieg. Der Steelers-Geschäftsführer zeigte sich mit der Resonanz bei den einzigen beiden Vorbereitungspartien in der EgeTrans-Arena zufrieden: „Über das ganze Turnier hatten wir an den zwei Tagen etwa 4000 Zuschauer in der Halle. Das kann sich sehen lassen.“ Das sportliche Fazit fiel ebenfalls positiv aus. „Wir haben gegen zwei Topteams sehr gut gekämpft und gegen ein gutes DEL-Team gewonnen. Das waren ja nicht die Pfaffenhofen Indians. Hut ab vor den Jungs“, bilanzierte Trainer Kevin Gaudet. Zwar zog sich Neuzugang Tyler McNeely am Samstag gegen Olten eine leichte Gehirnerschütterung zu und setzte am Sonntag aus. Bei den Testspielen am Freitag (19.30 Uhr) bei den Tölzer Löwen und am Sonntag (18 Uhr) beim Dornbirner EC wird der kanadische Stürmer aber Gaudet zufolge wieder mitwirken können – genauso wie Leon Müller. Der Youngster war in der zweiten Partie gegen Iserlohn nach einem Kopf- und Nackencheck auf ärztlichen Rat vorzeitig vom Eis gegangen. Eine Vorsichtsmaßnahme. Die Endphase verfolgte Müller in Zivil und schon wieder recht munter auf der Gegentribüne.

Eine 1:4-Niederlage im Halbfinale gegen Olten verhinderte am Wochenende ein noch besseres Bietigheimer Abschneiden. Bereits nach 28 Sekunden wurde Torhüter Sinisa Martinovic eiskalt erwischt – Silvan Wyss schloss den ersten Angriff der Gäste mit dem 0:1 ab. In der sechsten Minute gelang Benjamin Zientek nach Vorarbeit von Neuzugang Alexander Preibisch das 1:1. Nach einem für die Steelers chancenreichen, aber torlosen Mitteldrittel machte der vom langjährigen schwedischen Nationalcoach Bengt-Ake Gustafsson trainierte EHC im letzten Spielabschnitt den Sack dann zu: Noah Matter (41.), Wyss (48.) und Stanislav Horansky (55.) schossen den Oltener 4:1-Erfolg heraus.

Im ersten Halbfinale hatten zuvor die Fischtown Pinguins gegen Iserlohn mit 1:0 gewonnen. Der frühere Bietigheimer Zweitliga-Rivale von der Nordsee hatte gleich zwei Matchwinner im Team: Center Jason Bast gelang in der 32. Minute mit einem Rückhand-Abstauber das goldene Tor, und der starke Goalie Tomas Pöpperle hielt mit vielen Glanzparaden seinen Kasten sauber und feierte letztlich einen Shutout.

Damit kam es am Sonntag zum Prestigeduell zwischen Iserlohn und den Steelers. Beide Vereine sind Kooperationspartner. Bei den Sauerländern liefen mit Denis Shevyrin und Marcel Kahle zwei Akteure auf, die schon oft für den SCB in der DEL 2 gespielt haben. Zudem bewacht mit Mathias Lange der Bietigheimer Meistergoalie aus der Saison 2012/2013 das Roosters-Gehäuse.

Auch im Spiel um Platz drei musste der Gastgeber, der ohne das Trio McNeely, Rob Brown (Leistenprobleme) und Frédérik Cabana (Kreuzbandriss) antrat, einem frühen Rückstand hinterherrennen – Chad Bassen schoss Iserlohn nach 182 Sekunden in Führung. Doch innerhalb von vier Minuten drehten die Gaudet-Schützlinge den Spieß um. Für Bietigheim trafen Justin Kelly (16.) und Zientek (20.) jeweils in Überzahl sowie Matt McKnight (17.). In doppelter Überzahl erhöhte Kelly auf 4:1 (34.). Im letzten Durchgang erzielten Zientek (51.) und Max Prommersberger (60.) die Bietigheimer Powerplay-Treffer Nummer vier und fünf. Auf der Gegenseite waren Christopher Brown (53.) und Bassen (55.) erfolgreich. Damit hatte der Underdog mit 6:3 die Oberhand behalten. Trotz der drei Gegentore legte Goalie Ilya Sharipov einen starken Einstand hin und zeigte mit mehreren Paraden, warum die Steelers ihn ins Ellental gelotst haben.

Wieder jubelt ein DEL-Team

Im Endspiel machten am Sonntagabend die Fischtown Pinguins zunächst kurzen Prozess mit Olten. Rylan Schwartz, Brock Hooton, Chad Nehring und Jan Urbas schossen bis zur 28. Minute eine 4:0-Führung heraus. Erst dann schlugen die Schweizer zurück: Stéphane Heughebaert und Martin Ulmer verkürzten im zweiten Drittel noch auf 2:4. Dabei blieb es bis zum Schluss – und somit durfte zum bereits dritten Mal eine Mannschaft aus der DEL den Sieg beim Ice-Cup bejubeln.

2014: Nürnberg Ice Tigers (DEL)
Steelers auf Platz zwei

2015: Nürnberg Ice Tigers (DEL)
Steelers auf Platz zwei

2016: SønderjyskE (Dänemark)
Steelers auf Rang vier

2017: Fischtown Pinguins (DEL)
Steelers auf Platz drei

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