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MHP Riesen spazieren in die zweite Runde

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Justin Sears (links), hier beim Wurf, war im Rückspiel gegen Bosna Royal Sarajevo mit 16 Zählern der erfolgreichste Ludwigsburger Punktesammler. Hier versucht ihn Milija Mikovic zu stoppen.  Foto: 

Die Champions League als Aufwärmprogramm – so muss es den MHP Riesen Ludwigsburg in der ersten Qualifikationsrunde gegen Bosna Royal Sarajevo vorgekommen sein. Dem souverän herausgespielten 85:59-Erfolg am Dienstag in Bosniens Hauptstadt ließ der Bundesligist am Donnerstagabend im Rückspiel einen 102:59-Kantersieg  folgen. Damit zogen die Riesen mit einem Gesamtvorsprung von 69 Zählern in die zweite Runde ein. Dort ist bereits am Sonntag (18 Uhr) in heimischer Halle Rumäniens Meister CS Universitatea Cluj-Napoca der Gegner. Das Rückspiel in Siebenbürgen geht zwei Tage später über die Bühne. Der Sieger dieser Paarung trifft am 29. September und 2. Oktober auf Basic-Fit Brüssel. Dann geht es um den Einzug in die Gruppenphase.  „Ich bin heute sehr zufrieden mit unserer Leistung. Besonders glücklich bin ich darüber, wie meine Spieler sich unterstützt und füreinander gekämpft haben“, sagte Trainer John Patrick, nachdem seine Schützlinge die erste Hürde mit Bravour genommen hatten.

Bosna Royal machte seinem Vereinsnamen keine Ehre und spielte alles andere als „königlich“. Das Team vom Balkan war den Riesen in allen Belangen unterlegen und hatte allenfalls Pro-A-Niveau. Das Ludwigsburger Tempo konnte Sarajevo nicht ansatzweise mitgehen, mitunter hatten die Gäste sogar Probleme, gegen die aggressive Verteidigung überhaupt aus der eigenen Spielhälfte zu kommen.

Das erste Pflichtspiel zu Hause entpuppte sich für die Riesen vor den 2600 Zuschauern als lockere Trainingseinheit. Der Favorit legte furios los und führte nach viereinhalb Minuten schon mit 12:0, ehe dem Gast unter dem Jubel der vielen bosnischen Fans die ersten zwei Punkte gelangen. Angesichts der drückenden Überlegenheit schickte Patrick den 18-jährigen Youngster Mateo Seric bereits in der siebten Minute  aufs Feld, um ihm Wettkampfpraxis zu geben. Zum Einstand verwarf der deutsche U-18-Nationalspieler allerdings gleich einmal zwei Freiwürfe. Am Ende hatte Seric aber sechs Punkte in der Statistik stehen. Generell ließ die Erfolgsquote vom Strich mit 69 Prozent noch etwas zu wünschen übrig, was aber gegen diesen Gegner nicht ins Gewicht fiel. Adika Peter-McNeilly schloss den ersten Durchgang würdig mit einem Dreier zum 26:9 ab. Bis zur Halbzeitpause baute Ludwigsburg die Führung auf 54:21 aus und war damit stramm auf 100-Punkte-Kurs. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte jeder Riesen-Profi gepunktet.

Im dritten Viertel drehte ein Korbjäger von Sarajevo auf: Goran Ikonic. Der Kapitän der Bosnier verwandelte vier Dreipunktewürfe und einen weiteren Versuch aus der Nahdistanz, sodass er innerhalb kurzer Zeit mit 14 Zählern zum Topscorer seiner Mannschaft wurde. Das Debakel des Außenseiters konnte freilich auch Ikonic nicht verhindern.

Neuzugänge punkten zweistellig

Mit einer 75:38-Führung gingen die Riesen in den letzten Spielabschnitt. Längst ließ es die Mannschaft aus der Barockstadt gemächlicher angehen. Mit einem Dreier knackte Peter-McNeilly in der vorletzten Minute die 100-Punkte-Marke. Am Ende triumphierte Ludwigsburg mit 102:59. Mit Justin Sears, Elgin Cook, Peter-McNeilly, Thomas Walkup und Dwayne Evans punkteten gleich fünf Riesen-Neuzugänge zweistellig. „Das war eine starke Mannschaftsleistung. Es war großartig, das erste Mal vor unseren Fans zu spielen“, stellte Topscorer Sears fest.

MHP Riesen Ludwigsburg: Cook (14), Sears (16), Walkup (12), Evans (11), Johnson (2), McCray (6), Geske (7), Peter-McNeilly (13), Koch (8), Seric (6), Waleskowski (4), Thiemann (3).
Bosna Royal Sarajevo: Walker (6), Pasajlic, Ikonic (16), Knezevic (5), Bradford (3), Residovic (8), Curevac (1), Mikovic (12), Delmo, Radukic (3), Sturanovic (2), Durak (3).

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