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Computermesse Cebit will in erster Linie für Fachpublikum da sein

Die Endkonsumenten werden sich auf der Computermesse Cebit dieses Jahr eher wenig wohl fühlen. Zielgruppe Nummer eins sind Fachbesucher, die Cebit wird zur Plattform für den Austausch in der Branche.

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Eine Frau bedient mit der Hand ein riesiges Display. Doch was so real aussieht, ist nur ein Plakat. Es schmückt einen Stand auf der Computermesse Cebit in Hannover, die am Montag beginnt.  Foto: 

Die Computermesse Cebit hat sich in diesem Jahr eine radikale Schlankheitskur auferlegt. Erstmals will sie fast ausschließlich für ein Fachpublikum da sein. Die diesjährigen Schwerpunktthemen sind auch auf das Interesse der Zielgruppe zugeschnitten. Und um diese Schlagwörter geht es:

Datability: Nach "Webciety" und "Shareconomy" hat sich die Cebit auch dieses Jahr ein Kunstwort als Leitthema ausgesucht. "Datability" setzt sich zusammen aus Data (von dem Trend "Big Data") und der englischen Endung, die an ability, sustainability und responsibility erinnert. Damit soll der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit Datenmengen bezeichnet werden.

Big Data: Im Zuge der Digitalisierung fallen immer größere Datenberge an. Jeder Mensch hinterlässt täglich eine Datenspur. Inzwischen soll es längst so viele Bytes wie Sterne am Himmel geben. Ob Bewegungsdaten über das Smartphone, das Einkaufverhalten beim Online-Shopping, der Energieverbrauch oder die Kontobewegungen - alles wird digital erfasst. Von der intelligenten Analyse und Auswertung erhofft sich die Branche einen großen und schnell wachsenden Markt mit ganz neuen Produkten und Services, etwa intelligenten Verkehrsleitsystemen, Verbesserungen im Gesundheitswesen oder neue Möglichkeiten in der Forschung.

Datensicherheit: Große Datenmengen rufen auch den Datenschutz auf den Plan. Erst recht nach dem NSA-Skandal sind Privatpersonen und Unternehmen verunsichert. Der kompetente und sicherer Umgang mit den anfallenden Datenmengen sei aber die Voraussetzung für eine global funktionierende Marktwirtschaft, erklärte der neue Cebit-Chef Oliver Frese. An vielen Messeständen wird das Thema Datenschutz und Datensicherheit aufgegriffen. Als prominenten Sprecher hat die Messe auch den russischen IT-Sicherheitsexperten Eugene Kaspersky gewonnen.

Start-ups: Für die sich traditionell schnell wandelnde Branche sind neue Ideen das Öl des Geschäfts. Start-ups erhalten deshalb auf der CeBIT großen Raum und die Möglichkeit, um Investoren zu werben.

Unter dem Konzept "code_n" steht eine Halle für Präsentationen und den Austausch zur Verfügung. "code_n" will eine internationale Plattform für digitale Pioniere und wegweisende Start-ups sein. Zum dritten Mal werden zur Messe die code_n-Awards vergeben.

Industrie 4.0: Der digitale Wandel macht vor der industriellen Produktion nicht Halt. Industrielle Fertrigung verschmilzt mit Internet und IT. Neue Technologien, Sensorik und das Internet der Dinge machen die Arbeitsprozesse mobiler und flexibler und ermöglichen individualisierte Produkte. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die "vierte industrielle Revolution" als Zukunftsprojekt aufgenommen.

Mobiles Internet: Das mobile Internet war auf dem Mobile World Congress in Barcelona das beherrschende Thema, auch auf der Cebit geht es um dieses Spektrum. In Halle 6 gibt es Foren, Barcamps, Workshops und Konferenzen rund um mobile Anwendungen. Entwickler können sich in Barcamp-Sessions anschauen, wie sich eine Smartwatch hacken lässt oder an einem Workshop zu Googles Computerbrille Glass teilnehmen.

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