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Auf Riesen wartet Mammutprogramm

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Bald geht es für die MHP Riesen wieder los. Kapitän David McCray, Präsident Alexander Reil und Trainer John Patrick gehen zuversichtlich in die neue Saison.  Foto: 

In ungewohnter Umgebung inmitten der Kürbisausstellung im Blühenden Barock präsentierten sich Präsident Alexander Reil, Trainer John Patick und Kapitän David McCray vom Basketball-Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg den Medien. Einerseits, so Reil, betone man damit die hohe Regionalität, andererseits aber auch den eigenen internationalen Anspruch. Immerhin stellte das Blühende Barock im vergangenen Jahr den weltweit größten Kürbis.

Die Zielsetzung der MHP Riesen, ihren Klub national und international zu platzieren, fordert aber auch seinen Preis. Nicht nur in Form der Entlohnung von  Spielern, sondern auch durch den frühen Start. Schon am Dienstag müssen die Ludwigsburger im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde zur Gruppenphase der Champions League bei Bosna Sarajevo in Bosnien antreten. Das Rückspiel findet zwei Tage später, am 21. September, in der heimischen MHP-Arena statt. Während sich die Bundesliga-Konkurrenten Oldenburg und Bayreuth direkt für die Champions League qualifiziert haben, müssen die anderen deutschen Bewerber Ludwigsburg und die Telekom Baskets Bonn im günstigsten Fall durch drei Qualirunden mit Hin- und Rückspiel. Das sind sechs Partien in 14 Tagen“, verweist Trainer John Patrick auf den eng getakteten Spielplan. Erst wenn sich seine Riesen gegen Sarajevo, den rumänischen Meister Cluj (24./26. September) und den belgischen Vizemeister Brüssel (29. September/3. Oktober) durchgesetzt haben, ziehen sie in eine der vier Achtergruppen der Champions League ein.

„K.o.-Spiele am Anfang einer Saison sind neu und ungewohnt für uns. Wir wissen aber, was man tun muss, um die Spiele zu gewinnen. Eigentlich hat man aber im Basketball am Ende einer Saison seine beste Zeit“, gibt Riesen-Kapitän David McCray zu bedenken.

Der 30-Jährige ist eine der wenigen Konstanten im Team. Neben ihm waren nur Nationalspieler Johannes Thiemann und Youngster Mateo Seric schon in der Vorsaison, die die Ludwigsburger auf Platz acht abgeschlossen haben, im Aufgebot der Riesen dabei. Mit Adam Waleskowski und Kerron Johnson sind zwei Spieler nach Ludwigsburg zurückgekehrt, die das Umfeld, die Abläufe und das System von Trainer Patrick schon kennen. „Wir haben Spieler, die von einem College kommen, oder schon bei anderen Klubs gespielt haben. Die Chemie im Team stimmt aber“, berichtet Coach Patrick.

Auch der Kapitän ist zuversichtlich, dass sein Chef erneut genau hingeschaut hat bei den Neuzugängen. „Das hat er wie schon in den Jahren zuvor sehr gut gemacht. Die Stimmung ist wirklich gut und alle ziehen mit“, so McCray.

Viermal Playoffs in Folge

In der Bundesliga wollen sich die Riesen am Saisonende wieder unter den ersten acht Teams platzieren, um zum fünften Mal in Folge in die Playoffs einzuziehen. „Dass wir wieder eine relativ neue Mannschaft haben, ist unserer Situation geschuldet“, sagt Präsident Reil, und meint die wirtschaftliche Rahmenbedingungen. „Die Spieler haben vielleicht nicht das größte Talent, aber sie sind heiß und hungrig, auf dem Feld alles zu geben“, ist Reil überzeugt. Dabei spricht er von den Neuen Thomas Walkup, Dwayne Evans Justin Sears, Niklas Geske, Florian Koch, Adika Peter-McNeilly und Elgin Cook. Dass Waleskowski und Johnson diese Tugenden besitzen, zeigen die Rückholaktionen.

Konstanz in der Führung

Alexander Reil hat das Vertrauen der Sponsoren, der Stadt Ludwigsburg und der Fans zurückgezahlt, als es zum großen Schulterschluss nach dem sportlichen Abstieg gekommen ist. Mittlerweile sind die MHP Riesen viermal in Folge in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft eingezogen, spielen auf internationaler Bühne und verzeichnen jedes Jahr neue Zuschauerrekorde. Mittendrin und hauptverantwortlich sind Reil und Trainer John Patrick, mit dem der sportliche Aufschwung begonnen hat. Die beiden sind feste Konstanten, während es im Spielerkader Jahr für Jahr große Wechsel gibt. Den Fans scheint das egal zu sein. Sie wollen Leistung sehen und eine erfolgsbereite Mannschaft. Das Geschäftsmodell von Präsident und Trainer funktioniert also. Sie verpflichten meist Spieler, die sich für finanzkräftigere Vereine empfehlen wollen und Gas geben. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie als Mannschaft – und damit auch der Verein – erfolgreich abschneiden und für sich persönlich meist anderswo einen besser dotierten Vertrag herausschlagen. Spannend ist die Frage was passiert, wenn ein Team nahezu komplett mal über zwei Saisons in Ludwigsburg zusammenbliebe.

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