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Die Ulmer erkämpfen sich Vorteile unter dem Korb

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Zwei der besten Spieler ihrer Teams im direkten Duelll: DJ Kennedy (links) von den MHP Riesen Ludwigsburg versucht den Ulmer Casey Prather zu überlaufen.  Foto: 

Die Best-of-five-Serie im Playoff-Viertelfinale der Bundesliga zwischen den MHP Riesen Ludwigsburg und Ratiopharm Ulm geht über mindestens vier Spiele. Mit einem 82:76-Sieg in der Ludiwgsburger MHP-Arena glichen die Ulmer zum 1:1 aus, nachdem Ludwigsburg das erste Spiel am Samstag in Ulm mit 83:80 nach Verlängerung gewonnen hatte. Spiel drei findet am Samstag um 18 Uhr in Ulm statt, die Riesen haben am Dienstag um 20.30 Uhr erneut Heimrecht.

Auch das zweite Playoff-Spiel zwischen Ludwigsburg und Ulm war eine hart umkämpfte Angelegenheit mit einem starken Ludwigsburger Mannschaft in den ersten 20 Minuten. Danach allerdings spielten die Ulmer ihre Klasse aus und gewannen verdient. Sie erkämpften sich vor allem unter dem Korb klare Vorteile gegen die Riesen.

Als kurz vor Spielbeginn Kelvin Martin in die MHP-Arena einlief, brandete tosender Beifall auf. Der bullige Mann mit der Nummer sechs hatte ein paar Wochen aufgrund einer Verletzung gefehlt. Gesteigert wurde die Stimmung in der ausverkauften Arena beim Einlaufen von Rocky Trice, dem Matchwinner von Spiel eins, als er sieben Dreier verwandelt hatte. Bei den Ulmern fehlten mit Tim Ohlbrecht und Da’Sean Butler weiter zwei Leistungsträger. Butler war zur moralischen Unterstützugn seines Teams mit am Spielfelrand dabei. Unter den Besuchern war auch Prominenz aus anderen Sportarten wie Tennisspielerin Laura Siegemund, die Nummer 36 der Weltrangliste und Gewinnerin des Porsche-Grand-Prix-Turniers in Stuttgart, Fußball-Profi Timo Baumgartl vom Zweitligisten VfB Stuttgart und der ehemalige VfB-Trainer Jürgen Kramny.

Die Ulmer gewannen zwar den ersten Sprungball, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, weil ihr Spielmacher Per Günther mit zwei Distanzwürfen den Ludwigsburger Korb verfehlte. Besser machte es da DJ Kennedy auf der anderen Seite, der den zweiten Versuch der Gastgeber zum 7:4 versenkte. Die Stimmung unter der Riesen-Fans kochte hoch, als Trice Sekunden nach seiner ersten Einwechslung den nächsten Dreier der Ludwigsburger verwandelte und für die 12:7-Führung sorgte. Der Konter von Casey Prather saß allerdings auch und die Ulmer verkürzten auf 10:12. Die Riesen gingen mit einem knappen 21:20 aus dem ersten Viertel.

Im zweiten Abschnitt bestimmten zunächst Kennedy und Trice das Geschehen. Der Höhepunkt des zweiten Viertels war der Dreier von Kennedy zum 33:25. Den Ulmern ging die Selbsverständlichkeit und die Sicherheit ab, die sie während der Hauptrunde von Sieg zu Sieg getragen hatten. Das änderte sich schlagartig nach einer Auszeit. Angeführt vom wieselflinken Günther drehten die Gäste auf, schafften das 33:33 und gingen durch Chris Babbs erfolgreichen Distanzwurf mit 36:35 in Führung. Die drehte Martin zwar schnell in ein 38:35, doch bis zur Halbzeit legten die Ulmer fünf Punkte nach, während es die Riesen noch auf zwei Zähler brachten.

Einen tollen Einstieg ins dritte Viertel fanden beide Teams. Zuerst versenkte Babb den nächsten Dreier, dann glich Cliff Hammonds auf die gleiche Weise aus. Die Ulmer waren so richtig in Fahrt und setzten sich nach und nach auf 59:50 ab und gingen mit einem 52:54-Vorsprung ins letzte Viertel. Da hielten sie zunächst die Riesen auf Distanz.

Hammonds verkürzt nochmals

Als Hammonds allerdings zwei Minuten vor Schluss mit einem Dreier zum 70:75-Anschluss erfolgreich war, wurden Erinnerungen ans erste Spiel geweckt, als die Ulmer in der Schlussphase auch auf fünf Punkte dran waren und eine Verlängerung erzwangen. Das gelang den Ludwigsburgern nicht. Prather und Babb setzten sich zweimal erfolgreich unterm Ludwigsburger Korb durch und als Braydon Hobbs zwei Freiwürfe nervenstark zum 81:72 im Riesen-Korb untergebracht hatte und nur noch etwas mehr als 30 Sekunden zu spielen waren, durften die Ulmer Fans den Ausgleich in der Viertelfinalserie feiern. Ihr Team siegte mit 82:76.

„Ulm hat verdient gewonnen. Das Team hat uns unter dem Korb dominiert. Obwohl wir Größenvorteile hatten, konnten wir das nicht ausnutzen. Gleichzeitig war es sehr schwer, Chris Babb im Eins-gegen-eins zu stoppen. Wir haben nicht schlecht verteidigt, dafür aber leider 19 Offensivrebounds an den Gegner abgegeben. Dennoch bin ich stolz darauf, dass wir im letzten Viertel zurückgekommen sind“, kommentierte der Ludwigsburger Trainer John Patrick die Partie. Sein Ulmer Kollege Thorsten Leibenath meinte: „Das ist eine verdammt schwierige und physische Serie. Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Ein Sieg in Ludwigsburg ist gut für unser Selbstvertrauen. Wir haben einen exzellenten Job im Rebound gemacht.“

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