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Gassigehen bei Gauguin: ein Museumsbesuch nur für den Hund

In der New Yorker Dogumenta hängen die Bilder nicht nur tief. Sie dürfen auch beschnüffelt, angebissen und sogar bepinkelt werden. Ziel ist es, dem Hund die Kunst schmackhaft zu machen.

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Der Hund steht im Mittelpunkt der Ausstellung.  Foto: 

In New York, wo ja sowieso alles neuer als neu und größer als ganz groß ist, dachte man in Sachen Breitenwirkung der Kunst nun besonders breit und hat eine Ausstellung organisiert, die sich Dogumenta nennt. Sie soll speziell den Hund an die Kunst heranführen, weshalb die gesamte Exposition auf Hundeniveau abgesenkt wurde. Das verlangte den Ausstellungsmachern einiges ab, damit sich keine Rasse vernachlässigt fühlt. Denn was einem irischen Wolfshund bequem vor Augen hängt, befindet sich aus der Mopsperspektive schon in alpiner Höhenlage.

Auszeichnung durch Anpinkeln

 Das Bemühen um hündische Gleichberechtigung löst aber beim Menschen das Gefühl von Zurückgesetztheit aus. Den Hunden wird erlaubt, wofür ihm lebenslanges Museumsverbot droht. Denn die Hunde dürfen die Exponate beschnüffeln, anknabbern und sogar anpinkeln. Die Kuratoren werten das als Auszeichnung. Das wäre so, als würde ein Mensch bei einer Kunstauktion ein Gebot abgeben.

Wir sehen eher die Grenze von Kulturmensch und Hund markiert. Der Mensch mag aus Fäkalien Kunst machen, denken wir an Daniel Roths zur Sammlung Würth gehörendes „Karnickelköttelkarnickel“. Aber deshalb würde er sich nicht in einer Ausstellung entleeren.

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