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Viel Gebuddel, wenig Beute

Ob der Aufwand lohnte? Wohl kaum: Diebe haben in England einen Tunnel zu einem Bankomaten gegraben - und nur ein paar Tausender erbeutet.

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Wie die Panzerknacker: Diebe haben im britischen Manchester einen rund 30 Meter langen Tunnel zu einem Geldautomaten gegraben, um sich ungestört am Inhalt bedienen zu können.

Es dürfte bis zu einem halben Jahr gedauert haben, den Tunnel unter einem Haus zu bauen, berichtete die Polizei am Wochenende. Die Summe, welche die Täter Anfang Januar schließlich erbeuteten, sei sehr begrenzt gewesen. Eine genaue Zahl nannte die Polizei nicht. Britische Medien berichteten, es könnten um die 6000 Pfund (7200 Euro) gewesen sein.

Der Startpunkt des Tunnels lag an einem Bahndamm genau hinter der Videothek, in der der Geldautomat stand. Von dort verlief er unter einem Parkplatz bist unter die Fundamente des Ladens. Unter anderem mussten sich die Macher in Panzerknacker-Manier durch rund 38 Zentimeter Beton bohren. Das Geld holten sie von unten direkt aus dem Automaten. Der Diebstahl wurde erst entdeckt, als Sicherheitsleute das massive Gerät öffneten, um neues Bargeld nachzufüllen.

Der Gang war etwa 1,2 Meter hoch, mit Licht ausgestattet und mit Dachstützen gesichert. Die Tunnelbauer sollen sogar kleine Löcher in den Fußboden des Ladens gebohrt haben, um mit Kamera-Teleskopen zu schauen, wie weit sie schon waren.

"In all den Jahren bei der Polizei habe ich noch nie etwas derart Aufwendiges gesehen", sagte Ermittler Ian Shore. "Diese Leute haben ganz offensichtlich viel Zeit damit verbracht, ihre Tat zu planen." Die Täter seien sicher mit deutlich weniger Geld davongekommen, als sie sich erhofft hätten. "Im Automat war nicht mehr so viel drin."

Es könnte das zweite Mal sein, dass die Videothek von einer als "Maulwurf-Bande" bekanntgewordenen Gang ins Visier genommen wurde: Im Jahr 2007 war ein ähnlicher Tunnel in der Nähe des Gebäudes entdeckt worden, bevor die Räuber zuschlagen konnten. dpa

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