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Evobus senkt Kosten und streicht Stellen

In den beiden deutschen Omnibuswerken von Daimler gehen bis zu 10 Prozent der Stellen verloren. Die Rendite soll nachhaltig stabilisiert werden.

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Daimler hält trotz des schwierigen Marktumfelds für Omnibusse in Westeuropa und Nordamerika am Renditeziel von 6 Prozent fest. Dazu müssen vor allem bei der deutschen Kerngesellschaft Evobus die Kosten sinken. "Wir werden jeden Stein umdrehen und nichts aussparen", beschrieb der Leiter von Daimler Buses, Hartmut Schick, die Vorgehensweise beim Effizienzprogramm "Globe 2013".

In diesem Kontext sollen, wie berichtet, in den deutschen Omnibuswerken Neu-Ulm und Mannheim bis zu 10 Prozent der Stellen wegfallen. Schick will dabei Kündigungen vermeiden. Im Werk Neu-Ulm, das Daimler 1995 von Kässbohrer erworben hat, montieren 3765 Mitarbeiter Setra- und Mercedes-Busse. In Mannheim sind es 3515 Beschäftigte. Der Betriebsrat befürchtet den Abbau von rund 1000 Stellen.

Daimler stärkt im Gegenzug das türkische Werk in Hosdere. In der Türkei nahm der Bus-Absatz 2011 um 55 Prozent auf den Rekordwert von 1100 Einheiten zu, während es in Westeuropa einen Rückgang um 17 Prozent auf 5900 Fahrzeuge gab.

Zu den Boomregionen gehört Brasilien, wo der Verkauf von Bus-Fahrgestellen um 8 Prozent auf 25 000 zulegte. Der Gesamtabsatz erhöhte sich um 2 Prozent auf 39 741 Einheiten. Allerdings werden mit Chassis geringere Erlöse erzielt, so dass der Umsatz der Daimler-Bussparte wegen des insgesamt rückläufigen Absatzes von Komplettbussen leicht auf 4,4 Mrd. EUR sank. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um ein Viertel auf 162 Mio. EUR ein.

Daimler ist vor allem von dem auf 600 Fahrzeuge gesunkenen Absatz in Nordamerika enttäuscht. Hier diskutiere man "Handlungsoptionen", erklärte Schick. Große Hoffnungen hegt Daimler mit Blick auf die asiatischen Märkte. In Indien ist gerade eine Stadtbusfertigung angelaufen. Daimler betrachtet sich mit 12 Prozent Marktanteil als Weltmarktführer. In Westeuropa sind es 27 Prozent, in Deutschland 50. Im Inland erhofft man sich im Zuge höherer Steuereinnahmen bessere Verkaufszahlen bei Stadtbussen.

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