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Falken rüsten zum Höhenflug

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Der ehemalige Steelers-Stürmer Mark Heatley (rechts) geht künftig für die Heilbronner Falken aufs Eis. Er spielte zuletzt je eine Saison für den SC Riessersee und Manchester Storm.  Foto: 

Die sportlich weiter unbefriedigende Situation in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) durch das Fehlen einer Auf- und Abstiegsregelung mit der DEL scheint vielen Fans im Unterhaus nichts auszumachen. Etliche Vereine wie die Bayreuth Tigers, die Lausitzer Füchse oder die Ravensburg Towerstars verzeichnen neue Rekordzahlen bei den abgesetzten Dauerkarten. Die Aufgebote wurden auch in diesem Jahr zum Teil kräftig durchgemischt. Die meisten Klubs haben sie weitgehend zusammen. Dieser Tage beginnen die Kufencracks von Weißwasser ganz im Osten bis nach Garmisch-Partenkirchen im Süden wieder mit ihrer Arbeit auf den Eisflächen, um bis zum Saisonstart am 15. September vorbereitet zu sein.

Bei den Dresdner Eislöwen hat das bayerische Urgestein Franz Steer das Kommando übernommen. Nach dem Abstieg der Starbulls Rosenheim wechselte deren langjähriger Trainer an die Elbe. Steer hat die schwere Aufgabe, aus wenigen verbliebenen Spielern und einem Dutzend Neuzugängen eine neue Mannschaft zu formen.

Das ist auch die Aufgabe des Österreichers Gerhard Unterluggauer bei den Falken in Heilbronn. Diesmal soll es am Neckar endlich wieder eine sorgenfreie Saison und vielleicht sogar einen Höhenflug geben. Die Voraussetzungen dafür wurden mit namhaften Neuzugängen wie Spielmacher Justin Maylen, den DEL-2-bewährten Corey Mappes (Kassel), Marcus Götz (Bad Nauheim), Stephan Kronthaler (Rosenheim) und Dennis Palka (Weißwasser), Brad Ross (Iserlohn) aus der DEL sowie Mark Heatley, der aus Manchester nach Deutschland zurückkehrt, geschaffen. Im Gegenzug sind aber auch gute Leute wie Rylan Schwartz (Bremerhaven), Gron (Frankfurt) oder Ville Järvelainen aus dem Falkennest verschwunden.

Beim amtierenden Meister Frankfurt haben 13 Löwen den Käfig verlassen. Lukas Laub (Düsseldorf) und Joel Keussen (Krefeld) haben sich für Verträge in der DEL empfohlen. Von dort haben Trainer Paul Gardner und Sportchef Rich Chernomaz den Ex-Bietigheimer Tim Schüle (Düsseldorf) und Vladislav Filin (Nürnberg) geholt, zudem werden vier Spieler der Kölner Haie mit einer Förderlizenz ausgestattet. Zu einem Volltreffer entwickeln könnte sich Tyler Gron nach seiner starken Saison bei den Heilbronner Falken.

Stammkräfte weiter dabei

Leistungsträger des Meisterteams wie Torwart Brett Jaeger, die Verteidiger Mike Card und Pawel Dronia sowie die Stürmer Brett und Clarke Breitkreutz, C.J. Stretch, Matt Pistilli und Patrick Jarrett stehen weiter in Frankfurt unter Vertrag. Die Kassel Huskies reduzierten ihr Aufgebot, führten ihm aber mit Rückkehrer Mike Little und Lukas Koziol (beide Krefeld) Qualität aus der DEL zu. Die Roten Teufel aus Bad Nauheim müssen den Abgang von Spielmacher Charlie Sarault verkraften. Der Powerplay-Experte stellt seine Dienste künftig dem ESV Kaufbeuren zur Verfügung. Einen Typ vom Kaliber Sarault benötigen die Allgäuer allerdings auch, denn sie haben etliche Stammkräfte verloren. Dafür wurde der Kader personell aufgerüstet, hervorstechen bei den Neuzugängen Verteidiger Christoph Kasten aus Bayreuth sowie die Stürmer Joseph Lewis aus Rosenheim und Steven Billich aus Schwenningen. In Bad Nauheim muss Trainer Petri Kujala einen Neuaufbau stemmen. Denn nicht nur Sarault hat die hessische Kurstadt verlassen. Auf der Abgangsseite stehen Namen wie Marcus Götz (Heilbronn), Jonas Gerstung (Bayreuth) und Joel Johansson (SC Riessersee), die weiter in der DEL 2 spielen werden. Diego Hofland (Krefeld) und Eugen Alanov (Nürnberg) schlossen Verträge in der DEL ab. Von dort wechseln mit Torwart Felix Bick (Düsseldorf), Noureddine Bettahar (Iserlohn) und Alexander Trivellato (Schwenningen) nach Mittelhessen.

Die Eispiraten Crimmitschau wollen in diesen Tagen die zwei noch offenen Kontingentstellen besetzen, um mit fünf Ausländern in die Vorbereitung starten zu können. Mit den Neuzugängen Will Weber, Jordan Knackstedt und Ales Kranjic sind drei Plätze belegt. Stetig weitergehen soll die Entwicklung der Bayreuth Tigers unter Trainer Sergej Wassmiller, der den Verein von der Bayernliga bis in die Playoffs der DEL 2 geführt hat. Die Fraktion der Spieler aus Osteuropa verstärken die Angreifer Ziga Pesut aus Ljubljana und Michael Barta aus Pardubice. Ein Torwart aus Tschechien soll bei den Freiburger Wölfen den Abgang von Lukas Mensator kompensieren. Miroslav Hanjulak kommt aus Kladno nach Freiburg.

Aufsteiger setzt auf Bewährtes

Ein munteres Kommen und Gehen gab es bei den Lausitzer Füchsen. Den 14 Abgängen stehen bislang 13 Neuzugänge gegenüber. Darunter sind drei Spieler, die in der Vorsaison in der ersten österreichischen Liga (Ebel) gespielt haben. Die Tölzer Löwen vertrauen in erster Linie ihrem Aufstiegskader, den die DEL-2-erfahrenen Andreas Schwarz, Andreas Mechel (beide Bietigheim) und Manuel Edfelder (Rosenheim) sowie der Wiener Andreas Zako verstärken sollen. Der SC Riessersee setzt auf den bisherigen Co-Trainer Toni Söderholm als Chefcoach, Tim Regan hat den Posten des Sportlichen Leiters übernommen. Die Auswahl der Neuen scheint Regan gelungen zu sein. Joel Johansson (Bad Nauheim), Lubor Dibelka (Wolfsburg) und Richie Müller (Frankfurt) bringen viel Qualität mit nach Garmisch-Partenkirchen.

Diese besitzen auch die Neuzugänge der Towerstars Ravensburg, allen voran David Zucker (Bremerhaven), Thomas Supis (Krefeld) und Marc Schmidpeter (Ingolstadt) aus der DEL sowie Robin Just von den Bietigheim Steelers.

Der große Umbruch im mit vielen erfahrenen Spielern besetzten Kader des DEL-2-Vizemeisters Bietigheim Steelers fand nicht statt. Trainer Kevin Gaudet vertraut auch in der kommenden Saison, die für die Steelers mit dem Gastspiel am 15. September 2017 beim Meister Löwen Frankfurt beginnt, weitgehend auf bewährte und zum Teil langjährige Kräfte. Die durch sieben Abgänge entstandenen Lücken im Aufgebot wurden meist Eins-zu-eins ersetzt – zumindest von den Positionen her. Ob die Qualität verbessert werden konnte, wird sich im Saisonverlauf zeigen.

Einen Herausforderer erhält Stammtorhüter Sinisa Martinovic. Der für das kaum oder gar nicht zum Einsatz gekommene Torhüterduo Andreas Mechel und Patrick Golombek verpflichtete Ilya Sharipov, der mit einer Förderlizenz des deutschen Meisters EHC München für den SC Riessersee im Tor stand, heizt den Konkurrenzkampf mit dem bislang unangefochtenen Martinovic an. Das Verteidigerduo Sebastian Alt und Andreas Schwarz wurde durch den Rückkehrer Benjamin Hüfner, der zusammen mit Sharipov beim SC Riessersee gespielt hat, sowie den beiden Talenten Kodi Schwarz und Fabian Dolezel ersetzt. Hüfner ist technisch stark und schnell und bringt körperliche Präsenz ein.

Vier neue Stürmer gehören dem Aufgebot an. Die Rollen von David Wrigley, der eine schwächere Saison hinter sich hat, und des stets zuverlässigen Robin Just teilt sich ein Quartett mit Tyler McNeely, Norman Hauner, Alexander Preibisch und dem 38-jährigen Andrew McPherson. Er könnte in der Reihe mit Max Lukes und Benjamin Zientek zunächst Frederik Cabana ersetzen. Damit sind die Steelers im Sturm zumindest personell stärker aufgestellt. Jugendlichkeit bringen zudem die Förderlizenzspieler Philipp Messing und Fabian Veit vom ERC Sonthofen sowie Leon Müller aus dem eigenen Nachwuchsbereich in den Kader ein. cp

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