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Trigema-Inhaber Grupp: Fall Schlecker ist eine Warnung

Der bundesweit bekannte Textilunternehmer Wolfgang Grupp sieht in der Schlecker-Insolvenz eine Warnung vor zu viel "Größenwahn". "In solchen Fällen muss früher die Notbremse gezogen werden", sagte der Trigema-Chef am Dienstag.

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Der bundesweit bekannte Textilunternehmer Wolfgang Grupp sieht in der Schlecker-Insolvenz eine Warnung vor zu viel "Größenwahn".  Foto: 
Da im Fall der Drogeriekette aus Ehingen bei Ulm die Banken anscheinend keine so große Rolle spielten, sei auch den Lieferanten ein Vorwurf zu machen. "Gäbe es auf allen Seiten eine persönliche Haftung, würde es nicht so weit kommen", meinte Grupp. Der 69-Jährige ist unter anderem durch Talkshow-Auftritte und einen legendären TV-Werbespot mit Schimpanse bekannt.

   Der Trigema-Chef, der sein Unternehmen mit rund 1200 Mitarbeitern wie das von Anton Schlecker als «e.K» (eingetragener Kaufmann) führt, erklärte, grundsätzlich nur so weit wachsen zu wollen, wie er seinen Betrieb noch selbst überblicken könne. «Ich finde es sehr edel, als eingetragener Kaufmann zu arbeiten, aber durch die ganzen Töchter ist Schlecker ja eigentlich kein "normaler" e.K. mehr», betonte Grupp. Bei Schlecker gebe es Tochtergesellschaften, die jeweils als GmbH eingetragen seien.

   Es wundere ihn, dass bei der Familie Schlecker nichts mehr da sein solle, wenn doch die Auslandsgesellschaften noch nicht in die Insolvenz gegangen seien. Meike Schlecker hatte am Montag erklärt, dass auch die Familie durch die Insolvenz ruiniert sei. Grupp betonte, auf dem Drogeriemarkt gebe es wie in anderen Branchen einige große Anbieter. "Da fragt man sich, ob es mit zehn kleinen Schleckers nicht besser funktioniert hätte."

   Grupp hatte vergangene Woche bereits in der «Wirtschaftswoche» harte Kritik am Fall Schlecker geübt. Denn das Unternehmen versuche nun, sich mit Hilfe anderer - etwa durch das Insolvenzausfallgeld - zu sanieren.
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Kommentare

31.01.2012 21:02 Uhr

Ich...

persönlich schätze Herrn Grupp und seine Meinung sehr.
Ich denke im "Fall Schlecker" liegt er gar nicht so falsch!
Ein Gschmäckle ist bereits vorhanden.

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Die Schlecker-Pleite

2012 meldete Schlecker, Europas ehemals größte Drogeriemarktkette, Insolvenz an. Damals hatte Schlecker noch 7000 Filialen und etwa 30.000 Mitarbeiter.

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