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Riese Rocky Trice trifft 0,6 Sekunden vor Schluss

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Dreier-Spezialist Rocky Trice führt den Ball. Er sorgte für den ersten Sieg der MHP Riesen im Viertelfinale in Ulm  Foto: 

Mit seinem siebten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf machte Rocky Trice im ersten Viertelfinalspiel der Playoffs 0,6 Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Verlängerung den 96:93-Sieg der MHP Riesen beim Bundesliga-Hauptrundenersten Ratiopharm Ulm perfekt. Es war der dritte Erfolg der Ludwigsburger gegen die Überflieger von der Donau nach den Siegen in der Liga und im Pokal. Damit haben die Riesen in den Best-of-five-Serie vorgelegt und können im Heimspiel am Mittwoch (20.30 Uhr) einen Riesenschritt ins Halbfinale machen. „Es war ein unglaublich intensives Spiel auf beiden Seiten. Wir hatten einen Sahnetag von draußen, bei den Dreierwürfen, vor allem von Rocky Trice. Es war ein super Spiel vor allem auch für die Zuschauer, aber nicht für mein Herz“, sagte Gästetrainer John Patrick.

Mit 25 Punkten war Trice bester Werfer bei Ludwigsburg, 21 davon sammelte er mit seinen Dreiern. Von mutigen 27 Distanzwürfen der Gäste landeten 14 im Netz der Ulmer. Deren bester Werfer war Raymar Morgan, der vor der Partie zum besten Spieler der Hauptrunde (MVP) gekürt wurde. Bei den Riesen feierte Chad Toppert sein Comeback und glänzte mit vier Drei-Punkte-Würfen. Auch die Ulmer hatten mit Braydon Hobbs einen Rückkehrer im Team.

Hobbs gleicht mit Dreier aus

Beide Mannschaften toppten vor den 6200 Zuschauern in der Arena in Neu-Ulm in der Zusatzschicht die an Spannung ohnehin kaum mehr zu überbietende Schlussphase der regulären Spielzeit. In der letzten Minute brachte Chris Babb die Ulmer mit einem Dreier auf 78:80 heran. DJ Kennedy verwandelte anschließend nur einen von zwei Freiwürfen zum 78:81. Besser machte es Babb und verkürzte auf 80:81. Nachdem Kennedy zweimal von der Freiwurflinie zum 83:80 erfolgreich war, verblieben zwölf Sekunden auf der Uhr. Bei 0,9 Sekunden senkte sich der Ball nach einem Wurf von Hobbs von der Außenposition in den Ludwigsburger Korb zum 83:83-Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete.

Nach einem ausgeglichenem ersten Viertel lagen die Gastgeber mit 22:19 vorne. Im zweiten Abschnitt blieben die Ludwigsburger vier Minuten ohne Punkte. Dies nutzten die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath aus und setzte sich auf 33:19 ab. Dann allerdings erwachte in den Riesen der große Kampfgeist. Defensiv stabiler und vorne treffsicher legten sie einen 20:5-Punkte-Lauf hin und führten bei Halbzeit mit 39:38. Im dritten Viertel baute das Team von Coach John Patrick den Vorsprung auf 58:49 aus und ging mit einer 65:56-Führung ins Schlussviertel. Da wurde es gegen Ende wieder enger, denn der Hauptrundensieger holte beim 75:77 bis auf zwei Punkte auf. Dann erreichte die Spannung den Siedepunkt.

„Wir hätten das Spiel auch in der regulären Spielzeit schon gewinnen können. Die Ansage in der Schlussphase war, zu foulen, um keinen Dreier der Ulmer zuzulassen. In der Verlängerung haben wir dann kühlen Kopf behalten“, sagte Patrick. Sein Ulmer Kollege Thorsten Leibenath war dagegen bedient. „Wir müssen uns den Vorwurf machen, nicht gewonnen zu haben. Wir führen im zweiten Viertel mit 14 Punkten und lassen dann so nach.“ Vor dem zweiten Vergleich zeigt sich der Ratiopharm-Coach kämpferisch: „Jetzt wollen wir am Mittwoch in Ludwigsburg den Ausgleich in der Serie schaffen.“

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