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Welche Daten sammelt Facebook?

Wen ich kenne, was ich mache und einen großen Teil meiner geheimen Leidenschaften – das alles weiß Facebook. Und dennoch nutzen immer mehr Menschen die Anwendung.

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Facebook zählt jetzt mehr als zwei Milliarden Nutzer.  Foto: 

Der Höhenflug kennt keine Grenzen: Das soziale Netzwerk Facebook zählt aktuell mehr als zwei Milliarden Nutzer. Kein anderes Internet-Netzwerk kann da auch nur ansatzweise mithalten.

Dabei ist längst nicht alles sozial, was der Online-Riese macht. Denn was gerne vergessen wird: Das Geschäftsmodell von Facebook liegt primär nicht etwa darin, Menschen in Kontakt zu bringen, sondern personalisierte Werbung anzubieten. Und je besser das Netzwerk seine Mitglieder kennt, desto zielgerichteter kann auch die Werbung ausgespielt werden. Ein äußerst lohnendes Geschäft. 2016 erzielte Facebook einen Umsatz in Höhe von knapp 28 Milliarden US-Dollar.

Daten als Währung

Die Währung, mit der jeder Facebook-Nutzer diesen Erfolg bezahlt, sind persönliche Daten. Zunächst natürlich einmal die, die die Nutzer selbst angeben. Das sind in der Regel bei der Anmeldung Name, Wohnort, E-Mail-Adresse, Geburtstag und Geschlecht. Eventuell noch Informationen zur Schule, auf der man war, oder zum Arbeitgeber. Viele Nutzer geben in ihren Profilen auch an, in welchen Vereinen sie aktiv sind, welche Musik sie hören oder welche Filme sie gerne schauen. Bereits daraus lässt sich ein recht gutes Profil eines Menschen erstellen. Hinzu kommen dann aber noch all die Daten, die etwa durch „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare, Statusmeldungen, das Eingehen von Freundschaften, die Teilnahme an Gruppen und Veranstaltungen, Verlinkungen und Postings oder die Kommunikation über die Mail- und Chat-Funktionen zustande kommen.

Facebook „kennt“ seine Nutzer

Wer etwa Fotos zu Facebook hochlädt, verrät noch mehr über sich. Denn das Netzwerk speichert die Bilder inklusive Metadaten, Zeitpunkt, Standort und verwendetes Gerät. Facebook kann die Fotos scannen und erkennt so, ob Personen oder Landschaften darauf zu sehen sind. Die Gesichtserkennung, zu der Facebook im Stande ist, ist nach Angaben des Unternehmens für Nutzer in Europa abgeschaltet.

Und wer Facebook auf dem Smartphone nutzt, liefert dem Netzwerk ganz automatisch sein persönliches Bewegungsprofil.

Wichtig zu wissen ist auch, welche weiteren – gerne genutzten – Dienste zum Facebook-Imperium gehören. Instagram gehört zum Beispiel dazu – und natürlich der Messaging-Dienst WhatsApp. Welche WhatsApp-Daten von Facebook tatsächlich genutzt werden, ist immer wieder Anlass für Datenschützer, vor Gericht zu klagen. Ein endgültiges Urteil steht noch aus. Fest steht aber, dass sich das Unternehmen nicht an sein 2014 gemachtes Versprechen, die Datenbestände der beiden Dienste strikt getrennt zu halten, gebunden fühlt.

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