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Die Mamo Baskets setzen auf Spaß und Ehrgeiz

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Die erste Mannschaft der Mamo Baskets aus Freiberg will in absehbarer Zeit den Aufstieg in die Basketball-Landesliga schaffen.  Foto: 

Eine erfolgreiche Saison absolviert haben die Mamo Baskets Freiberg. Die erste Herren-Mannschaft schaffte als Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt in der Bezirksliga und wurde am Ende Fünfter. Daneben erreichten mit der U 18 und der U 14 zwei Jugendmannschaften die Qualifikation für die Final-Four- beziehungsweise Final-Three-Endrunden ihrer Staffeln. Gerade über die Erfolge im Nachwuchsbereich freut man sich bei den Freibergern. Bei den Mamo Baskets setzt man nämlich darauf, dass so viele Eigengewächse wie möglich dem Verein die Treue halten und später in der ersten Mannschaft spielen. „Mittelfristig wollen wir den Aufstieg in die Landesliga schaffen und uns dort etablieren“, sagt Mamo-Vorstand Björn Kallis.

Eine erfolgreiche Jugendarbeit ist die Grundvoraussetzung dafür, damit dies gelingt. Noch finden sehr wenige Basketball-Interessierte von außerhalb den Weg zu dem Freiberger Basketball-Verein, der aktuell etwa 100 Mitglieder zählt. „Ab der Landesliga werden wir auch für Spieler interessant, die zu uns wechseln möchten. Darüber würden wir uns sehr freuen. Aber auch dann wollen wir möglichst viele Spieler an die erste Mannschaft heranführen, die schon als Jugendliche bei uns gespielt haben“, betont Kallis.

Verein ist seit 2010 selbstständig

Seit dem vergangenen Herbst ist der ehemalige Regionalliga-Spieler des MTV Stuttgart Erster Vorsitzender der Mamo Baskets. „Ich habe in Freiberg mit Basketball angefangen und bekam dann die Chance, zum MTV zu wechseln. Seit etwa zehn Jahren bin ich wieder bei Freiberg und spiele jetzt noch für die zweite Mannschaft“, berichtet der Vorsitzende. Kallis ist damit zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Seit Mitte der Siebziger wird in Freiberg Basketball gespielt. Damals wurde noch unter dem Dach des SGV Freiberg gespielt. 2010 machte sich die Basketball-Abteilung des SGV selbstständig.

Der Vereinsnamen Mamo Baskets ergab sich aus freundschaftlichen Kontakten zum Besitzer des früheren Sport-Bekleidungsgeschäfts Mamo in der Ludwigsburger Innenstadt. „Leider gibt es den Laden nicht mehr, den Namen behalten wir aber bei“, sagt Kallis. Freude am Basketball und Streben nach sportlichem Erfolg gehen bei den Freibergern Hand in Hand. „Natürlich möchten wir Erfolg haben, im Herren- wie im Jugendbereich. Mit Qasim Bokhari haben wir einen erfahrenen und ehrgeizigen Trainer, der sowohl bei der ersten Herrenmannschaft als auch im Nachwuchsbereich aktiv ist und die Spieler zu motivieren versteht. Es ist uns aber auch sehr wichtig, dass der Spaß im Vordergrund steht“, so Kallis.

Gerade die Jugendlichen zeigen besonderen Eifer im Training und an den Spieltagen. Um auch zukünftig Nachwuchstalente für Basketball zu gewinnen, besteht eine Kooperation mit den drei Freiberger Grundschulen, an denen eine Basketball-AG eingerichtet wurde. Darüber hinaus ist eine Grundschulliga geplant, an der neben den Freiberger Schulen auch die aus Pleidelsheim und Ingersheim teilnehmen sollen. „Wir denken an ein oder zwei Spieltage im Schuljahr, an denen die Schülermannschaften aller Schulen gegeneinander antreten“, sagt Kallis. „Je früher man mit Basketball beginnt, desto leichter lernt man es. Deshalb möchten wir schon die Dritt- und Viertklässler an den Sport heranführen. Wir freuen uns über jeden, der dann den Weg in unseren Verein findet“, meint der erste Vorsitzende.

Bei einem Projekt wie der Grundschulliga ist man, wie in der sonstigen Jugendarbeit auch, auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. „Wir sind ja alles Ehrenamtliche, da ist uns jede Hilfe willkommen“, sagt Kallis. „Wir halten ohnehin nichts von einer Drop-off-Mentalität. Eltern sollen ihre Kinder nicht einfach bei uns ins Training schicken, damit diese beschäftigt sind und die Eltern zwei Stunden ihre Ruhe haben. Wir wollen die Eltern ganz bewusst mit einbeziehen“, betont er.

Ohne die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer wäre auch die Teilnahme am Jugendturnier in Wien an Ostern 2015 nicht möglich gewesen. Neben den rein sportlichen Veranstaltungen nehmen die Mamo Baskets regelmäßig am Freiberger Bürgerfest teil. „Leider soll das nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Abgesehen davon, dass es uns immer großen Spaß macht, bringt uns die Bewirtung auch Geld ein. Allein von unseren Mitgliedsbeiträgen wäre ein Überleben schwer möglich“, bedauert Kallis. Eine Zusammenarbeit gibt es auch mit dem Theaterverein „Bühnenzinnober“, bei dessen Veranstaltung die Baskteballer die Bewirtung übernehmen. Einige Mitglieder der Mamo Baskets sind auch im Theaterverein aktiv, sodass der Kontakt sich quasi automatisch ergab. Im Wechsel mit den anderen Vereinen der Stadt waren die Baskets auch schon beim Neubürgerempfang dabei. Überdies besteht eine Kooperation mit der BSG Basket Ludwigsburg. Die Freiberger unterstützen die Ludwigsburger bei Talentsichtungen. Irgendwann, so hofft man in Freiberg, wird es möglich sein, weitere Jugendmannschaften und vielleicht sogar ein Frauenteam zu bilden können. Die Voraussetzungen mit Grundschul-AG und geplanter Grundschulliga sind gegeben. In den kommenden ein, zwei Jahren soll zunächst der Sprung in die Landesliga realisiert werden.

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