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Riesen siegen sich Richtung Playoffs

Die MHP Riesen Ludwigsburg haben in der Basketball-Bundesliga das Duell der beiden sieggewohnten Mannschaften gegen die Fraport Skyliners Frankfurt mit 74:70 gewonnen und nach Punkten mit den Hessen gleichgezogen.

CLAUS PFITZER |

Nach dem Ausscheiden aus dem deutschen Pokalwettbewerb und dem Eurocup im Februar tanzen die MHP Riesen in dieser Saison nur noch auf einer Hochzeit. Und das taten sie auf der Bühne Bundesliga gegen die als Tabellenzweiter angereisten Fraport Skyliners Frankfurt mit Bravour. Nach 40 hochspannenden Minuten feierten die Ludwigsburger, die nun wettbewerbsübergreifend fünfmal in Folge gewonnen haben, zusammen mit ihren Fans euphorisch den verdienten 74:70-Sieg, der sie den Playoffs ein gutes Stück näher brachte. Für die Hessen, die am Wochenende in München im Pokal das Top Four bestreiten, ging eine außergewöhnliche Siegesserie mit zwölf gewonnen Spielen in drei Wettbewerben zu Ende.

Die Riesen steckten den Kraftakt vom Klassespiel am Mittwoch im Eurocup gegen Zenit Sankt Petersburg, das unglückliche Verpassen des Achtelfinales sowie die Ausfälle von Mustafa Shakur und Jason Boone, der sich gegen Sankt Petersburg eine Wadenverletzung zugezogen hat, gut weg. Für Boone hatte Chris McNaughton als Vertreter von Jon Brockman wesentlich mehr Spielanteile als sonst und trug mit gewonnen Rebounds seinen Teil zum Erfolg bei. Brockman, der zehn Ballgewinne unter den Körben zu verzeichnen hatte, war mit 14 Punkten bester Werfer seines Teams. Bei den Frankfurtern übertraf ihn Jordan Theodore mit 22 Zählern. Als die Skyliners im dramatischen letzten Viertel ihr Comeback gefeiert hatten und auf drei Punkte dran waren, kassierte Theodore sein fünftes Foul und musste vom Feld.

Die sieggewohnten Gäste traten mit viel Selbstvertrauen an und erwischten den besseren Start. Die Riesen bekamen anfangs Nationalspieler Johannes Voigtmann nicht unter Kontrolle. Mit sechs Punkten war der Center maßgeblich an der 8:2-Führung der Frankfurter beteiligt. Sie hatten im ersten Viertel eine ordentliche Trefferausbeute und führten nach zehn Minuten mit 19:17. Die Riesen hatten sich allerdings nach und nach gefangen und profitierten von der Treffsicherheit von David McCray und Royce O`Neale aus der Distanz. Im zweiten Viertel steigerten sich die Gastgeber in der Defensive, Brockman und McNaughton sorgten immer wieder für Ballgewinne unter den Körben. Nach mehreren Führungswechseln gingen die Gastgeber mit einem 35:32-Vorsprung in die Halbzeitpause. Im dritten Drittel spielte die Mannschaft von Trainer John Patrick angeführt von Wirbelwind Kerron Johnson streckenweise groß auf und lag nach einem 9:0-Lauf einmal sogar mit 14 Punkten vorne. Ins Schlussdrittel nahm sie eine 58:50-Führung. Die 14 Zähler Vorsprung waren beim 66:52 wieder erreicht und die Stimmung in der mit 4135 Zuschauern proppenvolle Arena war phantastisch. Aber die Skyliners gaben nicht klein bei. Der überragende Theodore verbuchte binnen Sekunden fünf Punkte und Aaron Doornekamp nahm zweimal jenseits der Drei-Punkte-Linie Maß und versenkte den Ball zielsicher. Ruck zuck hatten die Frankfurter auf 65:68 verkürzt. Nach Theodore Ausscheiden rückte bei den Gästen Neuzugang Philip Scrubb in den Mittelpunkt. Nachdem die Riesen stabil geblieben waren und durch erfolgreiche Freiwürfe von Tekele Cotton und Brad Loesing auf 72:65 davongezogen waren, versenkte auch Scrubb den Ball eiskalt von der Freiwurflinie und verkürzte 33 Sekunden vor Spielende auf 69:72. Dann allerdings verwarf er überhastet einen Dreierwurf, Brockman schnappte sich den Ball und bediente Cotton, der gefoult wurde. Nervenstark versenkte Cotton beide Freiwürfe zum 74:69. Mike Morrison machte es für die Gäste im Gegenzug weniger gut und war nur einmal bei einem Freiwurf zum 70:74 erfolgreich. Die Riesen schafften zwar den Sieg, aber nicht mehr den begehrten Zweier-Wurf, der ihnen nach der 78:83-Niederlage im Hinspiel noch den besseren direkten Vergleich beschert hätte.

Trainerstimmen

John Patrick von den MHP Riesen Ludwigsburg: Es war ein sehr intensives Spiel von zwei Mannschaften, die mit viel Stolz in der Verteidigung spielen. Letztlich haben Kleinigkeiten entschieden, wichtig war aber auch, dass wir gut von der Freiwurflinie getroffen haben. Wir sind sehr stolz auf diesen Sieg. Tekele Cotton hat mehr oder weniger die Rolle des Point Guards übernommen und sechs sechs Assists geliefert.

Gordon Herbert, Coach der Fraport Skyliners Frankfurt: Es ist großartig in einer Atmosphäre wie in der Ludwigsburger Arena zu spielen, allerdings ist es auch sehr schwer hier zu gewinnen. Ludwigsburg hat die einfachen Bälle für sich entschieden und daraus wichtige Punkte gemacht, das war am Ende der große Unterschied. In den letzten Minuten haben wir mit viel Herz gespielt und uns zurückgekämpft. Es hat aber die heute bessere Mannschaft gewonnen.

CP

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