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Belastetet Eier: Belgische Behörden früh im Bild

Eier-Skandal: Grüne wollen Kennzeichnungspflicht aller Produkte. Der Bauernverband will Schadenersatz.

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Eier werden auf Rückstände untersucht.  Foto: 

Die belgischen Behörden haben bereits vor zwei Monaten von einer möglichen Belastung von Hühnereiern durch das Insektizid Fipronil erfahren. Aufgrund von Betrugsermittlungen sei diese Information aber nicht öffentlich gemacht worden, teilte die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit mit. In Deutschland forderte der Bauernverband Schadenersatz für die betroffenen Hühnerbetriebe. Die Grünen verlangten eine Kennzeichnungspflicht für Eierprodukte wie Nudeln oder Kekse.

„Wir wussten seit Anfang Juni, dass es möglicherweise ein Problem mit Fipronil in der Geflügelzucht gibt“, sagte die Sprecherin der belgischen Lebensmittelbehörde. Ihre Behörde habe sofort eine Untersuchung eingeleitet und zudem die Staatsanwaltschaft informiert. „Von da an galt das Ermittlungsgeheimnis“, sagte Stragier. 

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte „eine Information auf verarbeiteten Produkten, die Eier enthalten, aus welchem Betrieb diese stammen.“ Eierhaltige Lebensmittel sollten wie beim Herkunftsstempel auf Eiern einen individuellen Nummerncode erhalten, der aufzeigt, aus welchem Betrieb die verwendeten Eier stammen.

Der Deutsche Bauernverband verlangte derweil Schadenersatz für Hühnerbetriebe. „Die betroffenen Landwirte dürfen nicht auf ihren Schäden sitzen bleiben und müssen entschädigt werden“, sagte der stellvertretende Generalsekretär des Bauernverbands, Udo Hemmerling. Einem gesperrten Betrieb entstehe täglich ein Umsatzverlust von rund 4000 €. Diesen müsse „der Verursacher“ begleichen, sagte Hemmerling.

Ein Hersteller von Salaten rief unterdessen Produkte zurück, in denen Fipronil-Eier verarbeitet wurden. Der Rückruf des Herstellers Neue Mayo Feinkost GmbH aus Lübeck bezieht sich auf sechs verschiedene Salate mit Mindesthaltbarkeitsdatum 16. beziehungsweise 18. August.

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