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Die Riesen sind haushoch überlegen

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Viele Hände greifen nach dem Ball. Der Ludwigsburger Nationalspieler Johannes Thiemann (Mitte) wird bedrängt von Ryan Wright (links) und Milos Borisov (rechts) von Szolnoki Olaj. Links James Kinney. Foto: Avanti  Foto: 

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Die MHP Riesen Ludwigsburg feierten ihren Premierensieg in der Champions League. Gegen den schwachen ungarischen Meister Szolnoki Olaj gewann das haushoch überlegene Team von Trainer John Patrick mit 99:56.

Der hoffnungslos überforderte Titelträger aus Ungarn war für die MHP Riesen ein Aufbaugegner nach Maß, um nach der Ergebniskrise mit vier Niederlagen hintereinander im europäischen Wettbewerb und in der Bundesliga wieder zu einem Erfolgserlebnis zu kommen. „Wir waren nach den ärgerlichen Niederlagen gegen Belgrad und Zielona Gora schon etwas frustriert und wollten unbedingt den ersten Sieg. Der Ball hat sich gut bewegt und die Würfe sind gefallen. Ich bin stolz auf meine Spieler, dass sie mentale Stärke bewiesen haben“, meinte Riesen-Coach Patrick.

Die langen Kerls von Szolnoki Olaj brachten im ersten Viertel beinahe keinen Fuß auf den Boden und den Ball erst recht nicht in den Ludwigsburger Korb. Im Schlussviertel brachen sie dann völlig ein. Da mussten sie 29 Punkte hinnehmen und brachten es selbst nur auf neun.

Die Gäste aus Ungarn waren offensichtlich total überrascht von der aggressiven und laufintensiven Defensivarbeit der Ludwigsburger. Erst nach fünf Minuten verbuchte Szolnoki Olaj nach einem Dreierwurf von Troy Barnies die ersten Punkte. Die Riesen hatten davor schon acht Zähler gesammelt. Auch für das nächste Erfolgserlebnis der Ungarn musste ein weiterer Dreier von Barnies herhalten. Der brachte sie auf 6:19 heran. Fünf Freiwürfe und etliche Versuche aus dem Spiel heraus brachten für Olaj nichts Zählbares. Die Gastgeber dagegen spielten und kämpften gegen das Vorurteil an, sie würden zu wenig in den gegnerischen Korb treffen. Das widerlegten sie mit dem am Ende deutlich ausgefallenen Sieg. Mann des ersten Viertels war der deutsche Nationalspieler Johannes Thiemann, der die Freiheiten unter dem ungarischen Korb nutzte und in zehn Minuten acht Punkte gegen eine schwache Defensive verbuchte. Nach 40 Minuten hatte Thiemann 19 Punkte auf seinem Konto und wurde dabei nur von Jack Cooley übertroffen, der 20 Zähler beisteuerte. Den einsatzfreudigen und manchmal auch unorthodox zu Werke gehenden Cooley bekamen die Ungarn überhaupt nicht in den Griff. Seinem Center-Kollegen Jason Bonne klebte erneut das Wurfpech an den Fingern, er vergab selbst noch frei am Korb.

Loesing setzt den Schlusspunkt

Brad Loesing setzte mit der ersten Pausensirene mit einem Dreier-Wurf zum 28:11 den Schlusspunkt unter ein einseitiges erstes Viertel, das die Ludwigsburger klar bestimmt hatten. Auch im zweiten Viertel änderte sich wenig am einseitigen Spielverlauf, einzig dass die MHP Riesen ihre Wurfausbeute zurückfuhren und gegen Ende auch in der Defensive nicht mehr mit letzter Konsequenz zu Werke gingen. Beim 48:27 nach 20 Minuten war die Partie aber im Grunde bereits entschieden. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber sogar mit 23 Punkten in Führung.

Nach der Halbzeitpause rissen sich die Gäste zusammen, verteidigten besser und hatten eine akzeptable Trefferquote. Mit 70:47 für die Riesen fiel das Ergebnis aber immer noch deprimierend aus für die aus der heimischen Liga sieggewohnte Mannschaft des kroatischen Trainers Stojan Ivkovic. Immerhin hatte sie die Partie in der Champions League gegen das italienische Spitzenteam von Dinamo Sassari mit 73:72 gewonnen.

Das letzte Viertel war eine bittere Lehrstunde für Szolnoki Olaj. Das Team hatte offensichtlich seine Kraftreserven restlos aufgebraucht. Auch die Konzentration reichte nicht mehr aus, um die locker aufspielenden  Riesen an der munteren Korbjagd zu hindern. Die Riesen haben ihre Chance gewahrt, in der Gruppe E mindestens auf Platz vier und damit in die Qualifikationsrunde zu kommen.

In der Bundesliga geht es für die Ludwigsburger am Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Bremerhaven weiter. In der Champions League spielen sie drei tage später in Belgien bei Spirou Charleroi.

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