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Steelers bangen um Sommerfeld

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Einsatz fraglich: Der Bietigheimer Topstürmer und Überzahlspezialist Marcus Sommerfeld (vorne) – hier bei einem Spiel gegen den EHC Freiburg – leidet an einer Oberkörperverletzung.  Foto: 

Die Fans der Eispiraten Crimmitschau werden die aktuelle Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) wohl aus der Zeitung ausschneiden und als schöne Erinnerung behalten. Denn nach zwei Spieltagen führt der sonst meist auf die hinteren Tabellenplätze abonnierte Klub aus Westsachsen das Klassement an. Die Eispiraten sind der einzige Verein mit der Optimalausbeute von sechs Zählern. Nichts Neues gibt es dagegen im Unterland: Die Heilbronner Falken, die mit großen Erwartungen in die Hauptrunde gestartet sind, verloren die ersten zwei Partien und haben sich damit gleich wieder unten in der Tabelle eingenistet.

„Nach dem ersten Wochenende will ich noch keine Meinung abgeben. Mein Eindruck ist aber, dass die Liga noch besser und auch ausgeglichener geworden ist. Da kann jeder jeden schlagen“, sagt Kevin Gaudet, der Trainer der Bietigheim Steelers. Sein Team tritt an diesem Freitag (19.30 Uhr) beim EC Bad Nauheim und am Sonntag (17 Uhr) zu Hause gegen die Wölfe Freiburg an.

Der 53 Jahre alte Kanadier ist mit dem Saisonstart und den drei Punkten aus den Auftaktduellen gegen die Topklubs Löwen Frankfurt und Kassel Huskies „zufrieden“. Beide Spiele wurden erst in der Verlängerung entschieden. Beim Titelverteidiger Löwen Frankfurt verlor der SCB mit 3:4, zwei Tage später durfte der Vizemeister gegen Kassel dagegen einen 4:3-Heimerfolg bejubeln. Was Gaudet allerdings wurmt, sind die sieben Treffer, die die Steelers schon kassiert haben. „Dreieinhalb Gegentore im Schnitt sind zu viel. Wir haben dumme Fehler gemacht. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Defensive“, sagt der Coach.

Die Personalsituation im Ellental bleibt derweil angespannt. Der Langzeitverletzte Frédérik Cabana, den Gaudet erst in zwei Monaten zurückerwartet, sowie der am Oberkörper verletzte Andrew McPherson sind am Wochenende sicher nicht dabei. Ein dickes Fragezeichen steht außerdem hinter dem Einsatz von Topstürmer und Überzahlspezialist Marcus Sommerfeld, der ebenfalls an einer „Oberkörperverletzung“ laboriert, wie es Gaudet etwas nebulös formuliert. Auch die Abwehrroutiniers Rob Brown (Oberkörper) und Adam Borzecki (Leiste) schlagen sich mit Blessuren herum und drohen auszufallen. Dafür kehrt Angreifer Max Lukes nach auskurierter Schambeinzerrung ins Aufgebot zurück.

Pauli ist der Topscorer beim EC

Der Freitagsgegner aus Bad Nauheim hat wie Bietigheim drei Zähler auf dem Konto. Am ersten Spieltag feierten die Hessen gegen Heilbronn einen souveränen 3:0-Heimsieg. Die erste Auswärtspartie ging bei den Ravensburg Towerstars dagegen knapp mit 3:4 verloren. Drei der sechs erzielten EC-Tore steuerte Mittelstürmer Andreas Pauli bei. „Bad Nauheim hat gut eingekauft und viele neue Spieler. Das Team ist besser als in der letzten Saison. Ich erwarte ein knappes Spiel“, sagt Gaudet. Sein Bad Nauheimer Kollege Petri Kujala spricht ebenfalls anerkennend vom Gegner. „Bietigheim ist eine gewachsene, starke Mannschaft. Wir sind aber auch gut in die Saison gestartet, daher wollen wir, unabhängig vom Gegner, weiter auf uns schauen und unser Spiel machen“, stellt der 47-jährige Deutsch-Finne fest.

Der Auftakt-Spieltag in der DEL 2 war mit einem Schnitt von 3092 Fans der stärkste Saisonbeginn der vergangenen Jahre, was den Zuschauerzuspruch anbelangt – wobei das Summer-Game aus der vergangenen Spielzeit herausgerechnet wurde. In der Saison 2016/2017 lag der Schnitt beim Auftakt bei 2799 und in der Runde davor bei 2756 Fans. Insgesamt besuchten 33.477 Eishockey-Begeisterte die ersten 13 Partien. Dies entspricht 2575 Zuschauer pro Begegnung. Der Topwert waren die 5300 Fans, die das Duell zwischen dem Meister Löwen Frankfurt und den Bietigheim Steelers – die Wiederauflage des vergangenen Playoff-Finales – verfolgten. bz

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