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Können Menschen bald die Sprache der Delfine entschlüsseln?

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Delfine gelten als hochintelligent.  Foto: 

Es klingt nach Science-Fiction und Disney. Menschen sollen sich bald mit Delfinen unterhalten. Die Königliche Technische Hochschule in Stockholm (KTH) und der schwedische Übersetzungssoftwareentwickler Gavagai wollen künstliche Intelligenz nutzen, um die Delfin-Sprache zu verstehen.

Gavagai beschäftigt sich bereits seit längerem damit, menschliche Sprachen nicht über gewöhnliche Definitionslisten zu übersetzen. Stattdessen nutzt die IT-Firma künstliche Intelligenz, die Sprachen wie ein Kind intuitiv aus dem Zusammenhang semantisch erlernt, ohne dass ein Erwachsener Wortbedeutungen ausdrücklich erklärt. Rund 40 Sprachen beherrscht das Gavagai Living Lexicon schon. Der Dienst ist seit 2015 im Netz frei zugänglich. 

Bedeutungsliste erstellen

Nun hoffe man, innerhalb von vier Jahren auf die gleiche Weise und dank immer größerer Rechnerleistungen die Pfiffe, Klicklaute und Quietschgeräusche der Delfine für Menschen zu entschlüsseln. Delfine, weil sie als besonders intelligent gelten und es viel Forschungsmaterial über sie gibt. „Es ist bekannt, dass Delfine ein komplexes akustisches Kommunikationssystem haben. Wir wissen aber nicht, ob das tatsächlich einer Sprache mit richtigen Silben, Wörtern und Sätzen gleicht“, sagt Jussi Karlgren, IT-Professor an der KTH und Mitbegründer von Gavagai. Von einer richtigen Delfinsprache mag er allerdings nicht reden: „Das ist zu groß und unwissenschaftlich ausgedrückt. Es geht uns vielmehr darum, eine Bedeutungsliste für unterschiedliches Pfeifen und Klicken der Delfine zu erstellen.“ Sollte das gelingen, könnten Menschen mit einem die Delfin-Geräusche nachahmenden Gerät tatsächlich so etwas wie ein rudimentäres Gespräch mit den Meeressäugern beginnen.

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