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Vom Strich zum Punkt: Pointillismus-Schau in Wien

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Georges Seurat, Sonntag in Port-en-Bessin, 1888. Foto: Kröller-Müller Museum, Otterlo

Tausende kleinste Punkte lassen die Hafenlandschaft mit einem Boot vor einem hellen Himmel erstrahlen. Paul Signac kreierte mit "Venedig, die rosa Wolke" (1909) Tupfer um Tupfer eine Welt fast wie ein Ornament.

In der neuen Schau der Wiener Albertina geht es ganz um die Strömung, die das große Ganze in seine kleinsten Teile zerlegt. Der Pointillismus, der von George Seurat (1859-1891) begründet wurde, war wegweisend für die Moderne. Es stand der geometrisch durchkomponierte Bildaufbau im Vordergrund. Mehr als 100 Meisterwerke sind bis zum 8. Januar in der Schau "Seurat, Signac, Van Gogh. Wege des Pointillismus" zu sehen.

Pointillismus war für die Künstler der Versuch, den "Impressionismus mit den eigenen Waffen zu schlagen", sagte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder. Die Motive waren oft dieselben, die Punkte führten jedoch eine Zeitlosigkeit in die Bilder ein. Die Technik stand mehr im Vordergrund als das Gemalte. Auch gingen die Künstler wieder weg aus der Natur und zeichneten in ihren Ateliers, teilweise mit Fotografien als Vorlage.

Werke von Vincent van Gogh, Henri Matisse oder Théo van Rysselberghe wurden für die Schau zusammengetragen. Selbst ein Bild von Pablo Picasso ist zu bewundern. Das Bild "Heimkehr von der Taufe" aus dem Jahr 1917 wird in der Albertina als "Konfetti-Kubismus" bezeichnet. "Es war wie ein Manifest, um zu zeigen, dass Künstler nicht Sklaven eines Stiles sind", sagte Schröder.

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