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Nürnberger Delfinbaby steht auf Eiswürfel

Rund acht Monate ist Delfinbaby Nami jetzt alt. Zusammen mit den anderen Delfinen des Nürnberger Tiergartens tollt es durch die Becken. Noch trinkt das Jungtier ausschließlich Muttermilch, entdeckt aber gerade neue Vorlieben. Kein Wunder bei der Hitze.

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Von Eiswürfeln kann Nami gar nicht genug kriegen. Am Wochenende hat das Delfinbaby des Nürnberger Tiergartens zum ersten Mal einen gefrorenen Wasserwürfel geschluckt. Sehr zur Freude von Tierpflegerin Christiane Thiere, denn nach acht Monaten Muttermilch beginnt Nami so langsam feste Nahrung zu fressen. „Fisch mag sie noch nicht, aber vielleicht mischen wir jetzt mal ein paar Fischstücke zwischen die Eiswürfel, damit sie sich dran gewöhnt“, erklärte Thiere. 

Die Pflegerin ist vollauf zufrieden mit Namis Entwicklung. Seit April erobert das Jungtier, dessen Name sich vom japanischen Wort für „Welle“ ableitet, mit den anderen neun Delfinen die Becken der Lagune. „Sie hat sich toll in die Gruppe eingefügt“, sagte Thiere. Mutter Sunny ist nur noch für die Nahrungsaufnahme interessant, die Tanten Jenny und Anke viel spannender. „Wenn ich Nami suche, dann als letztes bei ihrer Mutter“, erzählte Thiere. Rund 1,70 Meter misst Nami inzwischen, etwas mehr als die Hälfte eines ausgewachsenen Delfins.   

Das Lieblingsspielzeug des Delfinmädchens ist ein alter Basketball, Nami ist fasziniert von der Bewegung des Balls im Wasser. „Bei den Vorstellungen macht sie uns wahnsinnig, weil sie uns immer die Bälle klaut“, berichtete die Pflegerin lachend. Richtiges Training soll Nami aber erst in einem halben Jahr bekommen.    

Seit kurzem steht auch fest, wer Namis Vater ist. Weil im Nürnberger Zoo drei erwachsene Delfinmännchen leben, ließ sich das bislang nicht so genau sagen. Ein Gentest brachte jetzt Gewissheit: Es ist Noah, der selbst vor rund 22 Jahren in Nürnberg geboren wurden. „Mit Nami haben wir jetzt die zweite Generation hier im Zoo“, erklärte Thiere nicht ohne Stolz. Sogar Namis Opa Moby lebt noch im Tiergarten. Mit 55 Jahren hat er für Delfine ein durchaus stattliches Alter erreicht.

Bis sie im Alter von etwa acht Jahren geschlechtsreif wird, bleibt Nami auf jeden Fall in Nürnberg. Dann muss sich der Tiergarten entscheiden, ob Nami oder Noah den Zoo verlässt. Vater und Tochter sollen sich schließlich nicht paaren können.

Besucher müssen mitunter ein bisschen Geduld haben, bis sie Nami zu Gesicht bekommen. „Sie macht, was sie will, aber man sieht sie jeden Tag.“ Wer sich auf die Zuschauerränge in der Lagune setze und ein bisschen Zeit mitbringe, habe gute Chancen. Gerade spielt Nami Fangen mit Robbe Frieda. Thiere findet: „Eine echte Freundschaft.“
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Kommentare

30.07.2015 11:58 Uhr

gegen die Gefangenhaltung von Delfinen (und anderen Wildtieren) !

Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, können bis zu 500 Meter tief tauchen und werden 10 Jahre älter als in Gefangenschaft.
Auch die Nahrung in Gefangenschaft, nämlich toter Fisch, ist für Delfine nicht "natürlich", denn in freier Wildbahn fressen Delfine nur lebende Fische, tote meiden sie. Delfine sind akustische Tiere; ihre Kommunikation und Orientierung im Raum erfolgt zum grossen Teil akustisch. Der akustische Ortungssinn ist in Gefangenschaft praktisch nutzlos und verkümmert.

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