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Serebrennikow soll „Hänsel und Gretel“ selbst vollenden

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Kirill Serebrennikow ist ein russischer Theaterregisseur. Foto: Damir Yusupov/Archiv  Foto: 

Der in seiner Heimat Russland unter Hausarrest stehende Regisseur Kirill Serebrennikow (48) soll seine in Stuttgart geplante Märchenoper „Hänsel und Gretel“ selbst vollenden. Man wolle ihm die Möglichkeit offenhalten, seine Inszenierung nach seiner Freilassung an der Stelle fortzusetzen, an der sie durch seine Verhaftung unterbrochen wurde, sagte Opernintendant Jossi Wieler (66) am Dienstag in Stuttgart. Serebrennikow, Leiter des Moskauer Avantgarde-Theaters „Gogol“, steht seit Ende August und zunächst bis 19. Oktober wegen Betrugsverdachts unter Hausarrest. Am Premierendatum 22. Oktober wolle man dennoch festhalten.

Mit Material, das bei den Vorarbeiten entstand, werde man im Opernteam einen Abend unter dem Titel „Hänsel und Gretel. Ein Märchen von Hoffnung und Not, erzählt von Kirill Serebrennikow“ kreieren. Im Mittelpunkt steht dabei ein von ihm vergangenes Jahr für die Stuttgarter Märchenoper in Ruanda gedrehter Film.

„Wir wollen an diesem Abend nicht nur das Märchen erzählen, sondern auch über unseren Erzähler, der bei seiner Erzählung unterbrochen wurde“, erklärte Dramaturgin Ann-Christine Mecke. Humperdincks Musik laufe komplett. Kostüme, Szene oder Bühne, wie sie Serebrennikow erdacht hat, blieben aber unangetastet. Niemand könne, dürfe und wolle seine Produktion stellvertretend zu Ende bringen, sagte Wieler.

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