Partner der

Naturschützer: Südwest-Schafe besser vor Wölfen schützen

|
Ein Schaf auf einer nebligen Wiese. Foto: Felix Kästle/Archiv  Foto: 

Mit Elektrozäunen und speziell ausgebildeten Hunden können Schafsherden einer Untersuchung zufolge in Baden-Württemberg besser vor Wolfsangriffen geschützt werden. Das ist das Ergebnis aus dem Projekt „Herdenschutz in der Praxis“, das der Naturschutzbund (Nabu) am Mittwoch mit dem Landesschafzuchtverband (LSV) in Baiersbronn vorstellte. Doch die Umsetzung ist aufwendig. Drei Schäfereien hatten im Rahmen des Projekts Zäune getestet und am Ende einige Schwierigkeiten festgestellt.

Mobile Zäune, wie sie von Wanderschäfereien verwendet werden, können demnach nicht ausreichend Spannung aufbauen, um den Wolf nach einer ersten Berührung zu verjagen. LSV-Landesvorsitzender Alfons Gimber hält das Problem aber für lösbar: „Hier sind wir mit den Zaunherstellern im Gespräch, um die Netze weiterzuentwickeln“.

Einen speziellen Herdenschutzhund, der andere Aufgaben hat als ein Hütehund, in eine Schafsherde zu integrieren, erwies sich ebenfalls als kompliziert. „Den Schafen ist es nicht geheuer, dass dieser spezielle Hund nicht Feind, sondern Freund ist“, erklärte Gimber. Die Eingewöhnung brauche „viel Zeit und den vollen Einsatz des Schäfers“.

Nabu-Landesvorsitzender Johannes Enssle sagte: „In Ländern wie Rumänien und Bulgarien waren Wölfe nie ausgerottet. Von diesen Erfahrungen können wir heute profitieren.“ Doch die Erfahrungen ließen sich nicht eins zu eins auf Baden-Württemberg übertragen.

Am 8. Juli war im Schluchsee im Schwarzwald ein toter Wolf gefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass das Tier erschossen wurde.

Abschlussbroschüre Herdenschutz in der Praxis

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Protest ist gewollt

Direkte Demokratie und die Folgen: Das Ringen um Mehrheiten kann man auch verlieren, sagt Umweltminister Untersteller. weiter lesen