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Riesen bekräftigen ihren Protest

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Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath geht gelassen mit dem Ludwigsburger Protest um.  Foto: 

Am Freitagvormittag rauchten in der Vorstandsetage der MHP Riesen Ludwigsburg die Köpfe. Klubchef Alexander Reil und der Führungszirkel grübelten über den Protest, den der Basketball-Bundesligist am Abend zuvor beim Gastspiel in Ulm eingelegt hatte. Dieses hatten die Riesen mit 81:91 verloren, womit das Aus im Playoff-Viertelfinale besiegelt war.

Bis Freitagmittag lieferten die Riesen die in den Statuten geforderte formale Begründung für ihren Einspruch gegen die Spielwertung hinterher. Der Verein argumentiert mit einem „klaren Regelverstoß“ der Unparteiischen Benjamin Barth, Martin Matip und Christof Madinger. „Das Recht, während eines Spiels Protest beim Kommissar einzulegen, welches in den Regularien explizit vorgesehen ist, wurde dem Ludwigsburger Trainer John Patrick nicht nur verwehrt, sondern er wurde hierbei von den Schiedsrichtern mit einem technischen Foul und der damit verbundenen Disqualifikation bestraft. Dies ist ein nicht zulässiger Vorgang“, heißt es in einer Mitteilung der Riesen. Dagegen hatten die Gäste durch Kapitän David McCray bereits in der Halbzeitpause offiziell Protest eingelegt.

„Es ist klar erkennbar gewesen, dass John Patrick nach dem ersten technischen Foul ausschließlich mit dem Kommissar kommunizieren wollte, um Protest anzumelden. Daraufhin entschieden die Schiedsrichter umgehend auf ein zweites technisches Foul, ohne hören zu können, worum es in der Kommunikation Kommissar – John Patrick geht“, heißt es in der Ludwigsburger Stellungnahme. Das Verhalten der Schiedsrichter wertet der Klub als „inakzeptabel“. Zugleich betont er, dass sich die jetzige Vorgehensweise „in keiner Weise gegen die Mannschaft und Fans von Ratiopharm Ulm“ richte.

Nun liegt der Ball bei Dirk Horstmann, dem Spielleiter der Basketball-Bundesliga (BBL). Bis Redaktionsschluss war noch keine Entscheidung bekannt. Die Riesen rechnen bis spätestens Samstag mit einem Bescheid. Sollte dieser negativ ausfallen, hätte der Klub noch die Möglichkeit, das Schiedsgericht als nächst­höhere Instanz anzurufen. Die Zeit drängt, denn bereits am Sonntag (15 Uhr) treffen die Ulmer Korbjäger in der Ratiopharm-Arena im ersten Halbfinalduell auf die EWE Baskets Oldenburg an. Die Niedersachsen reisen an diesem Samstag an.

Im Ulmer Lager sieht man den Ludwigsburger Protest gelassen. „Ich mache mir darüber keinen Kopf“, sagte Trainer Thorsten Leibenath bei der Pressekonferenz von Ratiopharm am Donnerstag anlässlich des anstehenden Halbfinales gegen Oldenburg. Ein etwaiges Wiederholungsspiel in Ludwigsburg müsste bereits an diesem Wochenende stattfinden, um den ohnehin dicht gedrängten Playoff-Kalender nicht völlig durcheinander zu wirbeln. Am Freitag hat Patrick den Riesen-Profis freigegeben – „zum Durchschaufen“, wie Pressesprecher Björn-Lars Blank feststellte. Vielleicht brauchen sie ihre Energie ja noch für ein sechstes Spiel...

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