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Giftige Eier auch in Baden-Württemberg

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Der Skandal um verseuchte Eier weitet sich aus. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) veranlasste gestern eine Rückrufaktion für Eier aus den Niederlanden, da diese mit dem Insektenvernichtungsmittel Fipronil belastet sein könnten.

„Verbraucher sollten derzeit auf den Verzehr von Eiern aus den Niederlanden verzichten“, warnte Hauk. Eine Ministeriumssprecherin sagte, aus Lieferketten sei ersichtlich, dass verseuchte niederländische Eier, die am Stempel „NL“ erkennbar sind, nach Baden-Württemberg geliefert wurden. Regional eingrenzbar sei der Verdacht nicht, auch die gelieferten Mengen waren gestern unklar. „Alle Handelsketten in ganz Baden-Württemberg sind betroffen, deshalb warnen wir landesweit“, sagte die Sprecherin.

Bisher gebe es keine Hinweise auf ähnliche Belastungen bei baden-württembergischen Eiern, trotzdem startete das Ministerium auch ein landesweites Kontrollprogramm für hiesige Produkte. Experten des „Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts“ in Freiburg nahmen landesweit in Verteilstationen des Handels Proben und testeten sie auf Fipronil.

Das Insektizid wird unter anderem gegen Flöhe, Zecken, Schaben und Milben eingesetzt. An Tieren, die Lebensmittel liefern oder aus denen Lebensmittel hergestellt werden, ist der Einsatz verboten. Ob das Verbot auch eingehalten wird, werde ebenfalls kontrolliert.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass bis zu 2,9 Millionen mit Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert wurden. Betroffen sind jedoch auch Eier aus Deutschland. Wie Niedersachsens Landwirtschaftsministerium mitteilt, wurde das Mittel auch in dortigen Legehennenbetrieben eingesetzt. Unter Verdacht steht das Reinigungsmittel Dega-16.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann Fipronil Kindern bei längerem Konsum schaden. Für Erwachsene bestehe keine Gesundheitsgefahr.

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