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MHP Riesen: Ein-Mann-Schau von Kennedy zu wenig

Die Erfolgsserie der MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Bundesliga ist gerissen. Nach vier Siegen in Folge verloren sie bei den Walter Tigers Tübingen mit 76:83. David John Kennedy von den Riesen war mit 31 Punkten der Topscorer.

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Die Tübinger Bogdan Radosavljevic (Zweiter von rechts) und Anatoly Kashirov (vorne) versuchen den Ludwigsburger Topscorer David John Kennedy abzublocken. Links Riesen-Center Jon Brockman.  Foto: 

Nach 40 umkämpften Spielminuten feierten Spieler und Fans der Walter Tigers Tübingen einen wichtigen 83:76-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Ludwigsburg musste sich erstmals nach vier Siegen in Serie wieder geschlagen geben. Über weite Strecken der Partie liefen die Riesen einem Rückstand hinterher. Zwar gelang zu Beginn des Schlussabschnitts der Ausgleich, doch Tübingen hatte in Center Anatoly Kashirov (19 Punkte) und Power Forward Augustine Rubit (15 Punkte) ein stark aufspielendes Duo unter den Körben. Da halfen auch die 31 Punkte von David John Kennedy nicht.

Bei den Ludwigsburgern rückte Coby Karl in das Aufgebot. Pausieren musste der durch eine Fußblessur gehandicapte Kerron Johnson. Karl lieferte eine ordentliche Partie ab und brachte es auf zehn Punkte.

Zu Beginn standen die Ludwigsburger in der Defensive solide und ließen in den ersten dreieinhalb Minuten keinen Tübinger Korberfolg zu. Offensiv sorgte Kennedy schon früh für Hochbetrieb und netzte im Alleingang zur 5:0-Führung ein. Den Gästen gelang es aber nicht, weiter nachzulegen. Als Tübingen schließlich mit einem 8:0-Lauf auf Touren kam, nahm Ludwigsburg die erste Auszeit. Fortan verlief das erste Viertel ausgeglichen. Nach zehn Minuten lagen jedoch die Tübinger dank eines gut aufgelegten Centers Anatoly Kashirov mit vier Zählern vorne.

Ludwigsburg ging mit einem 13:17-Rückstand in den zweiten Spielabschnitt, lag nach einigen schwachen Abschlüssen aber rasch mit acht Punkten im Hintertreffen. Nach einer Auszeit fing sich das Ludwigsburger Team und sorgte postwendend für das Highlight der ersten Hälfte. DJ Kennedy schmetterte nach schönem Zuspiel von Michael Stockton den Ball durch die Tübinger Reuse - sehr zur Freude der gut 400 mitgereisten Ludwigsburger Fans. Danach verpassten es die Riesen jedoch, den Spielstand wieder ausgeglichen zu gestalten. Zahlreiche Fehlwürfe prägten das Spiel. So stand zur Pause ein 27:33-Rückstand für die Gäste an der Anzeigentafel. Nach der Pause kamen die Gastgeber wesentlich besser in das Spiel und trafen besser aus der Distanz. So lief Ludwigsburg weiterhin einem Rückstand hinterher. Zumindest löste sich auch bei ihnen allmählich der Knoten in der Offensive und auch die Dreipunktewürfe fanden ihr Ziel. Näher als vier Zähler kamen die Riesen aber zunächst nicht an Tübingen ran. Nach drei Vierteln lag Ludwigsburg mit 51:55 hinten.

Im Schlussviertel glichen die Gäste durch den glänzend aufgelegten Kennedy aus (56:56). Eine Schrecksekunde für alle Ludwigsburger Fans gab es nach gut fünf Minuten. Kennedy musste angeschlagen in die Kabine, kam aber nach kurzer Zeit wieder zurück in die Partie. Tübingen konnte durch Augustine Rubit jedoch auf sieben Punkte davonziehen. Riesen-Trainer John Patrick reagierte und nahm dreieinhalb Minuten vor Schluss eine Auszeit. Seine Mannschaft mühte sich danach nach Kräften den Rückstand umzubiegen, doch Tübingens Rubit und Center Kashirov setzen immer wieder "Wirkungstreffer". Zwei Minuten vor Schluss konnte Tübingen ein unsportliches Foul von Adam Waleskowski in einen 78:65-Vorsprung umwandeln. Dies war gleichbedeutend mit der Entscheidung. Zwar wackelte Tübingen in der Schlussminute noch einmal unerwartet, doch die zwischenzeitliche Differenz konnte Ludwigsburg nicht mehr wettmachen.

Trainerstimmen

John Patrick, MHP Riesen Ludwigsburg: Tübingen hat uns in vielen Phasen des Spiels dominiert. Besonders Augustine Rubit und Anatoly Kashirov haben uns viele Probleme bereitet. Außerdem haben wir Bane Ratkovica nicht unter Kontrolle bekommen. Bei uns hat zwar DJ Kennedy sehr gut gespielt, doch wir hätten mehr als diese One-Man-Show gebraucht. Insgesamt war es ein verdienter Sieg.

Igor Perovic, Walter Tigers Tübingen: Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, da wir durch unseren verletzten Spieler in einer schwierigen Situation stecken. Wir mussten strategisch einiges verändern und das hat gut funktioniert. Ludwigsburg hat sehr organisiert verteidigt und war gut auf uns vorbereitet. Für uns war das Spiel der richtige Schritt nach vorne.

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