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Wolfgang Grupp: Markige Sprüche machen ihn berühmt

Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat sich mit seinen Auftritten in Talkshows und mit einigen Marotten einen Namen als Exzentriker gemacht. Morgen wird der Textilfabrikant von der Schwäbischen Alb 70 Jahre alt.

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So kennt ihn Deutschland von seinen Auftritten in Talkshows: Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der morgen 70 Jahre alt wird. Foto: dpa

Angefangen hat alles mit seinen fast jähzornigen Talkshow-Auftritten. Wenn Trigema-Chef Wolfgang Grupp einmal richtig loslegt, dann zieht er über Manager und Politiker her wie kein zweiter. Diese Auftritte haben den Textilunternehmer aus Burladingen (Zollernalbkreis) längst zu einem der berühmtesten Mittelständler im Land gemacht. Morgen wird der exzentrische Mittelständler 70 Jahre alt.

Auf dem Burladinger Friedhof findet man das Grab des derzeit quicklebendigen Unternehmers. 45 Meter lang und 15 Meter breit ist es. Die Einwohner des Kleinstädtchens sehen es als eine der vielen Marotten, die ihr prominentester Mitbürger sich leistet. Genau wie die gläserne Garage für seinen Privathelikopter oder die Villa mit englischem Butler.

Als Unternehmer hat er keine herausragende Position. Mit 1200 Angestellten und einem Jahresumsatz von 86,4 Mio. EUR gehört Trigema nicht zu den großen Firmen. Grupp ist aber einer der wenigen, die den Niedergang der Textilbranche auf der Schwäbischen Alb überstanden haben. Als die billige Konkurrenz aus Fernost immer dominierender wurde, stimmte er seinen Werbeauftritt ganz darauf ab, dass er komplett in Deutschland produziert. Das sichert ihm seit Jahren öffentliche Aufmerksamkeit.

Als er die "Trikotwarenfabrik Gebrüder Mayer" (Trigema) 1969 von seinem Vater in dritter Generation übernahm, war der Familienbetrieb stark angeschlagen. Doch der junge Grupp straffte und modernisierte das Sortiment und konzentrierte sich ganz auf Sport- und Freizeitkleidung. Mit Erfolg. Seit 1969 hat Trigema kein Jahr mit Verlust abgeschlossen und mindestens 10 Prozent Umsatzrendite erwirtschaftet.

Noch nie musste Grupp jemanden entlassen oder in Kurzarbeit schicken. Allen Kindern seiner Mitarbeiter garantiert er einen Arbeitsplatz. Den Vorwurf der Gewerkschaft IG Metall, dass Trigema seine Beschäftigten deutlich unter Tarifvertrags bezahle, weist Grupp zurück:Wer gute Arbeit liefere, verdiene mindestens genauso viel wie bei der Konkurrenz. Für viele Unternehmer ist er ein Nestbeschmutzer. Kritiker unken deshalb, dass Grupp seine markigen Äußerungen als Marketingmaßnahme kalkuliere.

Mit 70 Jahren macht sich Grupp häufiger Gedanken, wie es nach ihm weitergeht. Seine beiden Kinder Bonita (22) und Wolfgang junior (20) wollen nach Abschluss ihres Studiums in den nächsten Jahren bei Trigema einsteigen.

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