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Offensivspektakel im Ellental

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Die Abwehrformationen beider Teams nahmen es am Freitagabend mit der Deckungsarbeit nicht allzu genau. Hier steht Towerstars-Torhüter Jonas Langmann im Brennpunkt.   Foto: 

Die Bietigheim Steelers haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) auch ihr drittes Heimspiel gewonnen. Sie schlugen den württembergischen Rivalen Ravensburg Towerstars am Freitagabend mit 7:5. Es war die bisher zweittorreichste Partie in dieser Hauptrunde. Nur beim Duell zwischen dem SC Riessersee und Bad Tölz (9:4) fielen noch mehr Treffer. Mit dem vierten Saisonsieg verbesserte sich die Mannschaft aus dem Ellental auf den zweiten Tabellenplatz.

Beide Teams zeigten den 2134 Zuschauern in der EgeTrans-Arena ein Offensivspektakel und insgesamt zwölf Treffer. Die Kehrseite waren die schwachen Abwehrleistungen. Allzu oft ließen die Vorderleute ihre Torhüter Sinisa Martinovic und Jonas Langmann im Stich – und die mussten das Ganze dann ausbaden. „In der Offensive habe ich bisher kaum ein besseres Spiel gesehen, aber umgekehrt habe ich so viele Fehler in der Abwehr auch schon lange nicht mehr gesehen. Wir haben manchmal die Defensive vergessen“, sagte SCB-Coach Kevin Gaudet. „Die vielen Tore sind schön für die Zuschauer, aber als Trainer macht das keinen Spaß. Es ist hart, sich das von außen anzuschauen.“

Seine Profis hatten gegen Ravensburg die Auftaktphase verschlafen und lagen durch einen Treffer von Towerstars-Kapitän Vincenz Mayer bereits nach 95 Sekunden mit 0:1 zurück. Bietigheim schoss erst in der sechsten Minute zum ersten Mal aufs Gästetor –  Langmann wehrte mit dem Schoner ab. Doch dann entfachten die Steelers ihren berüchtigten Angriffswirbel. Beim 1:1 kombinierten sich René Schoofs und Marcus Sommerfeld durch, und Topscorer Matt McKnight vollstreckte (8.). Das 2:1 fiel unmittelbar nach einem Bully. Diesmal schlug Tyler McNeely nach Vorarbeit von Norman Hauner und Shawn Weller zu (10.). Bereits am vergangenen Sonntag hatte der kanadische Neuzugang gegen Freiburg getroffen, da noch mit einem Empty-Net-Tor. Und den schönsten Treffer des Abends zum 3:1 fädelte McKnight ein – der von ihm freigespielte Alexander Preibisch jagte den Puck unter die Latte (15.).

Auch den Beginn des zweiten Durchgangs setzten die Steelers in den Sand. Innerhalb von 74 Sekunden schaffte Ravensburg den Ausgleich. Zunächst überwand Thomas Supis den alleingelassenen Martinovic bei einem Konter mit einem trockenen Schuss, als die Towerstars in Unterzahl waren (23.). Kurz darauf krönte der Ex-Bietigheimer Arturs Kruminsch ein Powerplay mit dem 3:3 (24.). Das SCB-Ensemble war eiskalt erwischt worden.

Bietigheimer Nachlässigkeiten

Nach diesen beiden Nackenschlägen präsentierten sich die Steelers vorübergehend wieder wacher und angriffslustig. Hauner war es schließlich vorbehalten, den Vizemeister erneut in Front zu schießen. Nach einem Zuspiel des glänzend aufgelegten McNeely stocherte der Stürmer die Scheibe an Langmanns Schoner vorbei zum 4:3 ins Netz (28.). Die Schiedsrichter vergewisserten sich mit Hilfe des Videobeweises – und zeigten nach dem Studium der Bilder auf den Mittelkreis. Ein klarer Fall war dagegen Schoofs Treffer zum 5:3 – sein Distanzschuss passte genau ins lange Eck (34.). Doch dann bestraften die Towerstars die Bietigheimer Nachlässigkeiten in der Defensive. Praktisch im Gegenzug verkürzte Kruminsch mit seinem zweiten Tor auf 4:5 (34.). Ebenso ungehindert durfte Adam Lap­sansky in der 36. Minute zum 5:5 einschießen.

Im Schlussdrittel rissen sich die beiden Abwehrreihen wieder zusammen und leisteten mehr Gegenwehr. So fielen „nur“ noch zwei weitere Treffer. Justin Kelly vollendete nach einem Pass von Max Lukes zum 6:5 (55.). Den Schlusspunkt setzte Benjamin Zientek mit einem Empty-Net-Tor in Überzahl (59.). Am Sonntag (17 Uhr) geht es für die Steelers mit einem Gastspiel bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser weiter. Die Sachsen waren am Freitag ebenfalls an einem torreichen Duell beteiligt: Sie gingen in Frankfurt mit 2:9 unter.

DEL 2, 5. Spieltag
Bietigheim – Ravensburg

7:5

Tore: 0:1 Mayer (2.), 1:1 McKnight (8.), 2:1 McNeely (10.), 3:1 Preibisch (15.), 3:2 Supis (23./Unterzahl), 3:3 Kruminsch (24./Überzahl), 4:3 Hauner (28.), 5:3 Schoofs (34.), 5:4 Kruminsch (34.), 5:5 Lapsansky (36.), 6:5 Kelly (55.), 7:5 Zientek (59./Überzahl/Empty Net).
Drittel: 3:1, 2:4, 2:0.
Strafminuten: 8 (4 Strafen) – 12 (6 Strafen).
Schiedsrichter: Alfred Hascher (Miesbach), Robert Paule (Bad Aibling); Zuschauer: 2134.

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