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Opel Ampera e: Vorerst nur in Norwegen und in der Schweiz

Opel Ampera e: In Deutschland ist das Elektro-Auto noch nicht zu haben. Aber in Norwegen und in der Schweiz.

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Der Ampera-E ist begehrt, aber nicht erhältlich.  Foto: 

Der eine ist blau, soll 39 330 € kosten und mit einer Batterieladung 520 Kilometer weit kommen. Der andere ist silber, soll das auch schaffen, kostet aber 44 060 €, weil die Ausstattung mehr hergibt. Das Interesse der Besucher in Halle 8 am Opel-Stand auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) ist groß. Menschen umlagern die beiden Ampera-E, sitzen Probe.

Freilich: Es bleibt vorerst beim Gucken. Das hoch gelobte Elektroauto bestellen? „Es gibt einen Reservierungsstopp“, sagt eine junge Dame. Wie viele reserviert sind, weiß sie nicht. Ein Opel-Sprecher schweigt dazu. „Aufgrund der hohen Nachfrage können wir zur Zeit keine weiteren Bestellungen für den Ampera-E entgegennehmen“. Wann werden die reservierten Fahrzeuge ausgeliefert? 2018, heißt es am Opel-Stand.

Nicht auf Deutschlands Straßen

Das schicke und zukunftsweisende Auto aus Rüsselsheim soll hierzulande für Schub auf dem Markt für Elektroautos sorgen – wegen des überschaubaren Preises und wegen der Reichweite. Der Ampera-E hat im Test 750 Kilometer mit nur einer Batterieladung geschafft, allerdings gemächlich mit Tempo 40 bis 50.

Privatkunden werden ihn in absehbarer Zeit nicht bekommen. Zunächst hieß es, 2017 sollten in Deutschland 400 Autos auf den Markt kommen, mittlerweile ist von weniger als 100 die Rede. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden bis Ende August 91 Ampera-E in Deutschland zugelassen, hauptsächlich für Opel-Händler. Auf Deutschlands Straßen ist das Auto nicht zu sehen. Im Gegensatz zum E-Golf (475 Zulassungen im August), Renault Zoe (423), Kia Soul (372), Smart Fortwo (180), BMWi3 (173) oder die beiden Tesla Modelle S und X (198).

Kann man den Ampera-E bestellen? Im Frühjahr 2018. Wann wird er ausgeliefert? Ein Jahr später, sagt ein Händler leicht frustriert. Obwohl der Wagen auf der IAA fahr- und verkaufsbereit dasteht, ist er Zukunftsmusik und damit ein Beleg, dass deutsche Hersteller hinterherhinken. Wer den „kleinen“ preislich vergleichbaren Tesla 3 bestellt, soll ihn im Übrigen Ende 2018 bekommen.

An Privatkunden geliefert

Opel-Vertreter verbergen hinter vorgehaltener Hand ihre Enttäuschung nicht. Offiziell heißt es bei Opel, man habe nicht mit „einer solch überwältigenden Nachfrage“ gerechnet. Allein in Norwegen habe es seit Ende 2016 rund 4000 Bestellungen gegeben. Dort werden E-Autos massiv gefördert. Die ersten Amperas wurden im Mai an Privatkunden ausgeliefert. Auch in der Schweiz steht das Elektroauto bei Händlern.  In den Niederlanden wird der Wagen auch angeboten. Im Gespräch mit GM, heißt es in Rüsselsheim, werde nach Möglichkeiten gesucht, mehr Ampera-E nach Europa zu bekommen.

PSA-Chef Carlos Taveres findet das Auto zwar gut. Aber es mache Verlust. Außerdem will Peugeot 2019 eigene Elektroautos für seine Marken (und damit auch Opel) auf den Markt bringen. Da passt der Ampera-E nicht mehr so richtig.

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