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Schauspieler Andreas Schmidt gestorben

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  • Andreas Schmidt ist tot. Foto: Robert Schlesinger 1/4
    Andreas Schmidt ist tot. Foto: Robert Schlesinger Foto: 
  • Regisseur Andreas Dresen (2.v.r.) und die Schauspieler Andreas Schmidt (l), Nadja Uhl und Inka Friedrich (r) stellen beim San Sebastian Filmfestival ihren Film „Sommer vorm Balkon“ vor. Foto: Javier Echezarreta 2/4
    Regisseur Andreas Dresen (2.v.r.) und die Schauspieler Andreas Schmidt (l), Nadja Uhl und Inka Friedrich (r) stellen beim San Sebastian Filmfestival ihren Film „Sommer vorm Balkon“ vor. Foto: Javier Echezarreta Foto: 
  • Andreas Schmidt bei der Premiere des Films „Im Schwitzkasten“ (2006) in Berlin. Foto: Jens Kalaene 3/4
    Andreas Schmidt bei der Premiere des Films „Im Schwitzkasten“ (2006) in Berlin. Foto: Jens Kalaene Foto: 
  • Andreas Schmidt erhielt 2009 den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller in dem Film „Fleisch ist mein Gemüse. Foto: Jens Kalaene 4/4
    Andreas Schmidt erhielt 2009 den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller in dem Film „Fleisch ist mein Gemüse. Foto: Jens Kalaene Foto: 
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Der Schauspieler Andreas Schmidt ist tot. Er starb im Alter von 53 Jahren nach längerer Krankheit am Donnerstag in Berlin, wie seine Agentin am Freitag mitteilte.

Das Kinopublikum kannte den Charakterdarsteller aus Filmen wie „Sommer vorm Balkon“, „Die Fälscher“ und „Fleisch ist mein Gemüse“. Der sympathische, schlaksige Schmidt war außerdem in zahlreichen Fernsehreihen wie „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ zu sehen. In der „Krause“-Reihe im Ersten war er Horst Krauses bester Kumpel, der Gänsebauer Schlunzke.

In mehr als 100 TV- und Kinoproduktionen wirkte Andreas Schmidt mit. Am Theater trat er nicht nur als Schauspieler auf, sondern inszenierte auch selbst. Zuletzt war Schmidt im Frühjahr in dem ARD-Fim „Zwei Bauern und kein Land“ unter anderem an der Seite von Ernst Stötzner und Katharina Thalbach zu sehen.

Schmidt hinterlässt eine Frau und einen neun Jahre alten Sohn. Zuletzt lebte er in Berlin-Kreuzberg und war mit einer Amerikanerin verheiratet. Der Schauspieler wurde 1963 in Heggen im Sauerland geboren und wuchs im Berliner Märkischen Viertel auf, einem Hochhausviertel am Stadtrand.

Schmidt lernte sein Handwerk unter anderem in verschiedenen Regie- und Schauspielseminaren. Es folgten Engagements an Bühnen in Dortmund, Mannheim Bonn und Berlin. Sein Kinodebüt gab der Schauspieler im Jahr 1987 in der Krimikomödie „Peng! Du bist tot!“ von Adolf Winkelmann. Andreas Schmidt spielte in Filmen wie „Pigs will fly“ und „Im Schwitzkasten“. 2006 war er im Ensemble des oscarprämierten Dramas „Die Fälscher“, das von einem Geldfälscherkommando im Konzentrationslager Sachsenhausen erzählt.

Eine urkomische Macho-Rolle spielte er in Andreas Dresens Tragikomödie „Sommer vorm Balkon“. Als cooler, berlinernder Lastwagenfahrer Ronald drängt er sich darin in die Freundschaft zweier Frauen - gespielt von Nadja Uhl und Inka Friedrich. 2009 erhielt Schmidt den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller für seinen Auftritt als Gurki in Christian Görlitz' Verfilmung des Heinz-Strunk-Buches „Fleisch ist mein Gemüse“. Im Kino war Schmidt zuletzt in dem Kinderfilm „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ nach dem Roman von James Krüss zu sehen.

Seine abstehenden Ohren seien kein Karrierehindernis gewesen, meinte Schmidt einmal. Es sei eher hilfreich, „ein bisschen außergewöhnlich“ auszusehen. Für die Berliner Komödie und das Theater am Kurfürstendamm inszenierte Schmidt zahlreiche Stücke - dazu zählen unter anderem „Die süßesten Früchte“ und „Eine ganz normale Familie“ sowie „Männerhort“ mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka und das selbst verfasste Werk „Die sieben Todsünden“.

„Wir verlieren einen großartigen Schauspieler und guten Freund“, sagte der Direktor der Kudamm-Bühnen, Martin Woelffer. „Die Nachricht von Andreas' Tod hat mich und mein gesamtes Team sehr traurig gemacht. Andreas war nicht nur ein großartiger Schauspieler und Regisseur, sondern auch ein toller Mensch und guter Freund. Mit ihm wäre ich gern in eine gemeinsame Zukunft gegangen.“

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