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Die Steelers machen es wieder spannend und gewinnen knapp

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So schön jubelt Shawn Weller. Der 31-jährige Kanadier brachte die Bietigheim Steelers mit zwei Toren in der zweiten und dritten Minute gegen Kaufbeuren 2:0 in Führung.  Foto: 

Die Bietigheim Steelers haben es wieder einmal spannend gemacht. Nach einer 2:0-Führung schon nach drei Minuten mühten sie sich gegen den ESV Kaufbeuren zu einem 3:2-Sieg. Der geriet in den letzten zehn Minuten gewaltig in Gefahr, denn die Gäste aus dem Allgäu drängten vehement auf den Ausgleich. Den verhinderte mehrfach Steelers-Torhüter Ilya Sharipov.

Bei den Steelers war Rob Brown wieder dabei und verteidigte an der Seite von Adam Borzecki. Für den ESV Kaufbeuren war es bereits der vierte Auswärtsauftritt hintereinander. Am Sonntag darf Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann gegen die Wölfe Freiburg erstmals im neuen Kaufbeurer Eisstadion ran. Ihre Auswärtsstärke, die ihnen zwei Siege aus drei Partien eingebracht hat, zeigten die Kaufbeurer auch in Bietigheim. Allerdings erst nach einer spektakulären Anfangsphase.

In der zweiten Minute schlug die frühere Rosenheim-Connection, die jetzt das Steelers-Trikot trägt, erstmals zu. Norman Hauner legte auf für Shawn Weller, und der erzielte das 1:0. Beide hatten einst auch gemeinsam für die Starbulls Rosenheim gespielt. Und das zusammen mit Tyler McNeely. 102 Sekunden nach der 1:0-Führung  lieferte McNeely die Vorlage nach einem schönen Konter in Überzahl, und wieder bewies Weller Torjägerqualitäten und hämmerte den Puck in den oberen Torwinkel.

Zweifache Überzahl ohne Tor

Die Kaufbeurer berappelten sich und zeigten ihre Qualitäten in der Offensive. Sharipov, der im Bietigheimer Tor Sinisa Martinovic wieder abgelöst hatte, ließ den Puck nach einem Schuss von Sami Blomqvist abprallen, Joseph Lewis setzte nach und schob die Scheibe über die Linie (7.). Danach hätten die Steelers bereits für eine Vorentscheidung sorgen können. Zuerst scheiterte McNeely nach einem Traumpass von Hauner an ESV-Torwart Stefan Vajs, dann vergeigten die Gastgeber eine zweifache Überzahl für knapp zwei Minuten. „Wir hatten einen super Anfang. Das Fünf gegen Drei war für uns ein Killer. Da hatten wir drei Riesenchancen“, meinte Steelers-Trainer Kevin Gaudet hinterher. Für die Kaufbeurer hatte die ungenutzte Überzahl der Steelers die umgekehrte Wirkung. „Das Drei gegen Fünf hat uns zurückgebracht, danach haben wir hervorragend gespielt“, meinte ESV-Coach Brockmann.

Das Mitteldrittel war eine zerfahrene Angelegenheit mit vielen Fehlpässen. Beide Mannschaften verteidigten aber auch geschickt und hatten gute Torhüter. Den Steelers fehlte es an der Spielkultur, viele Kombinationen wurden nicht mit einem Abschluss beendet, sondern häufig von den fleißig verteidigenden Gästen vorzeitig gestoppt.

In der 42. Minute traf Benjamin Zientek dann mit einem satten Schuss ins leere Tor. Kaufbeurens Torhüter Vajs wollte klären, hatte sich weit von seinem Gehäuse entfernt, den Puck verfehlt und so die Tür zum 3:1 weit aufgemacht. Nach dem 2:3-Anschlusstor durch Jere Laaksonen (50.) drängten die Gäste mit Macht auf den Ausgleich. Die Bietigheimer hatten Schwerstarbeit vor ihrem Tor zu leisten. Was durchkam, meisterte Sharipov.

DEL 2, 7. Spieltag
Bietigheim – Kaufbeuren

3:2

Drittel: 2:1, 0:0, 1:1.
Tore: 1:0 Weller (2.), 2:0 Weller (3.), 2:1 Blomqvist (11.), 3:1 Zientek (42.), 3:2 Laaksonen (50.).
Strafminuten: 8 (4 Strafen) – 10 (5 Strafen); Schiedsrichter: Kevin Salewski (Hannover), Jens Steinecke (Erfurt); Zuschauer: 2246.

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