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Kommentar zum Vorschlag eines Wohnungsgipfels: Eine neue Zielrichtung

Ein Immobiliengipfel wird die steigenden Preise in besonders attraktiven Städten nicht bremsen. Trotzdem könnte er nützlich sein, findet unser Autor.

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Helmut Schneider  Foto: 

Man sollte sich von Gipfeln nicht zu viel erwarten. Aber immerhin bringen sie alle an einem größeren Problem Beteiligte an einen Tisch. Sind die in den Metropolen stark steigenden Mieten ein Problem? Ja, denn Wohnen ist mehr als ein Gut; es ist auch ein zentraler Baustein für den sozialen  Zusammenhalt. Wenn Normalverdiener aus den Zentren attraktiver Städte vertrieben würden, wäre das alarmierend.

Einschränkung Nummer eins: Im internationalen Vergleich steht Deutschland auch hier noch vergleichsweise gut da. Einschränkung Nummer zwei: Verbote von Preiserhöhungen bei Immobilien (Mietpreisbremse) bringen wenig. Drittens: Die so genannte Gentrifizierung pauschal zu kritisieren, zeigt ökonomische Ahnungslosigkeit.

Trotzdem sind der öffentlichen Hand nicht die Hände gebunden. Sie hat sich in den 80er Jahren aus dem sozialen Wohnungsbau zurückgezogen. Auch steuerliche Vorteile beim Kauf von Wohnungseigentum sind zurückgeschnitten worden. Beides hat das Angebot an Wohnraum unnötig verknappt.

Hinzu kommen womöglich nicht mehr zeitgemäße Bauvorschriften und lange Genehmigungsverfahren. Darüber werden Politik, Wohnbau- und Mieterverbände naturgemäß nie eine einheitliche Meinung haben. Mit einer neu justierten ungefähren Zielrichtung wäre aber schon viel gewonnen.  

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