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Flug MH370: Anwälte wollen Schadenersatz

Malaysia Airlines und dem US-Flugzeugbauer Boeing droht nach dem Absturz von Flug MH370 eine Millionen-Klage. Eine Anwaltskanzlei aus Chicago will nach eigenen Angaben Schadenersatz für die Hinterbliebenen der verschollenen Passagiere erstreiten. Unterdessen bleibt die Suche nach den Wrackteilen eine Geduldsprobe.

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Schlechtes Wetter zwang elf Suchflugzeuge zur vorzeitigen Rückkehr an ihren Stützpunkt in Westaustralien. Die Boeing 777-200 mit 239 Menschen an Bord war vor fast drei Wochen über dem Indischen Ozean verschwunden.

Er mache einen Konstruktionsfehler am Cockpit für das Unglück verantwortlich, sagte der Anwalt Marvi Mateo von der US-Kanzlei Ribbeck Law Chartered. "Experten haben uns bestätigt, dass ein Riss in der Außenhülle zu einem Druckabfall im Cockpit geführt haben könnte", sagte Mateo. Die Kanzlei vertrete viele Hinterbliebene der Opfer. Die Anwaltskanzlei forderte von Boeing und Malaysia Airlines eine Liste von Dokumenten zur Einsicht. Mateo erhofft sich eine rasche Antwort der beiden Unternehmen. Bis eine Klage vor Gericht eingereicht werde, könnten noch einige Wochen vergehen, meinte der Anwalt. Ein Prozess werde vermutlich Jahre dauern.

Chinesische Versicherer begannen derweil mit der Auszahlung von Entschädigungen an die Familien von Insassen des Flugzeugs. 32 Menschen an Bord waren über Chinas größten Versicherungskonzern China Life versichert, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Das Unternehmen habe etwa die Hälfte der Entschädigungssumme von etwa neun Millionen Yuan (rund eine Million Euro) bereits überwiesen.

Von den Passagiere der Unglücksmaschine waren fast zwei Drittel Chinesen. Neue Fotos aus dem All nährten zwar die Hoffnung, Überbleibsel des Flugzeugs zu finden. Bergungskräften gelang es aber nicht, irgendwelche Teile aus dem Wasser zu fischen.

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