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Sächsisches Wochenende

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René Schoofs (links) und die Steelers ­– hier im Duell gegen die Lausitzer Füchse – bekommen es am Wochenende mit zwei weiteren Teams aus Sachsen zu tun: mit Crimmitschau und Dresden.  Foto: 

Nach der durch die Handball WM der Frauen bedingten Heimspiel-Zwangspause geht es für die Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) mit einem sächsischen Wochenende weiter. Und das hat es durchaus in sich. An diesem Freitag (20 Uhr) geht es zum Tabellensiebten Eispiraten Crimmitschau, am Sonntag (17 Uhr) schaut mit den Dresdner Eislöwen das zweitbeste Auswärtsteam beim zu Hause noch ungeschlagenen SCB vorbei.

Crimmitschau galt lange als das Überraschungsteam der aktuellen Saison. Haben die Westsachsen, die im Vorjahr noch das Tabellenende der Liga zierten, nach noch nicht einmal der Hälfte der Saison schon 36 Punkte gesammelt. Im Vorjahr waren es insgesamt nur 43 gewesen. Zuletzt stockte der Motor allerdings ein wenig. Aus den letzten fünf Partien gab es nur noch einen Zähler. Allerdings waren drei der Partien auch gegen die Spitzenteams aus Frankfurt, Dresden und Kassel. Es gab aber auch eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen die derzeit ebenfalls schwächelnden Bad Nauheimer und ein nicht weniger bitteres 0:3 gegen die sehr bescheiden in die Saison gestarteten Heilbronner Falken. Zuletzt gab es sogar eine 0:7-Pleite in Kassel. Allerdings hatten die Steelers dort ja auch wenig zu bestellen.

Die Partien gegen die Spitzenteams offenbarten eine Schwäche der Eispiraten. Die Defensive ist ohne Rückhalt Ryan Nie, der vor der Saison nach Glasgow zu Braehead Clan abgewandert ist, nicht mehr so schwer zu knacken, wie in den letzten Jahren, als sich auch die Steelers einige Male die Zähne an Nie ausbissen. Das war auch beim Bietigheimer  7:3-Hinspielsieg erkennbar. Mit bereits 80 Gegentoren stellen die Crimmitschauer die zweitschlechteste Defensive in der oberen Tabellenhälfte. Dazu kommt mit 65 erzielten Toren der fünftschlechteste Angriff der Liga. Dennoch ist es für Steelers-Trainer Kevin Gaudet das mit Abstand stärkste Crimmitschauer Team in seiner Amtszeit bei den Steelers. „In den letzten sechs Jahren hatten wir immer Probleme in Crimmitschau und dieses Mal wird es nicht leichter“, warnt Gaudet.

Ungemütliche Halle

Die Eispiraten können zur Zeit aber immer seltener ihr volles Leistungspotenzial abrufen, zumal sie ihren Vorteil, dass sie ihre eigene, sehr kalte, halboffene Halle eigentlich besser kennen müssten, als die Gegner, noch nicht so recht nutzen konnten. Mit 21 Heim- und 15 Auswärtspunkten ist die Bilanz der Westsachsen beinahe ausgeglichen. 34 Gegentore auf heimischem Eis sind sogar der viertschlechteste Wert der Liga. Dennoch warnt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch vor der Partie, da vor allem eben die kalte Eishalle ungewohnt ist. Sind doch inzwischen die meisten Eishallen sehr moderne, meist klimatisierte Arenen. „Ich hoffe, dass wir uns in Bayreuth an die Kälte gewöhnen konnten“, so Schoch. Und auch Trainer Kevin Gaudet sieht eher einen anderen Trend. „Momentan haben sie auswärts Probleme. Ich weiß nicht genau warum. Zuhause sind sie aber eine Macht“, so Gaudet.

Das deutlich schwerere Spiel am Wochenende dürfte für die Steelers das Heimspiel am Sonntag werden, wenn um 17 Uhr das beste Heimteam der Liga – mit erst einem einzigen abgegebenen Punkt – auf das zweitbeste Auswärtsteam trifft. Allerdings wird es kaum ein Offensivspektakel geben. Denn die Dresdner Eislöwen haben auswärts mit die wenigsten Tore in der Liga kassiert und geschossen. Trotz negativer Tordifferenz sprangen so schon 19 Punkte in zwölf Auswärtsspielen, also etwas mehr als die Hälfte der möglichen Punkte, heraus.

Dass die Dresdner, die seit dieser Saison von Kevin Gaudets „Erzfeind“ Franz Steer trainiert werden, insgesamt sehr unangenehm zu spielen sind, mussten die Steelers schon im Hinspiel erkennen, als die Eislöwen nach einer zwischenzeitlichen 4:0-Führung mit 4:2 die Oberhand und damit die Punkte in Elbflorenz behielten.

Gaudet kann bis auf die beiden Langzeitverletzten Justin Kelly und Frederik Cabana sein bestes Team ins Rennen schicken. Auf der Torhüterposition wird er sich auch auf zuletzt Bewährtes verlassen. Zumindest am Freitag in Crimmitschau wird Sharipov zwischen den Pfosten stehen.

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