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MHP Riesen erzwingen ein entscheidendes fünftes Spiel

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David McCray (rechts), hier gegen den Ulmer Chris Babb, steuerte am Dienstagabend vier Punkte zum Ludwigsburger Heimsieg bei. In der Verteidigung war der Riesen-Kapitän wieder einer der Besten.    Foto: 

Ein Roter mit einem Herz für die gelben Riesen. „Ich bin heute für Ludwigsburg, aber ich glaube, dass Ulm einen Tick stärker ist“, sagte Christian Gentner, der Kapitän des künftigen Fußball-Erstligisten VfB Stuttgart, vor dem vierten Playoff-Viertelfinalspiel zwischen den MHP Riesen Ludwigsburg und Ratiopharm Ulm – und tippte auf einen Auswärtserfolg des favorisierten Hauptrundensiegers von der Donau. Gentner, der sich das Schwabenduell in der MHP-Arena gemeinsam mit seinen VfB-Teamkollegen Daniel Ginczek und Timo Baumgartl anschaute, lag falsch. Mit 84:76 (34:35) setzte sich Ludwigsburg am Dienstagabend durch und glich damit in der Best-of-five-Serie nach vier Partien zum 2:2 aus. Damit kommt es nun am Donnerstag (19 Uhr) in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena zu einem entscheidenden fünften Duell um den Einzug ins Halbfinale. Mit 23 Punkten war der erneut überragende Center Jack Cooley der Matchwinner bei den Riesen.

Die Ludwigsburger Korbjäger gingen mit einem Handicap in die für sie so wichtige Begegnung: Spielmacher D.J. Kennedy lief mit zwei bandagierten Fingern an der rechten Hand auf. Der US-Amerikaner hatte bereits in Spiel drei mit 13 Punkten und 14 Rebounds gezeigt, wie wertvoll er für sein Team ist. Am Dienstag biss Kennedy auf die Zähne, stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft und hatte am Ende immerhin zwölf Zähler in der Statistik stehen. Dagegen war sein Ulmer Gegenüber Per Günther diesmal kein großer Faktor. Der Nationalspieler musste sich mit mageren vier Punkten zufrieden geben.

Ulm dominiert Anfangsphase

Den besseren Start legte allerdings Ratiopharm aufs Parkett. Vor allem Chris Babb und Augustine Rubit zeigten sich zunächst treffsicher, und so lagen die Schützlinge von Trainer Thorsten Leibenath in der neunten Minute bereits mit 18:12 vorne. Die Riesen hatten bis dahin bei ihren Würfen oft die Präzision vermissen lassen. Dies änderte sich in den letzten 80 Sekunden: Mit vier Zählern von Kennedy und einem ersten Dreier von Chad Toppert ging Ludwigsburg noch mit einer hauchdünnen 19:18-Führung aus dem ersten Durchgang.

Rocky Trice vollendete mit zwei weiteren Punkten zum 21:18 den 9:0-Lauf des Heimteams, worauf Leibenath sofort seine erste Auszeit nahm. Offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt, denn nun schüttelten die Gäste ihre Schwächephase ab. Ulm holte sich die Führung zurück. Nur noch einmal, als Toppert seinen zweiten Distanzwurf zum 30:29 versenkte (17.), durften sich die MHP Riesen über einen knappen Vorsprung freuen. Schließlich verkürzten die Mannen in den gelben Trikots erneut auf den letzten Drücker: Cooley und Trice machten aus einem aus Riesen-Sicht unerfreulichen 30:35-Rückstand einen wesentlich erfreulicheren 34:35-Halbzeitstand. Und hätte Center Johannes Thiemann bei seinen vier Freiwürfen Nervenstärke gezeigt und diese nicht alle vergeben, wären die Gastgeber sogar mit einer Führung in die zweite Hälfte gegangen.

Auch im dritten Viertel blieb die Begegnung extrem spannend. Nun lief vor allem Cooley heiß. Der 2,05-Meter-Riese bescherte seinem Team zehn Punkte am Stück und war somit maßgeblich daran beteiligt, dass die Führung nun munter zwischen beiden Mannschaften hin- und herwechselte. Das Sahnehäubchen war aber der erfolgreiche Distanzwurf von Kennedy zum 49:45 (28.). Weil die Ulmer in der Offensive in dieser Phase kaum etwas zustandebrachten und Toppert seinen dritten Dreier traf, ging Ludwigsburg mit einer 54:50-Führung in den Schlussabschnitt.

Angefeuert von ihren euphorischen Fans bauten die Riesen ihren Vorsprung dort mehrmals auf acht Zähler aus – auch dank des nun stark auftrumpfenden Brad Loesing. Ulm ließ sich zwar nicht (ab-)hängen, kam aber nicht mehr entscheidend heran. Am Ende triumphierte Ludwigsburg mit 84:76 – und die MHP-Arena verwandelte sich mit der Schlusssirene vollends in ein Tollhaus. Der Basketball-Krimi zwischen Ludwigsburg und Ulm geht am Donnerstag in die letzte Runde.

Johannes Thiemann zeigte bei den Freiwürfen Nerven: Viermal trat der Center der MHP Riesen an der Linie an, viermal scheiterte er. Dies blieb am Ende aber ohne Folgen für sein Team.

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