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Mehr Geld für Bahn und Schifffahrt

Deutschlands Infrastruktur ist vernachlässigt worden. Die Chemische Industrie sieht sich davon in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

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Nach Ansicht der deutschen Chemieindustrie gefährdet der bedenkliche Zustand vieler Straßen, Brücken, Wasserstraßen und von Teilen des Schienennetzes die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Mit seiner Initiative "Verkehrsinfrastruktur" versucht der Branchenverband VCI die Politik aufzurütteln. Konkrete Ergebnisse gibt es zwar noch nicht, sagt Gerd Deimel, Vorsitzender des VCI-Ausschusses Verkehr und Logistik und Sprecher der Initiative. "Aber man hört der Chemie zu und begrüßt die Vorschläge."

Dazu zählen Forderungen nach mehr Knotenpunkten für Straße, Schiene und Wasserwege, die Anbindung von Seehäfen an das Hinterland, der Erhöhung von Brücken über die Binnenkanäle, so dass größere Schiffe eingesetzt werden können sowie Ausweichstrecken für den Schienengüterverkehr.

Die Kosten dafür kann Deimel, im Topmanager des Chemiekonzerns Lanxess, nicht nennen, jedoch hält er die geplante Aufstockung der Mittel für die Verkehrsinfrastruktur um 5 Mrd. EUR in den nächsten vier Jahren für zu wenig. "Ein zusätzlicher Investitionsbedarf von 7,2 Mrd. EUR jährlich wäre notwendig." Die Verkehrsinfrastruktur sei seit Jahren chronisch unterfinanziert. Steuererhöhungen seien nicht nötig: "Es sind ausreichend staatliche Mittel vorhanden. Bund und Länder müssen nur die richtigen Prioritäten setzen."

Generell fordert die Initiative, an der sich unter anderem BASF, Merck, Evonik und Lanxess beteiligen, einen Masterplan Verkehrsinfrastruktur. Sinnvoll wäre auch ein Planungszentrum, das sich an der Treuhandanstalt für den Wiederaufbau Ost orientieren könnte.

Die Autobahn-Brücke der A 1 bei Leverkusen über den Rhein war Ende 2012 drei Monate für Lkw ab 7,5 Tonnen gesperrt. Dies allein habe zu volkswirtschaftlichen Schäden von 80 Mio. EUR geführt.

Besonderen Wert legt die Branche auf Verbesserungen bei Eisenbahn und Schifffahrt. Beide wollen die Chemiefirmen künftig noch stärker nutzen. Eine Idee wäre ein Verkehrsknoten Rhein-Main am Osthafen in Frankfurt. Dort könnten Güter vom Lkw auf Schiffe umgeladen werden. Aktuell transportieren die Unternehmen zwei Drittel ihrer Produkte per Lkw, 14 Prozent per Zug und 10 Prozent per Binnenschiff.

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