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Eine künstliche Insel für Alba

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Albino-Orang-Utan-Dame Alba kann schlechter sehen und ist anfälliger für Hautkrebs als ihre Artgenossen. Foto: BOS Stiftung

Der vielleicht einzige wildlebende Albino-Orang-Utan der Welt soll in Indonesien eine eigene künstliche Insel bekommen. Damit soll Alba vor Wilderern und der Zerstörung ihres Lebensraums geschützt werden, wie die Tierschutzorganisation Borneo Orangutan Survival (BOS) mitteilte.

Das weiß bis hellblond gefärbte, fünf Jahre alte Weibchen war bis April von Bewohnern der Insel Borneo gehalten worden und anschließend in ein Tierheim gekommen.

Die Tierschützer wollen einen Wassergraben um ein mindestens fünf Hektar großes Areal ziehen, um die künstliche Insel zu schaffen, wie sie am Mittwoch mitteilten. Ein spezielles Team werde das Gebiet rund um die Uhr überwachen und schützen, sagte ein BOS-Sprecher. „Unser Plan ist, noch vor Jahresende mit dem Bau der Insel zu beginnen, sobald wir genügend Geld gesammelt haben.“

Alba werde mit drei weiteren Orang-Utans auf der Insel leben. Für ein „freies und erfülltes Leben“ werde sie dort „frei in ihrem natürlichen Lebensraum leben, aber zugleich geschützt vor Bedrohungen durch den Menschen“, hieß es. Auch ihr Albinismus gefährdet Albas Überleben: Sie kann schlechter sehen und hören als ihre Artgenossen und ist anfällig für Hautkrebs.

Schätzungen zufolge leben in Indonesien - wozu auch ein Teil der Insel Borneo gehört - nur noch zwischen 45 000 und 65 000 Orang-Utans. Wegen rapide voranschreitender Abholzung könnte ihre tatsächliche Zahl aber auch darunter liegen.

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